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Der Tagesspiegel: Bahn und Lokführer verhandeln bereits ab Montag - Gewerkschaft dämpft Erwartungen

Berlin (ots)

Berlin - Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft der
Lokführer (GDL) wollen ab Montag wieder verhandeln. Das berichtet der
Tagesspiegel (Montagausgabe) unter Berufung auf Verhandlungskreise. 
Bis zum 15. Dezember wollen die Tarifparteien die Frage klären, 
welche Punkte Bestandteile des eigenständigen Lokführer-Tarifvertrags
sein sollen. Lohnsteigerungen und Arbeitszeit sollen dann bis Ende 
Januar geklärt werden.
Bei der GDL ist die Erwartung trotz der grundsätzlichen Einigung 
zwischen Gewerkschaftschef Manfred Schell und Bahn-Chef Hartmut 
Mehdorn gedämpft. "Da ist noch genügend Zündstoff drin", sagte ein 
Bezirksvorsitzender dem Tagesspiegel. Der Hauptvorstand hat Ende der 
Woche seine Marschrichtung für die Verhandlungen festgezurrt. Wichtig
ist für die GDL offenbar, die neuen Regeln für möglichst viele 
Berufsgruppen durchzusetzen, um ihre Mitgliederbasis zu erweitern. 
"Wir wollen, dass Arbeitszeit und Lohnsteigerung der Lokführer auf 
das übrige Zugbegleitpersonal rübergeklappt wird", hieß es. Hier sei 
eine Gleichbehandlung gefragt. Auch sollen die Regeln nicht nur für 
die Lokführer im engeren Sinn gelten, sondern "für alle, die eine 
Berechtigung zum Führen einer Lok besitzen". Also auch für das 
Personal, das vorwiegend im Bereich der Bahnhöfe arbeitet - 
Rangierlokführer oder  Zugbereitsteller etwa.
Auch offiziell lässt die GDL keine großen Erwartungen aufkommen. "Wir
wollen zwar nicht sofort wieder streiken", sagte 
Gewerkschaftssprecherin Gerda Seibert. "Wenn wir aber bis Ende Januar
nicht zu Potte kommen, können wir durchaus wieder zum Mittel des 
Arbeitskampfes greifen." Die Bahn wollte sich zu den Verhandlungen 
nicht äußern.
Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:
Der Tagesspiegel, Ressort Wirtschaft, Telefon 030/26009-260

Pressekontakt:

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
cvd@tagesspiegel.de


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