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Der Tagesspiegel: Air-Berlin-Chef Hunold sieht sich beim Börsengang auf Kurs

    Berlin (ots) - Die zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin sieht sich bei ihrem für diese Woche geplanten Börsengang auf Kurs. Vorstandschef Joachim Hunold sagte dem Tagesspiegel (Dienstagausgabe), der erste Zeichnungstag am vergangenen Freitag sei "sehr gut" verlaufen. Auch in den USA seien die Investoren "hoch interessiert".

    Hunold wies den Vorwurf zurück, dass die Altaktionäre Kassen machten und zu viel Geld an die Banken fließe. "Die Altaktionäre haben mir und dem Unternehmen  das Vertrauen geschenkt und werden jetzt dafür belohnt." Weil Air Berlin die britische Rechtsform einer PLC habe, entstünden zunächst höhere Gebühren, dafür umgehe man aber die deutsche Mitbestimmung.

    "Wir sind überzeugt, dass unsere Rechtsform in der Zukunft die größte Flexibilität und damit auch eine Kostenersparnis bringt", sagte Hunold. "Die Mitbestimmung, so wie wir sie heute in Deutschland haben, ist international nicht mehr wettbewerbsfähig." Das zeige das Beispiel von VW. Kompromisse seien nicht immer im Sinne der Aktionäre. "Aber wenn man ein Unternehmen gut führt, sind die Mitarbeiter auch gerne dabei."

    Nach Hunolds Angaben hat sich Air Berlin stärker als in der Vergangenheit gegen Ölpreisrisiken abgesichert: zu 80 Prozent für dieses Jahr, zu 50 Prozent im ersten Quartal 2007 beziehungsweise 35 Prozent im zweiten. "Wir liegen nun kostenmäßig unter unserem Businessplan, wir übertreffen derzeit unsere selbst gesteckten Ziele."

    Air Berlin wolle in Berlin bleiben, erwarte aber, dass der ausgebaute Flughafen Schönefeld bessere Bedingungen biete als der jetzige Standort Tegel. Sonst sei der Ausbau von Schönefeld in Frage zu stellen. Er selbst werde so lange bei Air Berlin bleiben, wie er dem Unternehmen eine strategische Ausrichtung geben könne.

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