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Der Tagesspiegel: Volksbank will trotz Kritik für Berliner Bank bieten

    Berlin (ots) - Die Berliner Volksbank wehrt sich gegen Spekulationen, das Lager der Genossenschaftsbanken (BVR) könne einen Alleingang des Instituts beim Bieterverfahren um die Berliner Bank nicht unterstützen. Gegenüber dem "Tagesspiegel"  (Donnerstagausgabe) erklärte Karl Kauermann, der Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank: "Ich halte die aktuellen Spekulationen um die Bieter für wenig sinnvoll." Davon abgesehen sei die strategische Ausrichtung des Instituts "unverändert klar". Es gehe um die Erhöhung der Marktanteile und die Beherrschbarkeit des regionalen Wettbewerbs.

    Die Berliner Volksbank, die vor wenigen Jahren nur durch die Unterstützung des BVR aus einer schweren Schieflage gerettet wurde, hatte vor einer Woche beschlossen, dass das Institut am Bieterverfahren um die Berliner Bank teilnehmen wird. Die Bankgesellschaft Berlin muss sich auf Grund von EU-Auflagen von der Berliner Bank trennen. Das offizielle Bieterverfahren soll in diesen Wochen beginnen. Die Volksbank sieht für sich nun drei Varianten: einen Alleingang, ein Konsortium mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) oder eine Kooperation mit Finanzinvestoren. MBS-Vorstandschef Walter Schubert sagte jedoch jüngst in einem Zeitungsinterview, er sei gespannt, wie der Verband der Genossenschaftsbanken auf den möglichen Alleingang der Volksbank reagieren werde.

    Kauermann sagte dagegen dem "Tagesspiegel": "Unabhängig von der Federführung der Berliner Volksbank hat der BVR signalisiert, dass eine Prüfung unter Einbindung der Interessen und finanziellen Möglichkeiten der Verbundunternehmen vorgenommen werden könne." Mit anderen Worten: Der Volksbank wäre die Unterstützung des BVR sicher, sollte sich zeigen, dass ein Erwerb der Berliner Bank allen Beteiligten nutzen würde. Kauermann sagte, dadurch könnte sich "ein hochinteressantes Potenzial für den Vertrieb der Verbundprodukte bieten". Schon heute sei die Berliner Volksbank einer der stärksten Vertriebspartner der Verbundunternehmen. Zum BVR gehören auch die Versicherungsgesellschaft R+V, die Fondsgesellschaft Union Investment sowie die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Es sei daher strategisch, ökonomisch und unter Verbundgesichtspunkten sinnvoll, den Erwerb der Berliner Bank zu prüfen, sagte Kauermann.

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