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01.03.2004 – 17:51

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Spediteure verlangen vollen Kostenausgleich
Toll Collect soll bei Obu-Austausch für Werkstattkosten und Standzeiten zahlen
Konsortium verspricht "finanzielle Anreize"

Berlin (ots)

Das deutsche Lkw-Gewerbe fordert vom Mautkonsortium
Toll Collect deutliche finanzielle Zugeständnisse. Barbara Rauch,
Sprecherin des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV),
sagte dem "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe), der Austausch der 120000
bisher in die Lkw eingebauten On-Board-Units müsse für die
Unternehmen "kostenneutral" erfolgen. Toll Collect müsse deshalb
nicht nur für die Werkstattkosten gerade stehen, sondern auch für den
Geschäftsausfall, der durch die Standzeiten entstehe. Ein Toll-
Collect-Sprecher sagte dem Tagesspiegel, der Austausch werde
kostenfrei durchgeführt. "Wir suchen noch darüber hinaus nach einem
finanziellen Anreiz." DSLV-Sprecherin Rauch bezifferte die Kosten
durch die Standzeiten auf etwa 50 Euro pro Stunde. Der Einbau einer
Obu dauere wiederum mindestens vier Stunden - "oft aber länger",
sagte Rauch. Die Spediteure forderten neben der Kostenübernahme auch
eine bessere Überwachung von Toll Collect durch das
Verkehrsministerium. "Das Ministerium muss sein Controlling
verstärken", sagte Rauch. Außerdem sind die Unternehmen immer noch
skeptisch. Ein Start der Maut dürfe erst erfolgen, wenn das System
tatsächlich funktioniere. Deshalb fordert der DSLV einen
sechsmonatigen Probebetrieb unter Alltagsbedingungen. Ein
Toll-Collect-Sprecher sagte, vorgesehen sei ein solcher Testbetrieb
bisher nur für acht Wochen. Zurzeit laufen nach Konsortiumsangaben
Tests mit 1200 Lkws, bei denen bereits die Software für die erste
Mautphase zum Einsatz kommt. Das komplette System inklusive
Abrechnung wird voraussichtlich im Frühsommer getestet, sagte der
Konsortiumssprecher.
ots-Originaltext: Der Tagesspiegel

Rückfragen bitte an:

Der Tagesspiegel
Thomas Wurster
Chef vom Dienst
Telefon: 030-260 09-419
Fax: 030-260 09-622
Email: thomas.wurster@tagesspiegel.de

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