Frau im Spiegel

Christine Neubauer: "Ich muss damit zurechtkommen"

München (ots) - Christine Neubauer (47) ist nicht mehr die Hauptbezugsperson für ihren Sohn Lambert jr. (17). Diese Rolle nimmt inzwischen ihr Mann Lambert Dinzinger (53) ein. "Selbst, wenn ich zwischenzeitlich zu Hause bin, wird in bestimmten Fragen nach dem Vater geschrieen", bekennt Neubauer im Interview mit der Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL. "Aber mit irgendetwas muss ich ja wohl zurechtkommen. Man kann nicht alles haben."

Die Drehorte der erfolgreichen Schauspielerin, die mit ihrem Mann seit ihrem 15. Lebensjahr liiert und 19 Jahre verheiratet ist, liegen auf der ganzen Welt. Ihr Zuhause empfindet sie als "Auffangbecken in dieser Welt - in der man schnell alleine ist, wenn die Filmfamilie die Lichter ausmacht". Sie habe eine ganz starke Verbindung mit Zuhause und besitze Telefonkarten aus aller Herren Länder. "Wir telefonieren deutlich öfter als morgens und abends." Die Sorge um ihre Familie sei immer im Gepäck. "Die Angst ein Kind zu verlieren, beginnt, wenn man es in die Wiege legt. Die hört nie auf", erklärt sie. Ein Kind bleibe immer Kind. "Ich bin heute besorgt, wenn ich weiß, dass Lambert mit seinem kleinen Roller in der Stadt unterwegs ist."

Seit einem Unfall bei den vergangenen Dreharbeiten in Chile glaubt Christine Neubauer an Schutzengel. "Und auch an einen Weg, der einem gegeben ist, den man geht - bis man dran ist." Sie wäre damals beinahe ertrunken. "Bei einem privaten Bootsausflug am Wochenende. Wir sind gekentert, und ich kam in einen Strudel, in eine sogenannte Wasserwalze, die mich für eine gefühlte Ewigkeit unter Wasser gehalten hat, um mich dann wieder freizugeben." Da dachte sie, ihr letztes Stündlein hat geschlagen. "Die anderen übrigens auch, weil ich ja erst mal nicht mehr aufgetaucht bin."

Die Darstellerin wird in den Medien immer wieder als "Vollweib" tituliert. Auf die Frage, ob sie den Begriff eigentlich noch hören könne, antwortet sie, "im positiven Sinne, in dem ich diesen Begriff ja auch selbst gewählt habe, schon". Was sie aufregt, "weil es in die falsche Richtung geht, ist, wenn Vollweib für ,übergewichtig, dick, fett' missbraucht wird." Neubauer zu FRAU IM SPIEGEL: "Wenn ich mit Kleidergröße 38 als übergewichtig und dick diskriminiert werde, verschiebt sich die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit." Dadurch werde der Eindruck geprägt, dass man nur magersüchtig werden kann, um dem Bild der Normalität zu entsprechen. "Das ist abartig."

Angst, mit über 50 weniger Angebote zu erhalten, hat sie nicht. "Davon bin ich überhaupt nicht betroffen, für mich stimmt das alles nicht. Mich ärgert diese Art der Darstellung - auch in Bezug auf meine Kolleginnen." Schauspielerinnen über 50 seien nicht out. "Ich bin - ganz im Gegenteil - mit zunehmendem Alter gefragter denn je."

Christine Neubauer hat in diesem Jahr sechs Filme gedreht. Für den siebten Film, "Gottes mächtige Dienerin", in der sie Ordensschwester Pascalina Lehnert spielt, steht sie derzeit vor der Kamera.

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