Ein Jahr Life Science Factory München: Lokaler Wachstumstreiber für Start-ups am Helmholtz Campus
Pressemitteilung
Ein Jahr Life Science Factory München: Lokaler Wachstumstreiber für Start-ups am Helmholtz Campus
- Zwölf Life-Science-Start-ups arbeiten heute am Münchener Standort der Life Science Factory, der seit Februar 2025 kontinuierlich wächst.
- Der Inkubator bietet spezialisierte Laborinfrastruktur und Programmatik für technologiegetriebene Start-ups aus Bereichen wie IVF, Antibiotikaforschung und Lab Automation.
- Fundings im Seed- und Pre-Series-A-Bereich sowie ein wachsendes Industrie- und Forschungsnetzwerk belegen die zunehmende Relevanz des Standorts für Investoren und Partner.
München/Göttingen, 25.03.2026 – Vor einem Jahr nahm die Life Science Factory ihren Standort in München auf dem Gelände von Helmholtz Munich in Betrieb. Mit dem Einzug des ersten Start-ups Ovo Labs am 01. Februar 2025 begann die Ansiedlung junger Life-Science-Unternehmen, die seither kontinuierlich gewachsen ist. Während anfangs drei Teams vor Ort aktiv waren, arbeiten heute zwölf Start-ups auf rund 1.800 Quadratmetern in spezialisierten Laboren und Co-Working-Flächen.
Schnittstelle zwischen Forschung, Start-ups und Industrie
Die enge Kooperation zwischen der Life Science Factory und Helmholtz Munich verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit unternehmerischer Umsetzung. Der Standort richtet sich dabei nicht nur an Start-ups, sondern auch an Industriepartner, die frühzeitig Zugang zu neuen Technologien, Forschungsergebnissen und Innovationsprojekten suchen.
München bietet hierfür ein besonders dynamisches Umfeld: Laut EY Startup-Barometer entfielen im Jahr 2025 rund 17 Prozent aller deutschen Start-up-Finanzierungsrunden auf die bayerische Landeshauptstadt. Gleichzeitig flossen rund 2,45 Milliarden Euro Risikokapital in Münchner Start-ups – ein Zuwachs von rund 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr [1]. Die Life Science Factory positioniert sich damit in einem Ökosystem, das von hoher Innovationsdichte und wachsender Investitionsbereitschaft geprägt ist.
Infrastruktur als Grundlage für Translation
Am Münchner Standort finden Start-ups aus Bereichen wie Reproduktionsmedizin, Antibiotikaforschung und Laborautomation optimale Bedingungen, um Forschungsergebnisse effizient weiterzuentwickeln und in marktfähige Anwendungen zu überführen.
„Gerade in den frühen Entwicklungsphasen entscheidet die Qualität der Infrastruktur darüber, wie schnell aus wissenschaftlichen Erkenntnissen belastbare Technologien werden. Deshalb stellen wir unseren Start-ups von Beginn an voll ausgestattete Laborflächen und spezialisierte Funktionslabore zur Verfügung – von Zellkultur und Mikrobiologie bis hin zu DNA- und RNA-Arbeiten sowie Proteinbiochemie. Unser Anspruch ist es, ein Umfeld zu schaffen, das einen unmittelbaren Forschungsstart ermöglicht und zugleich professionellen Standards mit Blick auf regulatorische und industrielle Anforderungen gerecht wird“, sagt Ellen Goel, Geschäftsführerin der Life Science Factory.
Neben der technischen Infrastruktur setzt die Life Science Factory München gezielt auf programmatische Unterstützung. Ein zentraler Bestandteil dessen sind fachliche Austauschformate und Community-Events. Anfang des Jahres kamen beim Munich Lab Automation Meet-up auf dem Helmholtz Pioneer Campus mehr als 160 Teilnehmende aus Forschung, Start-ups und Industrie zusammen. Darüber hinaus wird 2026 erstmals ein zweiter Track des ELSA-Programms in München stattfinden, das sich an Life-Science-Start-ups in frühen Entwicklungsphasen richtet und sie unter anderem bei Themen wie Geschäftsmodellentwicklung, Regulierung und Finanzierung unterstützt.
Stimmen aus der Community: Wachstum unter realen Bedingungen
Mehrere Start-ups sind seit dem Start des Münchner Standorts Teil der Life Science Factory. Das BioTech-Start-up Smartbax nutzt die Infrastruktur für seine Forschung an neuen Antibiotika zur Bekämpfung multiresistenter Erreger. Im Herbst 2025 sicherte sich das Unternehmen 4,7 Mio. € in einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde und arbeitet derzeit daran, mehrere Wirkstoffkandidaten in die präklinische Entwicklungsphase zu überführen [2].
„Die Life Science Factory München bietet uns genau die Kombination aus High-Tech-Laboren, Expertise und Netzwerk, die wir für unser Wachstum brauchen“, sagt Gründer und CEO Dr. Robert Macsics.
Auch das Fertilitäts-BioTech-Start-up Ovo Labs blickt auf eine dynamische Entwicklung zurück. Das Unternehmen erhielt im Frühjahr 2025 eine Seed-Finanzierung über rund 4 Mio. €, um therapeutische Ansätze zur Verbesserung der Eizellqualität und zur Steigerung der Erfolgschancen von IVF-Behandlungen weiterzuentwickeln [3]. Co-Founderin und CEO Dr. Agata Zielinska betont: „Die moderne Laborinfrastruktur, das direkte Umfeld am Helmholtz-Standort und der enge Austausch mit anderen Teams haben unsere Forschung deutlich beschleunigt.“
Ausblick: Ausbau von Netzwerk und Partnerschaften
Auch Pia Kleibel, Community & Operations Manager der Life Science Factory München, zieht eine positive Zwischenbilanz: „Die Entwicklung seit dem vergangenen Jahr zeigt, dass unser Konzept auch am Standort München trägt. Wir sehen eine wachsende Nachfrage nach professioneller Infrastruktur und strukturierter Unterstützung. In den kommenden Jahren wollen wir das Netzwerk weiter ausbauen und gezielt Kooperationen mit Industrie- und Pharmaunternehmen stärken.“
Der Fokus liegt dabei auf dem weiteren Ausbau der Infrastruktur, der Vertiefung bestehender Partnerschaften sowie der gezielten Unterstützung von Start-ups in frühen Entwicklungsphasen.
Quellen
[1] EY-Parthenon, 2026, EY Startup-Barometer Deutschland – Januar 2026. chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://www.ey.com/content/dam/ey-unified-site/ey-com/de-de/noindex/ey-startup-barometer-januar-2026.pdf.
[2] EQS Group, EQS Group, & von EQS Group. (2025, October 22). smartbax sichert sich 4,7 Millionen Euro in einer Pre-Series-A-Finanzierung zur Weiterentwicklung eines neuartigen Antibiotikums bis zur Präklinik. PharmaBarometer. https://pharmabarometer.de/news/smartbax-sichert-sich-47-millionen-euro-in-einer-pre-series-a-finanzierung-zur-weiterentwicklung-eines-neuartigen-antibiotikums-bis-zur-praeklinik/.
[3] Bruckschlögl, R. (2025, April 30). Ovo Labs sichert sich Seed-Finanzierung - Munich Startup. Munich Startup. https://www.munich-startup.de/en/109416/ovo-labs-seed-financing/.
+++
Über die Life Science Factory
Die vom Life-Science-Konzern Sartorius initiierte Life Science Factory fördert den wissenschaftlichen Fortschritt und Firmengründungen im Life-Science-Bereich. Ziel ist es, Forschung und Entwicklung innovativer Technologien mit einem klaren Anwendungsfokus zu stärken und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Raum zu bieten, erste Schritte außerhalb akademischer Institutionen zu gehen. Seit 2022 bietet die Life Science Factory im Göttinger Sartorius Quartier modernste und vollausgestattete Laborflächen, Coworking-Plätze, multinutzbare Veranstaltungsflächen sowie eine Prototyping-Werkstatt. Regelmäßige Veranstaltungs-, Beratungs- und Workshop-Angebote bilden einen elementaren Bestandteil des Angebots der Life Science Factory. Ab Ende 2024 wird es einen weiteren Standort in München in Kooperation mit Helmholtz Munich geben. Weitere Informationen zur Life Science Factory finden Sie unter https://lifescience-factory.com/de/muenchen/.
Pressekontakt:
Life Science Factory
Tel.: +49 151 50858994
E-Mail: svenja@lifescience-factory.com
Verantwortlich: The Medical Network GmbH Conventstraße 8-10, Haus D 22089 Hamburg Geschäftsführer: Oliver Struckmeier E-Mail: anfrage@themedicalnetwork.de Telefon: +49 160 6423128 Web: www.themedicalnetwork.de Sitz des Unternehmens: Hamburg HRB 174332 Amtsgericht Hamburg Umsatzsteuer-Ident-Nr.: DE351244589 Bei Datenschutzfragen wenden Sie sich bitte an datenschutz@frauwenk.de.




