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Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV)

Ukraine
Deutschland: Minderheiten vernetzen sich

Brücken bauen und sich gegenseitig stärken: Minderheiten aus der Ukraine und Deutschland vernetzen sich

Göttingen/Berlin, den 21. September 2017 --- Junge engagierte Angehörige von fünf Minderheiten aus der Ukraine werden vom kommenden Montag an in Deutschland mit Sorben, Friesen, Kurden, Aleviten und Aramäern zusammentreffen. Die Gäste aus der Ukraine im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wollen sich über Institutionen und Regelwerke informieren, die Diskriminierung und Benachteiligung kleinerer Volksgruppen in einer alles dominierenden Mehrheitsgesellschaft beenden helfen und gleichzeitig zur Bewahrung ihrer Kultur, Sprache und Identität beitragen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die das Projekt "Brücken bauen zwischen Minderheiten in Deutschland und der Ukraine" gemeinsam mit der krimtatarischen Organisation DEVAM durchführt, erwartet Delegierte der Krimtataren, Griechen, Aserbaidschaner, Litauer und Roma aus der Ukraine. Im November wird dort dann ein Gegenbesuch der Minderheiten aus Deutschland organisiert.

"Unser Ziel ist es, dass die jungen Erwachsenen zu "Botschaftern" ihrer Minderheiten werden, bei ihren Begegnungen Erfahrungen austauschen, sich miteinander vernetzen und sich gegenseitig den Rücken stärken", sagte GfbV-Mitarbeiter Hanno Schedler am Donnerstag in Göttingen.

In Deutschland werden die Delegationen aus beiden Ländern in einem gemeinsamen Programm mehr über die politische und institutionelle Situation der Minderheiten lernen. So sind Besuche des Minderheitensekretariats im Bundesinnenministerium, des Dokumentations- und Kulturzentrums der Sinti und Roma in Berlin, des Landtages von Schleswig-Holstein und des Vereins der Deutschen Sinti und Roma, Landesverband Schleswig-Holstein geplant. Dieser sorgte mit Unterstützung der friesischen und dänischen Minderheit sowie der GfbV dafür, dass die Sinti und Roma in die schleswig-holsteinische Landesverfassung aufgenommen wurden.

Die Gäste aus der Ukraine präsentieren am Montag, den 25. September, in der Botschaft der Ukraine in Berlin Gedichte, Lieder und kleine Prosastücke in ihren Sprachen. Zuvor informiert ein Sprecher der DEVAM über die Lage der Minderheitensprachen in der Ukraine. Die Veranstaltung ist öffentlich. Sie beginnt um 17.30 Uhr.

Das Projekt "Building Bridges between minorities in Germany and Ukraine" wird vom Auswärtigen Amt finanziell gefördert und von der Weiterbildungsinitiative "Ukraine Calling" unterstützt.

Hanno Schedler ist erreichbar unter Tel. 0176 34994337.

Gesellschaft für bedrohte Völker
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