Fotografin verrät: So entstehen besondere Urlaubsfotos auf Mallorca
Plauen (ots)
Mallorca zieht jedes Jahr Millionen Urlauber an. Trotzdem landen nach der Reise oft dieselben Motive auf dem Handy: Strand, Kathedrale, ein Sonnenuntergang – alles irgendwie nett, aber häufig austauschbar. Wer reist, möchte schließlich Erinnerungen mitnehmen, die das Gefühl vor Ort einfangen, und nicht nur beweisen, dass man da war.
“Ich suche auf Mallorca die Plätze, an denen ein Bild sofort im Kopf bleibt”, sagt Fotografin Madeleine Genßler. Sie ist auf die Insel ausgewandert und kennt Mallorca inzwischen nicht mehr nur aus dem Prospekt, sondern aus ihrem Alltag. Nachfolgend verrät sie, welche Orte sich besonders für Fotos eignen – und warum zu dem perfekten Foto sehr viel mehr als nur die Auswahl des Orts gehört.
Palmas Altstadt bietet mehr als die bekannten Wahrzeichen
Wer auf einem Foto deutlich erkennen möchte, dass es auf Mallorca entstanden ist, kommt an Palma kaum vorbei. Insbesondere die Kathedrale gehört zu den bekanntesten Motiven der Insel. Doch Urlauber sollten ihren Blick ebenso auf die Altstadt und deren kleinere Details richten. Enge Gassen, lange Treppenaufgänge und kleine Torbögen eröffnen zahlreiche Möglichkeiten, die Stadt abseits klassischer Panoramaaufnahmen festzuhalten.
Gerade hier lohnt es sich auch, den eigenen Standort häufiger zu verändern. Wer näher herangeht oder aus einer niedrigeren beziehungsweise erhöhten Position fotografiert, entdeckt Details, die aus Augenhöhe schnell untergehen. Ohnehin müssen nicht alle Elemente einer Stadt auf einem einzigen Bild zu sehen sein. Ein Ausschnitt kann die Atmosphäre einer engen Gasse mitunter besser transportieren als ein weitläufiges Panoramabild.
Zwischen Valldemossa und der Tramuntana
Einen anderen Charakter zeigt Mallorca abseits der Inselhauptstadt. So zählt etwa das Bergdorf Valldemossa zu den Orten, die fotografisch besonders interessant sind. Hier treffen Häuser, Straßen und die umgebende Landschaft aufeinander, sodass sich sowohl kleinere Details als auch größere Szenerien als Motive anbieten. Noch stärker rückt die Natur im Tramuntana-Gebirge in den Mittelpunkt. Entlang der Berglandschaft finden sich zahlreiche Fotospots – und auch den ein oder anderen Sonnenauf- und Untergang können Urlauber hier einfangen.
Ein kleiner Tipp: Viele Menschen verbinden das “perfekte” Foto mit strahlendem Sonnenschein. Doch das ist nicht immer förderlich. Wolken erzeugen weicheres, diffuseres Licht und können einer Landschaft zusätzliche Struktur verleihen. Im Schatten oder bei bedecktem Himmel treten darüber hinaus Farben und Details oft deutlicher hervor. Dadurch können gerade wechselhafte Bedingungen Motive hervorbringen, die sich von klassischen Urlaubspostkarten unterscheiden.
Buchten und Berge als natürliche Kulisse
Neben Städten und Bergdörfern prägt vor allem die Küste das Bild Mallorcas. Kleine Buchten verteilen sich über die gesamte Insel und bieten immer wieder andere Kombinationen aus Wasser, Felsen und Vegetation. Welche davon sich besonders eignet, hängt deshalb auch davon ab, welche Stimmung das Foto vermitteln soll.
Für Aufnahmen am Abend sind insbesondere Buchten mit einer passenden Ausrichtung nach Südwesten interessant. Dort lässt sich die untergehende Sonne stärker in die Bildgestaltung einbeziehen. Auch Port de Pollença bietet eine charakteristische Kulisse. Entscheidend ist hier vor allem das Zusammenspiel zwischen Küste beziehungsweise Hafen und den großen Bergen im Hintergrund.
Die Tageszeit verändert bekannte Orte
Doch nicht nur die Wahl des Motivs entscheidet über die Wirkung eines Fotos. Mindestens ebenso wichtig ist der Zeitpunkt. Besonders die Mittagssonne kann problematisch sein, weil das harte Licht starke Schatten hervorruft. Bei Porträts führt es zudem häufig dazu, dass Menschen die Augen zusammenkneifen. Zu bevorzugen ist deshalb die sogenannte Golden Hour, also die Zeit kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang. Das Licht fällt dann weicher und wärmer aus. Gerade auf Mallorca lässt sich dieser Effekt an sehr unterschiedlichen Orten nutzen: in einer Bucht ebenso wie in der Altstadt, im Gebirge oder an einem Hafen.
Über Madeleine Genßler:
Madeleine Genßler ist Fotografin und Inhaberin von MPixx mit Spezialisierung auf Portrait-, Business-, Auto- und Cosplay-Fotografie. Ihre Aufgabe ist es, Mensch und Objekt authentisch und ästhetisch festzuhalten. Dabei legt sie Wert darauf, dass sich ihre vielfältige Kundschaft – von Teenagern bis zu Geschäftsleuten – stets vor der Kamera wohlfühlt. Ihr Blick fürs Detail und ihre Nachbearbeitung bieten Ergebnisse, die auf diese individuellen Ansprüche abgestimmt sind. Mehr unter: https://mpixx.de/
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