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11.09.2003 – 17:47

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Ökonomen fordern Abbau der Subventionen für Ökolandbau

Berlin (ots)

Handelsexperten haben Verbraucherministerin Renate
Künast (Grüne) kritisiert, da sie einerseits fordert,
Entwicklungsländern einen besseren Marktzugang zu gewähren und
gleichzeitig unterstützt, dass in Deutschland immer höhere
Subventionen für den Biolandbau gezahlt werden. "Das ist ökonomischer
Schwachsinn und nur politisch zu erklären", sagte Tilman Brück,
Welthandelsexperte am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in
Berlin. Jörg-Volker Schrader, Agrarexperte beim Kieler Institut für
Wirtschaftsforschung, sagte, mit der staatlichen Unterstützung für
den Ökolandbau werde "ein neues Feld für Subventionen eröffnet". Das
sei "volkswirtschaftlicher Unsinn".
Künast hatte vor der Eröffnung der Welthandelskonferenz in Cancún
gefordert, die Markt- und Entwicklungschancen der ärmsten Ländern
müssten verbessert werden. Andererseits pumpte die Bundesregierung im
vergangenen Jahr 5,2 Milliarden Euro in die Landwirtschaft, davon
rund 80 Millionen Euro für den Ökolandbau. Die Zuschüsse für
Biolandwirte sollen in den kommenden Jahren noch steigen. Der Ehr-
geiz der Verbraucherministerin, Subventionen abzubauen, halte sich in
Grenzen, kritisierte Agrarexperte Schrader.
Auch Georg Koopmann, Handelsexperte beim Hamburgischen
Weltwirtschafts-Archiv, sagte: "Wenn wir den Marktzugang für die
armen Länder entscheidend verbessern wollen, müssen die nationalen
Subventionen deutlich gekürzt werden. Das ist aber nicht der Fall,
wenn der grüne Landbau subventioniert wird."
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Der Tagesspiegel, Ressort Wirtschaft, Telefon 030/26009-260
ots-Originaltext: Der Tagesspiegel

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