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Der Tagesspiegel: Inlandspresse/ Der Tagesspiegel über die heutige Rolle von Eltern:

Berlin (ots) - Weil angesichts der hochgeschraubten Erwartungen der Störfall zum Normalfall wird, wappnet und wehrt man sich allerorten. Lehrer schicken Eltern zum Kinderpsychiater, um sich von Erziehungsfragen zu entlasten, Eltern rufen nach dem Rechtsanwalt, weil ihnen die Bildungswege ihrer Kinder nicht nach Plan geebnet werden; Schulhofschweinereien heißen Cybermobbing und werden von Staatsanwälten untersucht. Eine Dynamik, die immer mehr Ebenen beschäftigt, die aber die eigentlichen Konflikte, Fragen und Nöte auslagert und zu Therapie- und Rechtsproblemen umformt. Antworten gibt es dann meist nicht, nur ein gutes Gewissen für die Beteiligten. Was lernt man von schlechten Eltern? Gelassenheit muss nicht Gleichgültigkeit sein. Man kann Kinder auch lieben, indem man für sie da ist, ohne sich um sie zu kümmern. Und wenn das Kind nicht, wie man's gern hätte, spricht, springt, spielt, singt, flötet, liest und betet - es könnte daran liegen, dass es ein Kind ist.

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