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IGBCE Nordost | 50. Jahre Grundsteinlegung Kraftwerk Jänschwalde - „Jänschwalde muss bleiben“

50. Jahre Grundsteinlegung Kraftwerk Jänschwalde

„Jänschwalde muss bleiben“

Anlässlich des Festaktes 50. Jahre Grundsteinlegung Kraftwerk Jänschwalde fordern die Energiegewerkschaft IGBCE, der Betriebsrat und die Beschäftigten eine Zukunft des Standortes als Energie- und Industriestandort.

Stephanie Albrecht-Suliak, Landesbezirksleiterin IGBCE Nordost und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende LEAG Energie Kraftwerke AG:

„Der heutige Festakt am Kraftwerk Jänschwalde bietet Anlass, auf die dringlichsten Fragen im Strukturwandel zu blicken. Das Kraftwerk und der Standort Jänschwalde sind weder Museum noch aus der Zeit gefallen. Das Kraftwerk ist seit Jahrzehnten Knotenpunkt für eine verlässliche Energieversorgung und sicherer, mitbestimmter Arbeitsplatz für noch immer hunderte Beschäftigte, ihre Familien und eine ganze Region. Das Kraftwerk geht Ende 2028 als erstes Kraftwerk vom Netz. Die Energiegewerkschaft IGBCE, der Betriebsrat und die Beschäftigten erwarten zurecht noch mehr Einsatz, Investitionen und Perspektiven für diesen Standort und die Lausitz im Kohleausstieg. Unsere Botschaft im Wandel muss sein: Fürchtet euch nicht! Das müssen wir gemeinsam beweisen.“

Anis Ben-Rhouma, stellvertretender Bezirksleiter IGBCE Lausitz:

„Wir haben zahlreiche Projektideen vorgetragen, die aus unterschiedlichsten Gründen vom Unternehmen immer wieder verworfen werden. Die Kolleginnen und Kollegen am Standort sind es leid, weiter vertröstet zu werden. Wir brauchen Mut und Engagement bei Investitionsentscheidungen. In Jänschwalde entscheidet sich auch, ob der Strukturwandel in der Lausitz wirklich funktioniert. Hier müssen wir gemeinsam – Unternehmen, Politik und Mitbestimmung – liefern.“

Maik Rolle, Betriebsratsvorsitzender Kraftwerk Jänschwalde:

„Generationen von Lausitzern haben hier im Kraftwerk für die Strom- und Wärmeversorgung der Region und darüber hinaus gearbeitet. Diese Tradition wollen wir heute ehren, aber gleichzeitig auch nach vorne schauen. Wir brauchen Investitionen, mindestens einen größeren Ankerbetrieb, der uns mit dem Standort in die Zukunft weist. Wir erwarten darüber hinaus, dass Unternehmen und Politik ihrer Verantwortung gerecht werden. Jänschwalde muss Energie- und Industriestandort bleiben. Und auch das Wärmethema ist ein wichtiges Zukunftsthema für den Standort. Die Fernwärmeleitung ist da und die umliegenden Kommunen brauchen Wärme für die Heizungen und Warmwasserversorgung. Es liegt doch auf der Hand, dass hier investiert werden muss.“

Hintergrund

Das Kraftwerk Jänschwalde wurde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Mit seinen bis heute vollständig erhaltenen, nachgerüsteten und ertüchtigten technischen Anlagen in den Kraftwerksblöcken stellt es heute das letzte bedeutende Beispiel für Großkraftwerke dieser Epoche dar.

Das Jubiläum bietet Anlass, auf die bewegte Geschichte des Standortes zurückzublicken, zugleich die Gegenwart und Zukunft zu beleuchten. Das Kraftwerk Jänschwalde geht als erstes Kraftwerk im Rahmen des gesetzlich beschlossenen Kohleausstieges Ende 2028 vom Netz. Die Beschäftigten und die IGBCE erwarten und streiten für Investitionsentscheidungen und einen Standort mit Zukunft.

Kontakt für Medienanfragen

Anis Ben-Rhouma, IGBCE Bezirk Lausitz

Mobil: 0173-6080758

E-Mail: anis.ben-rhouma@igbce.de

_____________________________________
Industriegewerkschaft IGBCE
Verantwortlich: Stephanie Albrecht-Suliak
Landesbezirksleiterin Nordost
Inselstraße 6, 10179 Berlin
Telefon: +49 30 27 87 13-0
Telefax: +49 30 27 87 13-44
E-Mail: lb.nordost@igbce.de
Internet: nordost.igbce.de
 
Über uns:
Der Landesbezirk Nordost umfasst die fünf Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die IGBCE ist hier zuständig für rund 150.000 Beschäftigte in mehr als 760 erfassten Betrieben.

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie hat im Landesbezirk Nordost rund 80.000 Mitglieder.

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