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Der Tagesspiegel: Gasprom: Ukraine soll zusätzliches Gas bezahlen

    Berlin (ots) - Berlin - Der russische Gaskonzern Gasprom möchte sich die zusätzlichen Gasmengen, die er derzeit nach Westeuropa pumpt, von der Ukraine bezahlen lassen. "Den westeuropäischen Kunden werden wir das auf keinen Fall in Rechnung stellen", sagte der Deutschland-Sprecher von Gasprom, Andreas Böldt, dem "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe). Gasprom werde vielmehr versuchen, die Kosten auf die Ukraine abzuwälzen, die im Verdacht steht, die Gaspipeline von Russland nach Westeuropa anzuzapfen.

    Allerdings räumte Böldt ein, dass es schwierig werde, die Ukraine zum Bezahlen zu bewegen. "Wir haben keine Möglichkeit, Kiew irgendetwas nachzuweisen", sagte der Gasprom-Sprecher. "Was mit den Gasleitungen in der Ukraine passiert, können wir nicht kontrollieren."

    Auch für die Zukunft wollte Böldt ähnliche Schwierigkeiten wie derzeit nicht ausschließen. Zwar gebe es Verträge mit der Ukraine bis 2013. "Die Tarife werden aber jährlich neu ausgehandelt", sagte er. "Deswegen kann man immer nur für ein Jahr Sicherheit haben."

    Gasprom hatte rund 100 Millionen Kubikmeter zusätzliches Erdgas nach Westeuropa gepumpt. Dadurch sollen Lieferausfälle ausgeglichen werden, für die offenbar das Transitland Ukraine verantwortlich ist.

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