Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

Achtung: Baustelle! (mit Bild)

Achtung: Baustelle! (mit Bild)
"Vor und in Autobahnbaustellen besonders vorsichtig fahren", rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), denn bei Unfällen werden dort jährlich mehre Tausend Menschen verletzt oder getötet. Ein neues Verkehrsschild, das an einigen Autobahnen zurzeit versuchsweise steht, empfiehlt Autofahrern, versetzt... mehr

Bonn (ots) - Mehr Verkehrszeichen, mehr Fahrbahnmarkierungen, mehr Blinkzeichen, mehr Hektik, mehr Stress - weniger Abstand, weniger Platz.

Baustellen lösen bei vielen Autofahrern Unsicherheiten aus, bei manchen sogar Ängste. Nicht ohne Grund, denn bei Unfällen in Baustellen werden jährlich mehrere Tausend Menschen verletzt oder getötet. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) empfiehlt deshalb, vor und in Baustellen besonders vorsichtig zu fahren.

Ein neues Verkehrsschild, das an einigen Autobahnen zurzeit versuchsweise steht, rät Autofahrern, versetzt zu fahren und vor allem Lkw nicht zu überholen. Wenn Pkw und Lkw versetzt fahren, fließt der Verkehr in einem Zug durch die Baustelle, solange es keine Störung gibt. Die versetzte Fahrweise erlaubt eine höhere Fahrzeugdichte bei erheblich größerer Sicherheit.

Aber auch in Baustellen, bei denen nicht zum versetzten Fahren geraten wird, ist es sinnvoll und sicherer, hinter einem Lkw auf der rechten Spur zu bleiben.

Plötzliche Spurwechsel vor Baustellenbeginn erhöhen die Unfallgefahr. Wer rechtzeitig vor der Baustelle seine Geschwindigkeit deutlich reduziert und die Geschwindigkeitsbegrenzung einhält, ist auf der sicheren Seite. Wird in einer Baustelle eine Fahrspur aufgelöst, soll man bis an die Verengung heranfahren und sich in dem so genannten Reißverschlussverfahren abwechselnd einordnen.

Die häufigste Unfallursache an Autobahnbaustellen ist die nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Eingangsbereich führt zu schnelles Fahren oft zu Auffahrunfällen und im Ausgangsbereich zum Abkommen von der Fahrbahn. Der seitliche Zusammenstoß mit einem in gleicher Richtung fahrenden Fahrzeug steht in der Unfallstatistik an zweiter Stelle.

Eine dritte, wichtige Unfallursache ist der ungenügende Sicherheitsabstand. Der DVR empfiehlt als Abstand mindestens zwei Sekunden: Wenn der Vordermann an einem Verkehrszeichen oder Leitpfosten vorbeifährt, beginnt man langsam mit dem Zählen. Wer die beobachtete Stelle erst nach zwei Sekunden oder später passiert, hat genügend Abstand und kann schnell genug reagieren, wenn der Vordermann heftig und unvorhergesehen bremsen muss.

Dieser Dienst erscheint mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Abdruck honorarfrei, wir bitten um ein Belegexemplar.

Pressekontakt:

Sven Rademacher

Referent Presse/Chefredakteur DVR-report
Referat Kommunikation
Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR)
German Road Safety Council
Beueler Bahnhofsplatz 16
53225 Bonn

Telefon: +49 (0)228 4 00 01-72
Telefax: +49 (0)228 4 00 01-67

eMail SRademacher@dvr.de

Original-Content von: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: