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Deutsche Umwelthilfe e.V.

Bundestagsabgeordnete sammeln "Handys für die Umwelt": Deutsche Umwelthilfe ruft Bürgerinnen und Bürger auf, alte Smartphones in Wahlkreisbüros abzugeben

Berlin (ots)

  • Bis zum 23. Dezember beteiligen sich Bundestagsabgeordnete der Fraktionen CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke an DUH-Sammelaktion für ausgediente Handys
  • Zeichen für Umwelt- und Ressourcenschutz: Deutschlandweit schlummern 167 Millionen Althandys ungenutzt in Haushalten
  • Verbraucherinnen und Verbraucher können alte Handys in mehr als 10 Regional- und Wahlkreisbüros abgeben und damit Umweltschutzprojekte unterstützen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) startet gemeinsam mit Abgeordneten der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken eine Sammelaktion für alte Handys. Damit machen sie darauf aufmerksam, dass Handys, Smartphones und Tablets möglichst lange genutzt, wiederverwendet oder umweltfreundlich recycelt werden sollten. Denn allein in Deutschland liegen 167 Millionen Althandys ungenutzt in Schubladen, die zusammen rund 3700 Tonnen Aluminium, 765 Tonnen Kupfer, 21 Tonnen Silber und mehr als eine Tonne Gold enthalten. Jedes gesammelte Gerät wird geprüft und wenn möglich zur Wiederverwendung aufbereitet. Sind die Geräte dafür nicht geeignet, werden enthaltene Rohstoffe durch einen zertifizierten Recycler zurückgewonnen und Schadstoffe umweltgerecht behandelt.

Gesammelt wird nicht nur in den Bundestagsbüros, sondern auch in den Wahlkreisbüros der teilnehmenden Abgeordneten. Letzteres bietet eine niedrigschwellige Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, mitzumachen. Mit einem Teil der Erlöse aus der Handysammlung werden DUH-Umweltschutzprojekte in Deutschland unterstützt.

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: "Unsere Schubladen sind voll mit wertvollen Rohstoffen - verbaut in alten Handys, die niemand mehr nutzt. Statt dort zu verstauben, müssen sie zurück in den Kreislauf. Jedes Jahr wandern etwa 20 Millionen neue Geräte über die Ladentheke. Meist werden die Handys nur zwei bis drei Jahre genutzt. Dabei gehen mit deren Herstellung ein enormer Ressourcenverbrauch und hohe CO2-Emissionen einher. Umso wichtiger ist es, dass Handys möglichst lange verwendet werden. Wir freuen uns, dass sich viele Bundestagsabgeordnete an der Sammelaktion beteiligen und damit ein Zeichen für den Umwelt- und Ressourcenschutz setzen. Bereits ein Smartphone, das aus der Schublade geholt und erneut verwendet wird, spart 14 Kilogramm Ressourcen und 58 Kilogramm Treibhausgasemissionen ein. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihr altes Handy, wenn möglich in beteiligten Wahlkreisbüros vor Ort, abzugeben."

Florian Bilic, Bundestagsfraktion CDU/CSU: "Wir müssen die wertvollen Rohstoffe, die in unseren alten Handys oder anderen ausgedienten Elektrogeräten schlummern, unbedingt nutzen. Je mehr wir recyceln oder sogar wiederverwenden, desto unabhängiger sind wir von Importen aus anderen Staaten. Das ist außenpolitisch genauso relevant wie für die Umwelt und die Wirtschaft. Die Handysammelaktion ist ein greifbares Beispiel, das darauf aufmerksam macht."

Michael Thews, Bundestagsfraktion SPD: "In Deutschlands Schubladen liegen Millionen ausgediente Handys voller wertvoller Rohstoffe. Wenn wir sie zurück in den Kreislauf bringen, schützen wir Ressourcen und Klima, stärken Recycling- und Reparaturbetriebe sowie deren Beschäftigte. Wie wichtig diese Branche ist, zeigt sich auch bei vielen Unternehmen in meinem Wahlkreis."

Dr. Jan-Niclas Gesenhues, Bundestagsfraktion der Grünen: "Wir erleben gerade schmerzhaft, wie teuer und riskant unsere Abhängigkeit von Rohstoffimporten ist. Genau darin liegt die große Chance der Kreislaufwirtschaft. Wenn wir Produkte wiederverwenden, Rohstoffe recyceln und unseren Verbrauch reduzieren, machen wir uns unabhängiger - und wirtschaften gleichzeitig nachhaltiger. Die Handysammlung zeigt das wunderbar in der Praxis: Wer sein Smartphone länger nutzt und wertvolle Ressourcen im Kreislauf hält, schützt damit ganz konkret Umwelt und Klima."

Lorenz Gösta Beutin, Bundestagsfraktion der Linken: "Millionen alte Handys in unseren Schubladen zeigen den Irrsinn eines Wirtschaftssystems, das auf Ausbeutung von Natur und Arbeitern im globalen Süden baut. Wenn Konzerne Gewinne maximieren und Rohstoffe vernichten, braucht es konsequente Wiederverwendung und ein Recycling. Kreislaufwirtschaft ist kein Statussymbol, sondern gelebte globale Gerechtigkeit und Pflicht zum Schutz unseres Planeten."

Hintergrund:

Die Aktion läuft bis zum 23. Dezember 2026. Die Sammlung ausgedienter Handys startet zunächst in den Wahlkreis- und Regionalbüros folgender Mitglieder des Bundestages und wird sukzessive durch weitere Teilnehmende ergänzt:

  • Florian Bilic - CDU/CSU - Pirmasens
  • Dr. Jan-Niclas Gesenhues - Bündnis 90/Die Grünen - Steinfurt
  • Michael Thews - SPD - Hamm-Unna
  • Lorenz Gösta Beutin - Die Linke - Flensburg
  • Dr. Konstantin von Notz - Bündnis 90/Die Grünen - Lauenburg
  • Tina Winklmann - Bündnis 90/Die Grünen - Schwandorf
  • Dr. Lena Gumnior - Bündnis 90/Die Grünen - Osterholz-Verden
  • Swantje Michaelsen - Bündnis 90/Die Grünen - Hannover
  • Filiz Polat - Bündnis 90/Die Grünen - Osnabrück-Land
  • Max Lucks - Bündnis 90/Die Grünen - Bochum
  • Sandra Stein - Bündnis 90/Die Grünen - Hochsauerlandkreis
  • Harald Ebner - Bündnis 90/Die Grünen - Schwäbisch Hall

Für die Prüfung, Wiederverwendung, eine zertifizierte Datenlöschung und das Recycling gesammelter Geräte arbeitet die DUH mit dem Entsorgungsfachbetrieb Jurec-IT zusammen.

Links:

Pressekontakt:

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de

DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de

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