Deutschland prägt das Konferenzprogramm der GITEX AI EUROPE 2026
Berlin (ots)
Dr. Karsten Wildberger, Führungskräfte von DeepL und OpenAI sowie deutsche Quantencomputing-Pioniere bilden den Kern des internationalen Redner-Lineups auf der Messe in Berlin
Deutschland stellt die größte nationale Delegation im Speaker-Programm der GITEX AI EUROPE 2026: Regierungsvertreter:innen, Spitzenkräfte großer Technologiekonzerne und Scale-ups, Quantencomputing-Pioniere und Investor:innen stehen im Zentrum, wenn die Messe Berlin nächste Woche ihre Pforten öffnet.
Deutsche Sprecher:innen stellen 60 Prozent der mehr als 150 Expert:innen, die aus 33 Ländern Europas, Nordamerikas, Asiens und Afrikas anreisen. Hinzu kommt eine umfassende Ausstellung mit mehr als 950 Unternehmen und Start-ups sowie über 600 Investor:innen aus mehr als 80 Nationen. Sie sollen Investitionen im europäischen Technologiemarkt vorantreiben, der laut Forrester 2026 erstmals die Marke von 1,5 Billionen Euro überschreiten wird.
Die GITEX AI EUROPE findet vom 30. Juni bis 1. Juli 2026 statt. Das Konferenzprogramm gliedert sich in fünf Themenfelder: "DeepTech & Critical Supply Chains" zur Absicherung der europäischen Industriebasis, "Compute & AI Stack" zum Weg von Foundation Models zur Unternehmensanwendung, "Secure Infra & Cyber Power" zu Verteidigung im KI-Zeitalter und Quantenresilienz, "Capital & Scale-Up Engine" zu Europas neuem Finanzierungsmodell sowie "Policy to Production" zur Überführung der EU-KI-Verordnung in einen Wettbewerbsvorteil.
Dreizehn deutsche Sprecher:innen übernehmen die zentralen Sessions der Themenfelder, die von den regulatorischen und infrastrukturellen Grundlagen europäischer KI über die Unternehmensanwendung bis hin zum Kapital, das über künftige Investitionen entscheidet, reichen.
DeepTech, kritische Lieferketten, von der Regulierung zur Anwendung: "DeepTech & Critical Supply Chains" und "Policy to Production"
Am 30. Juni eröffnet Bundesminister für Digitales und staatliche Modernisierung Dr. Karsten Wildberger das Programm mit einem Fireside-Gespräch auf der Main Stage. Sein Thema: "The Gigawatt Guarantee: Engineering Europe's Industrial AI Supremacy", von 11.00 bis 11.30 Uhr. Im Zentrum steht die Frage der industriellen Kapazität, die das Themenfeld "DeepTech & Critical Supply Chains" prägt.
"Who Controls Computing When AI Outgrows Europe's Grids and Networks?" Dieser Frage widmet sich Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur und maßgeblich verantwortlich für die deutsche Umsetzung der EU-KI-Verordnung, am 1. Juli von 10.00 bis 10.30 Uhr auf einem Panel auf der Intelligence Stage - mit direktem Bezug zum Schwerpunkt "Policy to Production".
Unternehmen und KI-Praxis: "Compute & AI Stack"
Prof. Dr. Robert Mayr, CEO und Vorstandsvorsitzender der DATEV eG, spricht am 30. Juni von 12.30 bis 12.50 Uhr auf der Main Stage zum Thema "Transformation in Practice: How Technology Creates Real Value Through Application". Mayr argumentiert, KI könne Effizienz und Entscheidungsfindung für mittelständische Unternehmen unter Kosten- und Strukturdruck schärfen - vorausgesetzt, Regulierung bremse Innovation nicht aus. "Mit hochqualifizierten Fachkräften und einem großen gemeinsamen Wirtschaftsraum hat Europa ausgezeichnete Voraussetzungen", sagt Mayr. "Entscheidend ist, dass wir Innovation in Europa nicht durch Überregulierung abwürgen."
Dr. Jarek Kutylowski, CEO von DeepL - genutzt von mehr als 200.000 Kunden und eines der bedeutendsten europäischen KI-Unicorns - folgt mit einem Main-Stage-Fireside-Gespräch: "Europe's AI Advantage: Building Intelligence Infrastructure That Competes Globally", am 30. Juni von 13.10 bis 13.30 Uhr.
Niklas Harzheim, GTM Lead für OpenAI in der DACH-Region, Tomás Vocetka, CTO der Reiseplattform Omio, und Daniel Khachab, Mitgründer und CEO von Choco, nehmen am selben Tag von 15.20 bis 16.00 Uhr an dem Panel "Language Models as Europe's New Economic Infrastructure" teil. Sie diskutieren die zentrale Frage des Themenfeldes "Compute & AI Stack", wie Foundation Models vom Pilotprojekt zur unternehmensweiten Anwendung gelangen.
"In der Zusammenarbeit mit digital-nativen Unternehmen in Deutschland und ganz Europa erlebe ich, wie KI von der Experimentierphase in den Kern dessen vorrückt, wie Unternehmen Produkte entwickeln, Kunden bedienen und arbeiten", sagt Harzheim. "Die Chance liegt jetzt darin, diese Stärken in Anwendung im großen Maßstab zu überführen - und aus Pilotprojekten echten geschäftlichen Mehrwert zu machen."
Vocetka geht auf Europas regulatorische und operative Fragmentierung ein: "Europa hat eine lange Tradition darin, Unternehmen in komplexen Umgebungen aufzubauen. KI passt gut in solche Umgebungen. Auf ihre eigene Art wird Europas Fragmentierung im KI-Zeitalter nun zum Wettbewerbsvorteil."
Rickard Damm, SVP Consumer AI - Product Marketing bei der Deutschen Telekom, nimmt am 30. Juni von 14.30 bis 15.00 Uhr an einem Main-Stage-Panel teil: "AI at the Network Layer". Thema ist, wie Europas führende Netzbetreiber KI in die Infrastrukturebene integrieren.
Quantencomputing und Cybersicherheit: "Secure Infra & Cyber Power"
Drei führende deutsche Quantencomputing-Expert:innen widmen sich der souveränen Infrastruktur, dem Leitthema von "Secure Infra & Cyber Power".
Dr. Markus Pflitsch ist ehemaliger CERN-Physiker und CEO von Terra Quantum, einem mit 3,25 Milliarden US-Dollar bewerteten Unternehmen vor Nasdaq-Börsengang. Er macht am zweiten Messetag, dem 1. Juli, von 10.20 bis 10.40 Uhr den Auftakt mit einem Fireside-Gespräch: "Which Quantum Infrastructure Should Europe Truly Own."
Dr. Katrin Kobe ist CEO von Bosch Quantum Sensing, deren diamantbasierte Quantensensor-Plattform als europäisches Vorzeigeprojekt gilt. Dr. Alexander Glätzle ist CEO von planqc, einem Spin-off des Max-Planck-Instituts, das Deutschlands erste kommerzielle Neutralatom-Quantencomputer entwickelt. Beide folgen am 1. Juli von 14.25 bis 15.05 Uhr mit einem Panel: "Quantum Is the Bet European Leaders Should Not Delay." Ihr Argument: Quantenresiliente Infrastruktur könne nicht auf die technologische Reife der Quantencomputer warten.
Kapital: "Capital & Scale-Up Engine"
Stefan B. Wintels ist CEO der KfW Bankengruppe, Deutschlands größter Förderbank, die einen Wachstumsfonds von 1 Milliarde Euro verwaltet. Er eröffnet dieses Themenfeld am 1. Juli von 11.20 bis 11.40 Uhr mit einem Fireside-Gespräch: "Germany's Capital Engine as a World Example" und positioniert die staatlich gestützte deutsche Finanzierungspraxis als Vorbild für den Kontinent.
Ihm folgt Florian Heinemann, Gründungspartner von Project A, Europas größtem operativen VC mit 1,2 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen und mehr als 130 Portfoliounternehmen. Von 15.35 bis 16.10 Uhr diskutiert er auf dem Panel "Can Europe Lead in Deeptech Research and Still Win at Series B?". Im Mittelpunkt steht die Lücke in der Wachstumsfinanzierung.
Weitere Informationen: www.gitexeurope.com
Pressekontakt:
Gareth Wright, AVP PR and Communications, inD | gareth.wright@dwtc.com
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