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Weser-Kurier: Zu den Plänen der AKW-Betreiber schreibt Alexander Pitz:

Bremen (ots) - Die Atomkonzerne wollen mit dem Rückbau ihrer Kernkraftwerke und der Lagerung des Atommülls am liebsten nichts mehr zu tun haben und planen offenbar die Verstaatlichung ihrer Meiler. Demzufolge sollen die Steuerzahler die milliardenschweren Risiken tragen, die AKW-Rückbau und Endlagerung mit sich bringen. Denn wie hoch diese Kosten sein werden, kann niemand sagen. Kein Wunder also, dass sich Eon, RWE und ENBW gern aus der Affäre ziehen wollen. Der kolportierte Vorschlag an die Bundesregierung ist allerdings an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Die 36 Milliarden Euro, die in eine öffentlich-rechtliche Stiftung fließen sollen, mussten die Konzerne laut Gesetz ohnehin für Stilllegung und Entsorgung zurückstellen. Nun wollen sie sich damit von jedweder Verantwortung für die Atomaltlasten freikaufen. Obwohl das Angebot absurd klingt, wird die Regierung gezwungen sein, der Atomindustrie entgegenzukommen. Sonst könnte der Staat im schlimmsten Fall auf den gesamten Kosten sitzen bleiben. Den Kraftwerksbetreibern geht es schlecht wie nie zuvor. Bei einer Pleite wären die Rückstellungen womöglich über Nacht futsch. In einem staatlich verwalteten Fonds wären sie dagegen sicher. Am Ende wird es daher einen Kompromiss geben - freilich zulasten der Steuerzahler.

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