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Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Auch die Union will Schockfotos auf Zigarettenpackungen

Berlin (ots)

Die Union hat die Forderung der Drogenbeauftragten
Sabine Bätzing begrüßt, auf Zigarettenpackungen mit so genannten 
Schockfotos vor den Folgen des Rauchens zu warnen. "Jede Maßnahme, 
die hilft, die Menschen vor den Gefahren des Rauchens abzuhalten, 
muss genutzt werden", sagte die Drogenbeauftragte der Unionsfraktion,
Maria Eichhorn (CSU),  dem Berliner "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe).
Es sei erwiesen, dass Bilder eher "emotionale Spuren" hinterließen 
als Texthinweise und dass insbesondere Jugendliche stärker darauf 
reagierten.
Schockfotos weckten Emotionen und erreichten auch 
"aufklärungsresistente" Bevölkerungsgruppen, sagte die Leiterin der 
Krebsprävention beim Deutschen Krebsforschungszentrum, Martina 
Pötschke-Langer. Und sie seien sie die preiswerteste Gegenwerbung 
überhaupt. "Wer 20 Zigaretten am Tag raucht, sieht die Folgen 7000 
Mal im Jahr." Bei jährlich mehr als 6,5 Milliarden verkauften 
Packungen ergäben sich mehr als 100 Milliarden "Kontakte". Umfragen 
in  Kanada und Australien hätten  ergeben, dass die dort 
praktizierten Warnungen in Text und Bild hochwirksam seien.
Der Europaabgeordnete  und Gesundheitsexperte Karl-Heinz Florenz 
(CDU) hingegen wandte sich gegen Schockfotos. Abschreckung sei nicht 
beliebig steigerbar, sagte er dem "Tagesspiegel", stattdessen sei 
noch mehr Aufklärung nötig. Vor allem aber müssten die Hersteller 
Produktverantwortung übernehmen und künftig für die unbestrittenen 
Folgeschäden des Rauchens  geradestehen. Es sei "nicht einsehbar, 
dass die Allgemeinheit dafür bezahlen muss".

Pressekontakt:

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de


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