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Weser-Kurier: Kommentar von Joerg Helge Wagner zum Fall Michael Hartmann

Bremen (ots) - So ein Leben hinterlässt Spuren, auch ganz ohne Drogen. Umgekehrt muss man fragen: Kann man das überhaupt schaffen ohne Mittel, die Leistung steigern oder Entspannung fördern? Die Schwermut vertreiben, weil die ganze Plackerei nicht anerkannt wird, weil Politiker trotz aller Privilegien ein mieses Image haben, das oft an Verachtung grenzt? Es ist nur menschlich, Abhilfe zu schaffen. Aber für den innenpolitischen Sprecher einer Regierungspartei sind schon ein paar Gramm Crystal Meth absolut tabu. Selbst wenn die Strafverfolgung eingestellt wird: Die Karriere ist ebenso zu Ende wie jene von Bischöfin Margot Käßmann nach ihrer Trunkenheitsfahrt. Das ist der Preis für öffentlichen Aufstieg: Die Maßstäbe werden immer strenger.

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