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Gesundheitsreform jenseits wirtschaftlicher Vernunft: Bürgerversicherung, Kopfpauschale und nun ein Fondsmodell
Consline AG hält marktwirtschaftliche Elemente bei der Gesundheitsreform für unverzichtbar

    München (ots) - Die große Koalition hat zur Reform des Gesundheitswesens ein sog. Fondsmodell vorgeschlagen. Ausgerechnet Gregor Gysi von der PDS hält dieses Modell für zu bürokratisch. Die SPD und auch die CDU, deren Image beim Wähler immer noch mit Marktwirtschaft verbunden ist, scheinen hingegen Gesichtswahrung wichtiger zu bewerten als wirtschaftliche Vernunft.

    Vor diesem Hintergrund hat das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Consline einige grundsätzliche Überlegungen angestellt und kommt zu dem Ergebnis, dass nur marktwirtschaftliche Elemente die Effizienzpotentiale im Gesundheitswesen erschließen können. Dazu einige Fakten:

    - Mit 5,6 % der Gesamtausgaben gaben die gesetzlichen
        Krankenkassen im Jahr 2005 mehr Geld für die Verwaltung aus als
        für die gesamte zahnärztliche Behandlung ohne Zahnersatz
        (5,2 %).

    - Auf zwei für Kassen oder Kliniken tätige Ärzte kommt ein
        Angestellter der GKV (265.000 Kassen- und Klinikärzte  bei    
        144.000 Angestellten der GKV). Man stelle sich einen Handwerker
        vor, der für seine Abrechnung seine halbe produktive Arbeitszeit
        benötigt.

    - Bei den privaten Krankenkassen (PKV) sind die Verwaltungskosten
        zwar niedriger (2,8 %), dafür werden aber 8,8 % für den Vertrieb
        ausgegeben (i.W. Provisionen).

    - Die Kassenärztlichen Vereinigungen funktionieren wie
        planwirtschaftliche Apparate und verhindern mit ihren
        Kollektivverträgen und dem Punktesystem jeden Wettbewerb. Dabei
        verwundert insbesondere, dass sich die zur Bildungselite
        gehörende Ärzteschaft dieser Zwangsverwaltung unterstellt.

    Die Ursachen liegen in der nahezu völligen Entkopplung von Leistung und Gegenleistung und der Ausschaltung der individuellen Verantwortung für die Leistungsauswahl. Während in der Wirtschaft allgemein steigende Umsätze und Beschäftigungsaufbau als Erfolgsfaktoren schlechthin gelten, werden steigende Ausgaben für die Gesundheit als "Kostenexplosion" diskreditiert. Dabei ist völlig klar, dass eine alternde, im internationalen Vergleich wohlhabende und anspruchsvolle Gesellschaft mehr für die eigene Gesundheit ausgeben muss und kann.

    Ein Fonds würde dem ineffizienten Gesundheitswesen übergestülpt. Mehr Effizienz zu erwarten, ist abseits jeder wirtschaftlichen Vernunft. Es schützt nur die heutigen Verwalter unserer Gesundheit und schafft neue Arbeitsplätze für weitere Verwalter.

    Für eine Reform des Gesundheitswesens hat Consline daher Vorschläge erarbeitet, die sich an dem Grundgedanken der sozialen Marktwirtschaft orientieren. Neben der Absicherung gesundheitlicher Risiken und der Berücksichtigung der finanziellen Leistungsfähigkeit wird dabei im Kern eine direkte Leistungsbeziehung zwischen Patient und Arzt gefordert.

    Die Consline AG verbindet die Stärken von Unternehmensberatung, Marktforschung und Informationsdienstleistung. Schwerpunkte bilden systematische Recherchen zu Märkten, Wettbewerbern und Geschäftsprozessen sowie die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für führende Unternehmen und Organisationen.

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