Sparda-Bank Hamburg eG

Sparda-Bank Hamburg eG: Immobilien-Geschäft boomt
340 Millionen Baufinanzierungen, Tendenz steigend

Hamburg (ots) - Vom Niedrigzins-Niveau profitiert nicht nur der Staat, sondern auch der Kreditnehmer. Das wird immer mehr Häusle- und Eigentumswohnungs-Bauer bewusst. Sie sind bei den niedrigen Zinsen heute in der finanziellen Lage, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen und damit gleichzeitig eine werthaltige Altersversorgung aufzubauen. Betongold steht in dieser Zinsphase sehr hoch im Kurs. "Die Kreditaufnahme für einen Immobilienerwerb können sich in der derzeitigen Niedrigzins-Phase immer mehr Menschen leisten. Wir prüfen aber zum Schutz des Kreditnehmers, ob er sich Zins und Tilgung von mindestens 6 Prozent auch heute schon leisten könnte. Damit senken wir das Risiko, dass der Kreditnehmer nach Auslaufen der 10-Jahres-Zinsfestschreibung in die Zinsfalle läuft. Bei einem höheren Zinsniveau muss er sich nämlich auch den Kredit noch leisten können", so Dr. Heinz Wings, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hamburg.

2013 wurden gut 340 Millionen Euro an Baufinanzierungen vergeben. Davon sind über die Filialen knapp 210 Millionen Euro und über die Internet-Sites der Bank schon gut 11 Millionen Euro abgewickelt worden. Fast 70 Millionen Euro Baufinanzierungen wurden zusätzlich an dritte Finanzdienstleister vermittelt. Einen neuen Vertriebskanal für Baufinanzierungen hat die Sparda-Bank Hamburg 2013 mit dem Plattform-Geschäft aufgebaut. Hierüber wurden 50 Millionen Euro Baufinanzierungen vergeben.

"Im Internet-Plattformgeschäft werden uns Kredite über Portale von anderen Banken vermittelt. Bauwillige nutzen diese Vermittler-Portale, auf denen die Konditionen verschiedenster Finanzdienstleister gelistet sind, als günstige Alternative zu dem Filialvertrieb. Die Baukredit-Interessierten geben ihre Daten ein, die mit den Konditionen der Banken auf der Plattform verglichen werden. So wie man beispielsweise den günstigsten Flug über 800 Fluggesellschaften ermitteln kann, so bekommt man auch ein Ranking der Baufinanzierungs-Anbieter. Dabei wird nicht nur der Zins verglichen, auch z. B. ob Sondertilgungen und in welchem Maße zugelassen werden. Mit der Variation der Konditionen auf der Plattform können wir die Auslastung unseres Back-Offices steuern. Sind Kapazitäten frei, so holen wir unter Verzicht auf Marge schnell neue Kreditanträge herein", so Wings weiter.

Die Neu-Akquisition von Kunden mit sehr gutem Rating wird durch das Plattformgeschäft im Baufinanzierungsbereich gut möglich. Über die festgelegten Qualitäts-Kriterien können die Kunden selektiert werden. Dafür wird eine Vermittlungs-Provision fällig. Schon jede vierte Baufinanzierung in Deutschland erfolgt über die Plattform, bei der Sparda-Bank Hamburg ist es bereits im ersten Jahr fast jede sechste. Während die Kunden-Akquisition der Bank in der Niedrigzins-Phase fast ausschließlich über das Girokonto erfolgte, ist es jetzt die Baufinanzierung.

"Das gebührenfreie Girokonto hat im Durchschnitt ein Guthaben von 2.800 Euro, die uns zinsfrei zur Verfügung stehen. In einer relativen Hochzinsphase machten wir spätestens im zweiten Jahr ein Plus-Minus. Heute - in der Niedrigzinsphase - sind es etwa 6 Jahre, die man braucht, um den Marketing-Aufwand zur Kundengewinnung mit diesem Produkt wieder hereinzuholen. Zu lange. Von daher hat sich unsere Strategie sehr stark auf den Baufinanzierungs-Kunden fokussiert, der ja auch noch eine Sicherheit mitbringt. Gegen das Zinsänderungsrisiko für die 10-Jahres-Zinsbindung, die wir dem Kunden zusagen, versichern wir uns", so Wings.

"Interessant zu beobachten ist eine gewisse 'Landflucht'. 70 Prozent aller Baufinanzierungen, auch im Plattformgeschäft, konzentrieren sich auf Hamburg. Dabei bevorzugen unsere Kreditnehmer eher den 'zweiten Ring'. Die Preise in Alsternähe sind aus der Sicht vieler von ihnen nicht erreichbar oder für Kapitalanleger wegen der eher endlichen Mieterträge nicht mehr so attraktiv. 10 weitere Prozent-Punkte der Finanzierungen fokussieren sich jeweils auf die Städte Kiel und Lübeck. Nur die restlichen 10 Prozent sind Finanzierungen 'auf dem Lande'. Doch der Markt 'Hamburg und Speckgürtel' ist noch lange nicht überkauft. Da geht noch vieles, wir rechnen mit einer steigenden Eigentumsquote", so der Vorstandsvorsitzende.

Die Bilanzsumme der Bank verharrte auf 3,1 Milliarden EUR. Die Kunden-Einlagen stiegen um knapp 4 Prozent auf rund 2,7 Milliarden EUR; die darin enthaltenen Sichteinlagen kletterten überproportional um 11,5 Prozent bzw. 88 Mio. EUR auf 852 Mio. EUR. Beachtenswert ist, dass 90 Prozent der Kundeneinlagen mit kurzen Laufzeiten gehalten werden. Dies vermutlich, weil der Zins für die Einlagen so niedrig ist, das ein effizientes Cash-Management den Zeitaufwand kaum lohnt. Das Netto-Kreditgeschäft konnte um 4,7 Prozent bzw. 70,7 Mio. EUR auf 1,575 Milliarden EUR gesteigert werden. Von den 340 Mio. EUR Brutto-Baufinanzierungen wurden damit nur etwa 71 Mio. EUR bilanzwirksam. Dies deshalb, weil rund 200 Mio. EUR getilgt und fast 70 Mio. EUR vermittelt wurden. Alle Möglichkeiten zu Sondertilgungen wurden oft ausschöpft. Kreditnehmer 'sparten rückwärts', sie tilgten teurere Kredite aus alten Zinszeiten oft bis zum vertraglich Möglichen.

Der Zinsüberschuss blieb etwa auf dem Vorjahresniveau von 63 Mio. EUR. Das gleiche galt für den Provisionsüberschuss von 16 Mio. EUR. Die Personalkosten stiegen um 1,5 Mio. EUR auf 28,3 Mio. EUR, hier machte sich der Mehraufwand für regulatorische Maßnahmen in den Stabsbereichen hauptsächlich bemerkbar. Die Sachkosten konnten hingegen um 600 TEUR absolut gesenkt werden und beliefen sich auf 34,6 Mio. EUR. Sehr erfreulich war, dass die erforderliche Netto-Risikovorsorge um 2,2 Mio. gesunken ist auf 1,9 Mio. EUR. Ebenso erfreulich war die Möglichkeit zur Bildung von zusätzlichen Eigenkapital-Komponenten. Der Jahresüberschuss nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent bzw. 1 Mio. EUR auf 6 Mio. EUR.

Für das laufende Jahr rechnet die Bank mit einem Ergebnis auf Vorjahreshöhe. Herausfordernd wird es sein, die Personal- und Sachkosten relativ zur Bilanzsumme zu senken. Die Anpassung an das 'New Age' in der Bankenwelt scheint gelungen, bleibt aber weiter spannend. Die Bank hat sich auf das schlechteste Szenario - eine lange Niedrigzinsphase - eingestellt; eine andere Zinsentwicklung wäre bei ihrer Bilanzstruktur zu ihren Gunsten. Parallel zu den Maßnahmen zur Eigenkapitalschaffung für die Regelungen von Basel III baut die Bank mit ihrem Emotional Banking eine neue Komponente in ihrem Geschäftsmodell auf. Bei diesem neuen Bank-Format spricht die Bank Gruppen von Mitgliedern mit geistiger Verbundenheit an, für die ein spezielles Angebot geschneidert wird. Besonders ansprechende und bereits auf den Weg gebrachte Themen für diese Communities sind beispielsweise die Bereiche 'Aktiver Sport' und 'Umwelt'. Wichtig sind in diesem Zusammenhang die 'themenbezogenen Benefits', die 'Money-Can-Buy'-Events und die 'Tue Gutes'-Maßnahmen. Alle Sponsoring-Aktivitäten der Sparda-Bank Hamburg werden sich künftig den Themen 'Aktiver Sport' und 'Umwelt' unterordnen. Von daher hat eine Neuordnung des Sponsorings stattgefunden. Da wir viele unserer Mitglieder zu aktivem Sport bewegen wollen, haben wir beispielsweise die Sponsoring-Aktivitäten im Pferde-Sport auf die anderen Themen umverteilt.

Die Sparda-Bank Hamburg war die erste Bank Deutschlands, die hochsicheres Transaction-Banking im Internet angeboten hat. Sie betreut heute rund 250.000 Mitglieder bei etwa 318.000 Kunden insgesamt in ihrem Geschäftsgebiet Hamburg, Schleswig-Holstein und Nord-Niedersachsen.

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