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23.04.2007 – 11:30

Plan International Deutschland e.V.

Versprochen ist versprochen - und wird dann doch gebrochen? Die Globale Bildungskampagne ruft zu Aktionswochen für Bildung auf

    Hamburg (ots)

Unter dem Motto "Hand in Hand für Bildung - Menschenrechte jetzt anpacken!" startet die Globale Bildungskampagne heute ihre weltweiten Aktionswochen. Bis Ende Mai schließen sich in Deutschland wie auch in 120 anderen Ländern Millionen Menschen Hand in Hand zusammen, um auf das Recht auf Bildung aufmerksam zu machen. Politische Entscheidungsträger sollen so an ihr Versprechen aus dem Jahr 2000 erinnert werden, allen Mädchen und Jungen weltweit eine kostenlose und gute Grundbildung bis zum Jahr 2015 zu ermöglichen.

    Rund um den Globus werden Unterstützer der Kampagne, darunter viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, Figurenketten basteln oder Menschenketten vor symbolträchtigen Orten formen. Dadurch sollen die fast 80 Millionen Kinder weltweit dargestellt werden, die noch immer keine Chance auf eine Schulbildung haben. Im Internet ruft die Bildungskampagne zur Teilnahme an der weltweit längsten virtuellen Kette für Bildung auf. Schon jetzt haben sich über 40.000 Menschen angeschlossen! ( www.bildungskampagne.org )

    Die Schirmherrin der Globale Bildungskampagne in Deutschland, Prof. Dr. Gesine Schwan, ruft zur Unterstützung der Aktion auf und betont: "Nur gemeinsam können wir das große Ziel 'Bildung für Alle' erreichen." Für Schulen stellt die Globale Bildungskampagne Unterrichtsmaterial bereit. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler erarbeiten Vorschläge und Forderungen an die Bundesregierung, die gesammelt an Bundeskanzlerin Merkel übermittelt werden. Deutschland hat in diesem Jahr mit der EU-Ratspräsidentschaft und dem Vorsitz des im Juni stattfindenden G8-Gipfels eine wichtige Rolle, um das Ziel der "Bildung für alle" einen wesentlichen Schritt voranzubringen.

    Dass etwas erreicht werden kann, zeigen die Zahlen aktueller Studien ganz deutlich: Seit dem Jahr 2000 ist die Anzahl der Kinder, die keine Schulbildung erhalten haben, von mehr als 100 Millionen auf unter 80 Millionen gesunken. Immer mehr Mädchen besuchen die Schule und die Ausgaben für Bildung in den Entwicklungsländern sind gestiegen. Aber es muss viel mehr getan werden, um das Millennium-Entwicklungsziel zur Bildung bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Die globale Bildungskampagne schätzt, dass dafür jährlich mindestens 15 Milliarden Euro zusätzlich erforderlich sind.

    Die Globale Bildungskampagne fordert die Bundesregierung dazu auf, sich aktiv für Grundbildung in Ländern des Südens einzusetzen und auf der am 2. Mai in Brüssel stattfindenden EU-Konferenz zu Bildung bekannt zu geben, dass sie ihre Finanzmittel entsprechend erhöht. Denn obwohl die Bundesregierung 2002 ankündigte, ihre Mittel im Bereich der Grundbildung bis 2007 auf 120 Millionen Euro jährlich anzuheben, stagnieren die Ausgaben bei circa 70 Millionen Euro.

    Globale Bildungskampagne (Global Campaign for Education): Dem Bündnis gehören Hilfsorganisationen, Lehrervereinigungen, Bildungsgewerkschaften und zivilgesellschaftliche Netzwerke in über 150 Ländern an. Eines ihrer Ziele ist es, eine kostenlose und gute Grundbildung für alle Kinder zu erreichen. In Deutschland engagieren sich Aktion Weißes Friedensband, CARE, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kindernothilfe, Oxfam, Plan, World Vision und World University Service gemeinsam in der Kampagne.

Pressekontakt:
Fiona Uellendahl, Oxfam Deutschland, Tel. 030 / 42850621,
fuellendahl@oxfam.de
Jens Raygrotzki, Plan Deutschland, Tel. 040 / 611 40 - 206,
schule@plan-international.org
Weitere Informationen: www.bildungskampagne.org

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