Verband der Chemischen Industrie e.V. Baden-Württemberg
Chemie studieren mit KI, Big Data und Mixed Reality - der Chemie-Fonds gibt der Universität Konstanz 89.525 Euro
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) unterstützt die Universität Konstanz mit 89.525 Euro Euro. Anlässlich seines 75-jährigen Bestehens fördert der Fonds der Chemischen Industrie innovative Lehrprojekte zu Data Science in der Chemie an sechs Universitäten im Ländle. Frank Zägel, Geschäftsführer der BIPSO GmbH in Singen, einem Mitgliedsunternehmen im Verband der Chemischen Industrie Baden-Württemberg (VCI BW), übergab symbolisch den "Chemie-Förderkolben" an den Antragsteller Prof. Alexander Wittemann, Kolloidchemiker an der Universität Konstanz.
Mit freundlichen Grüßen
Heike Marburger
Referentin Kommunikation, VCI Baden-Württemberg
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Chemie-Fonds fördert Lehrprojekt an der Universität Konstanz mit 89.525 Euro:
Chemie studieren mit KI, Big Data und Mixed Reality
Konstanz, 7. Juli 2026 – Die Fakultät für Chemie an der Universität Konstanz erhält vom Fonds der Chemischen Industrie (FCI) eine Förderung in Höhe von 89.525 Euro. Mit den Mitteln wird das Lehrprojekt „KI-BMX – Künstliche Intelligenz, Big Data und Mixed Reality: Erleben – Erkennen – Entwickeln“ unterstützt. Die Fördersumme überreichte Frank Zägel, Geschäftsführer der BIPSO GmbH in Singen, einem Mitgliedsunternehmen im Verband der Chemischen Industrie Baden-Württemberg (VCI BW), symbolisch im "Chemie-Förderkolben" an den Antragsteller Prof. Alexander Wittemann, Kolloidchemiker an der Universität Konstanz.
„Die Digitalisierung verändert die Chemie grundlegend. Künstliche Intelligenz, datengetriebene Forschung und digitale Werkzeuge werden künftig in nahezu allen Bereichen der chemischen Industrie eine wichtige Rolle spielen“, sagte Frank Zägel bei der Übergabe. „Deshalb ist es entscheidend, Studierenden bereits während ihres Studiums die Möglichkeit zu geben, diese Technologien kennenzulernen und praktisch anzuwenden. Das Projekt KI-BMX verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit einer zukunftsorientierten Ausbildung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.“ Zägel betonte die Bedeutung der Förderung für den Innovationsstandort Baden-Württemberg, um diesen erfolgreich zu gestalten, braucht die Branche hervorragend ausgebildete Nachwuchskräfte, die Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien mitbringen.
Mit dem neuen Lehrmodul werden Studierende der Chemie und benachbarter naturwissenschaftlicher Studiengänge an moderne datengetriebene Methoden herangeführt. Im Fokus stehen Anwendungen der Künstlichen Intelligenz, die Analyse großer chemischer Datensätze sowie Mixed-Reality-Technologien. Anhand aktueller Forschungsbeispiele lernen die Studierenden, digitale Werkzeuge praktisch einzusetzen.
Das Projekt verbindet verschiedene Forschungsbereiche der Universität Konstanz. Die Studierenden arbeiten unter anderem mit bioinformatischen Methoden, KI-gestützten Strukturvorhersagen und digitalen Visualisierungen molekularer Prozesse. Das Modul richtet sich zunächst an Studierende der Studiengänge Chemie, Lehramt Chemie, Life Science und Nanoscience im Bachelorstudium. Entworfen haben es die Projektverantwortlichen Prof. Lena Barra, Prof. Johannes Huwer mit Prof. Alexander Wittemann gemeinsam.
Baden-Württemberg profitiert besonders stark von der Jubiläumsförderung des FCI
Anlässlich seines 75-jährigen Bestehens hat der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) eine bundesweite Sonderförderung zur Stärkung von Datenwissenschaften in der Chemieausbildung aufgelegt. Dafür stellt das Förderwerk des Verbands der Chemischen Industrie knapp 1,6 Millionen Euro für innovative Lehrkonzepte an Hochschulen und Universitäten bereit.
Von dieser Förderung profitiert Baden-Württemberg in besonderem Maße: Mit den Universitäten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz und Ulm sowie der Hochschule Mannheim erhalten gleich sechs Einrichtungen im Land Fördermittel. Damit fließt ein überdurchschnittlich großer Anteil der bundesweiten Mittel in den Südwesten. Ziel der Förderung ist es, Studierende auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Chemie- und Pharmaindustrie vorzubereiten und Themen wie Datenmanagement, digitale Laborarbeit und moderne Datenanalyse stärker in der Lehre zu verankern.
Der Fonds der Chemischen Industrie unterstützt seit 1950 Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Forschung und Lehre. Darüber hinaus fördert er wissenschaftliche Tagungen sowie Kooperationsprojekte zwischen Hochschulen und Schulen, beispielsweise in der Chemiedidaktik und im Mentoring.
Zur Chemie- und Pharmaindustrie in Baden-Württemberg
In den Verbänden ChemieBW - dem VCI Baden-Württemberg mit seinen Pharma- und Lackfachverbänden und dem Arbeitgeberverband Chemie - sind Stand Ende 2025 473 Unternehmen organisiert. Sie haben etwa 107.700 Beschäftigte und im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 44,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Exportquote der Unternehmen liegt bei 60,7 Prozent. In den Unternehmen werden derzeit mehr als dreitausend junge Menschen in fast dreißig unterschiedlichen Berufen ausgebildet oder absolvieren ein Studium in Unternehmen und an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW).
Heike Marburger
Referentin Kommunikation Verband der Chemischen Industrie e. V. Baden-Württemberg
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