FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht gemeinnützige GmbH
Pressemitteilung: Wichtiger Meilenstein für AIS: Proof-of-Concept liegt vor
Pressemitteilung
Wichtiger Meilenstein für AIS: Proof- of-Concept liegt vor
Positives Ergebnis der nutzendenzentrierten Entwicklungsphase
München, 28.05.2026. Das länderübergreifende Vorhaben Adaptives Intelligentes System (AIS) hat mit dem Proof-of-Concept einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dieser belegt, wie verschiedene Ebenen der Adaptivität im AIS zusammenwirken und veranschaulicht, wie Lehrkräfte künftig durch lernstandsbezogene Informationen im Unterricht unterstützt werden können. Im Rahmen der Produktentwicklung testet eine pädagogische Fachgruppe, die sich aus Lehrkräften verschiedener Bundesländer und Schulformen zusammensetzt, AIS aus pädagogischer Perspektive.
„Ich freue mich, dass wir mit dem Konsortium diese Projektphase im vorgesehenen Zeitrahmen erreicht haben. Wirklich vielversprechend ist, wie gut die Adaptivität bereits in dieser allerersten Entwicklungsstufe funktioniert und insbesondere der KI-Tutor lernförderliches und motivierendes Feedback gibt. Auch bei der weiteren Entwicklung ist eine enge Abstimmung zwischen FWU, Konsortium und der pädagogischen Fachgruppe entscheidend, wenn wir eine adaptive Lernumgebung schaffen wollen, die Lehrkräfte wirksam unterstützt und Schülerinnen und Schüler individuell fördert“, sagt Dr. Almut Steinlein, Projektleiterin AIS am FWU.
Nutzendenzentrierte Entwicklung
Eine pädagogische Fachgruppe begleitet die Entwicklung von AIS über die gesamte Projektlaufzeit. Die Fachgruppe besteht aus Lehrkräften verschiedener Bundesländer und bringt die Perspektiven schulischer Praxis direkt in die Produktentwicklung ein. Sie berät hinsichtlich möglicher und notwendiger fachspezifischer und fachübergreifender Binnendifferenzierung und prüft Funktionalitäten aus der Perspektive von Lernenden und Lehrkräften. Die Rückmeldungen fließen in die weitere Optimierung des Systems ein. Dieser iterative Entwicklungsprozess ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts und stellt sicher, dass das AIS optimal auf die Bedürfnisse der Schulen und Lehrkräfte ausgerichtet ist.
„Bereits in dieser frühen Entwicklungsstufe des Systems zeigt sich, wie schnell und präzise individuelle Lernbedarfe erkannt und passende Arbeits- und Unterstützungsangebote bereitgestellt werden können. Personalisiertes Lernen wird dadurch konkret im Schulalltag gestärkt. Besonders hervorzuheben ist, dass der individuelle Tutor einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten kann, indem alle Lernenden gezielt und bedarfsgerecht unterstützt werden“, so Verena Lawrenz, Mitglied der pädagogischen Fachgruppe AIS, Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung Hamburg.
Thomas Klein, Forscher am ELLIS Institute Tübingen und Product Owner für die Adaptivitäts-Komponenten im AIS-Projekt, sagt dazu: „Der Austausch mit der pädagogischen Fachgruppe ist für uns sehr wertvoll, weil er uns ermöglicht, das Feedback aus Perspektive der Lehrkräfte direkt in die Produktentwicklung einfließen zu lassen. Ziel ist, die adaptive Logik des AIS für alle Schulen, für alle Lernenden nutzbar zu machen und damit ideale Bildungschancen für alle zu eröffnen. Dabei sollen alle Leistungsniveaus gefordert und gefördert werden“.
Über das Adaptive Intelligente System (AIS)
Das Projekt AIS wird vom FWU im Auftrag der 16 Bundesländer umgesetzt. Die technische Entwicklung des Systems übernimmt ein Konsortium aus über 20 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, geführt von der Assecor GmbH gemeinsam mit der KI macht Schule gGmbH. Ziel ist es, eine digitale Lernumgebung für Schulen bereitzustellen, die Schülerinnen und Schüler in ihrem individuellen Lernprozess unterstützt und Lehrkräften transparente Einblicke in Diagnostik und gezielte Unterstützung bei der Unterrichtsplanung bietet. Im Zentrum steht eine adaptive Logik, die Lernenden passende Aufgaben vorschlägt (Makroadaptivität) und sie durch gezielte Rückmeldungen kleinschrittig unterstützt (Mikroadaptivität), ohne Lösungen vorwegzunehmen. Lehrkräfte behalten dabei jederzeit die pädagogische Entscheidungshoheit. Mehr über das Adaptive Intelligente System finden Sie hier: https://ais.schule/
Über das Konsortium
Das AIS-Projekt wird von Assecor und KI macht Schule koordiniert und gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Technologie und Bildung umgesetzt. Durch die enge Einbindung führender Expertinnen und Experten sowohl im Bereich der KI am ELLIS Institute Tübingen und am Tübingen AI Center als auch in der empirischen Bildungsforschung und Fachdidaktik am Tübingen Center for Digital Education, am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung, am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) sowie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg fließen neueste Erkenntnisse aus der internationalen Spitzenforschung unmittelbar in die Produktentwicklung ein.
Ergänzt wird diese wissenschaftliche Expertise durch Unternehmen aus den Bereichen Softwareentwicklung, UI/UX, Support und Betrieb. Dazu zählen unter anderem die MAI Group, MaibornWolff, Eyehl, XITASO sowie gkk. Weitere Partner wie OUTERMEDIA, metaVentis, edu-sharing.net, GTN Solutions, KA Deutsch und TigerMilk.Education bringen zusätzliche Kompetenzen in der Entwicklung, Bereitstellung und/oder redaktionellen Aufbereitung hochwertiger Bildungsmedien ein.
Über das FWU
Seit 75 Jahren engagiert sich das FWU für die nachhaltige Stärkung der Bildung in Deutschland. Als verlässlicher Partner entwickeln und produzieren wir hochwertige Bildungsmedien und schaffen digitale Lösungen für eine zukunftssichere Bildungslandschaft, die den Herausforderungen von heute und morgen gerecht wird. Dabei setzen wir auf höchste Standards und eine enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren des Bildungswesens.
Als Medieninstitut der 16 Bundesländer sind wir ein neutraler, erfahrener und partnerschaftlicher Begleiter bei der Digitalisierung der Schulen. Ziel ist es, eine flächendeckende und hochwertige Bildungsmedieninfrastruktur aufzubauen, die allen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern in Deutschland den Zugang zu modernen, digitalen Bildungsangeboten ermöglicht. Mit einem ganzheitlichen Ansatz und umfassendem Fachwissen gestalten wir Projekte für eine zukunftssichere Bildungsmedieninfrastruktur – von der Planung bis zur erfolgreichen Implementierung. Dabei sind wir stets darauf bedacht, länderübergreifende Synergien zu schaffen und zu nutzen.
Unsere Mission: Bildung digital gestalten – wirkungsvoll, verlässlich und zukunftsorientiert. Für starke Schulen, die den Herausforderungen von heute und morgen gerecht werden.
Pressekontakt: dot.communications Telefon: 089/530 797 13 Mail: fwu@dot-communications.de