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Mehr Frauen am Bau – BAUINDUSTRIE legt neue Zahlen vor

Der Bauingenieurberuf erfreut sich großer Beliebtheit – 30 Prozent der Studierenden sind Frauen. Aber auch das Interesse von Frauen an gewerblichen Berufen hat deutlich zugenommen.

„Wir freuen uns, dass sich so viele Frauen für den abwechslungsreichen und spannenden Beruf des Bauingenieurs interessieren. Immerhin sind von den derzeit 60.150 Studierenden des Fachs Bauingenieurwesen 18.200 weiblich (30 Prozent), vor 25 Jahren lag der Anteil nur bei 20 Prozent. Damit liegt der Bau sogar vor anderen Bereichen der deutschen Wirtschaft, worauf wir stolz sein können.“ Mit diesen Worten kommentiert BAUINDUSTRIE-Vize-Präsidentin Jutta Beeke (Geschäftsführerin ECHTERHOFF) die Veröffentlichung der verbandseigenen Publikation „Frauen am Bau“.

Mit Sorge blickt die Branche allerdings auf den seit zehn Jahren andauernden Rückgang bei den Studienanfängern und damit auch auf die Zahl der weiblichen Studienanfänger. So haben sich im Wintersemester WS 2024/25 nur noch 2.720 Frauen (von 9.000) für ein Bauingenieurstudium eingeschrieben. Das sind zwar fast doppelt so viele wie noch vor zwei Jahrzehnten, aber 13 Prozent weniger als zum Höchststand vor elf Jahren. „Grund dafür sind vor allem die demografische Entwicklung, was die Branche aber nicht davon abhalten darf, auf die vielen Möglichkeiten hinzuweisen, einen spannenden Beruf mit viel Entwicklungspotenzial in einer zukunftsweisenden, innovativen und gesellschaftsrelevanten Branche auszuüben“, so Beeke.

Gleichzeitig hat das Interesse von Frauen an gewerblichen Berufen zugenommen, wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Beeke: „Aufgaben und Prozesse haben sich durch innovative und technische Entwicklungen verändert. Wir sehen vermehrt Frauen in der Zimmerei oder als Baugeräteführerinnen. Der noch geringe Frauenanteil im gesamten Bauhauptgewerbe liegt am hohen Anteil gewerblicher Beschäftigter (70 Prozent) an den gesamten Beschäftigten.“

  • Bauhauptgewerbliche Berufe: 2,3 Prozent (2013: 1,3 Prozent)
  • Bauhauptgewerbliche Ausbildungsberufe: 4,8 Prozent (2018: 1,8 Prozent)
  • Im gesamten Bauhauptgewerbe: 11 Prozent (2001: 9 Prozent)

Allerdings müsse man dafür sorgen, so Beeke, dass die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern geschlossen werde. Grund: Der Bruttoverdienst von Expertinnen im Baugewerbe liegt im Schnitt um 22 Prozent unter dem der männlichen Kollegen.

„Unsere Unternehmen zahlen nach Tarif, und dieser unterscheidet nicht zwischen Mann und Frau.“ Die Unterschiede kämen eher durch Arbeitszeitmodelle oder dem Vergleich zwischen langjährigen männlichen Mitarbeitern mit relativ neu hinzugekommenen weiblichen. „Trotzdem ist es unser Anspruch, dies zu ändern.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes, der Bundesagentur für Arbeit und der Soka-Bau.

Alle Infos zum FrauenNetzwerk-Bau der BAUINDUSTRIE unter https://www.bauindustrie.de/verband/netzwerk-bau/frauennetzwerk-bau

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Britta Frischemeyer
Leitung Presse & Kommunikation
Kurfürstenstraße 129, 10785 Berlin
Telefon 030 21286-229,  britta.frischemeyer@bauindustrie.de, www.bauindustrie.de
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