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03.05.2007 – 12:42

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Mehr als 13 000 Hooligans in der Bundesrepublik - zehn Prozent gelten als rechtsextrem

Berlin (ots)

Die Polizei hat unter den deutschen Fußballfans
mehr als 13 000 Hooligans festgestellt. 10 480 zählen zu den 
Anhängern der Vereine der je zwei Bundes- und Regionalligen. Weitere 
2700 werden den Fans der Mannschaften der neun Oberligen zugrechnet. 
Die Zahlen finden sich in der Antwort der Bundesregierung auf eine 
Kleine Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linkspartei) 
und ihrer Fraktion. Die Antwort liegt dem Tagesspiegel vor.
Etwa 400 Hooligans aus der Anhängerschaft der Vereine der Bundes- 
und Regionalligen ordnet die Polizei dem rechten Spektrum zu. 
Insgesamt ist die Zahl der rechtsextremen Hooligans aber deutlich 
höher: Laut Bundesregierung hat der Verfassungsschutz bei knapp zehn 
Prozent der in der Polizeidatei "Gewalttäter Sport"  (Stand Novemberr
2006) erfassten 9399 Hooligans "Erkenntnisse aus dem rechten 
Phänomenbereich". Demnach sind etwa 1000 Hooligans mit rechtsextremen
Aktivitäten aufgefallen. Die Mehrheit der rechten Hooligans ist 
offenbar den Fans von Amateurklubs unterhalb der Regionalligen 
zuzurechnen. Über die Oberligen hinaus sind allerdings in der Antwort
der Bundesregierung keine Angaben zu Hooligans und Vorfällen in 
weiteren Amateurligen enthalten, obwohl die Fraktion der Linkspartei 
in ihre Fragen alle Spiele bis hin zur Kreisklasse einbezogen hatte.
Allein im zweiten Halbjahr 2006 sind bei Krawallen im Zusammenhang
mit Fußballspielen in den Bundes-, Regional- und Oberligen 461 
Personen verletzt worden, darunter 104 Polizisten. Betroffen waren 
auch 144 Unbeteiligte und 213 Hooligans selbst. Die Polizei zog von 
Juli bis Dezember 2006 bei Spielen der genannten Ligen 3604 Hooligans
aus dem Verkehr. Zwei Drittel wurden vorläufig festgenommen, den Rest
steckte die Polizei zur Gefahrenabwehr in Gewahrsam. Außerdem wurden 
1908 Strafverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Bundesregierung 
sind derzeit etwa 2950 Personen "von bundesweit wirksamen 
Stadionverboten betroffen".

Pressekontakt:

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Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
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