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Gen Z und das Rauch-Comeback: Zwischen Nostalgie, Stress und Popkultur

Gen Z und das Rauch-Comeback: Zwischen Nostalgie, Stress und Popkultur
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Berlin (ots)

Warum junge Erwachsene trotz bekannter Gesundheitsrisiken wieder häufiger zur Zigarette greifen und welche Fehleinschätzungen diesen Trend begünstigen

Die Zigarette feiert ein (unerwartetes) Comeback: Während das Rauchen lange aus der Mode gefallen zu sein schien, zeigen sich heute wieder Pop-Ikonen wie Charli XCX, Dua Lipa oder Sabrina Carpenter öffentlich mit einem Glimmstängel. Markus Lindblad, Experte des Online-Händlers Haypp, erklärt, warum dieser Trend gerade bei jungen Erwachsenen an Dynamik gewinnt und welche Rolle falsche Vorstellungen über die Risiken des Rauchens dabei spielen.

Über Jahrzehnte hinweg ist der Anteil von Nichtraucher:innen stetig angewachsen. Dieser Trend scheint sich heute umzukehren. Das hat Censuswide im Auftrag von Haypp mit dem Nicotine Product Harm Perception Report 2026 herausgefunden. Einer von vier Deutschen (26,4%) meint hiernach, dass Rauchen wieder in Mode ist. In den Gruppen der 18- bis 24-Jährigen und der 25- bis 34-Jährigen glauben das sogar 35,5 beziehungsweise 36,8 Prozent.

Diese Ergebnisse decken sich mit den Daten der wissenschaftlichen DEBRA-Studie („Deutsche Erhebung zum Rauchverhalten und zu Aufhörversuchen“. Demnach war der Anteil der Raucher:innen bei den 18- bis 24-Jährigen von 25,7 Prozent im Jahr 2024 auf 32,3 Prozent im Jahr 2025 angestiegen. Auch in der Altersgruppe der über 25-Jährigen raucht mehr als jede:r Dritte (33,9 %).

Die lange Abkehr vom Rauchen ging noch vor den öffentlichen Rauchverboten mit einem tiefgreifenden, gesellschaftlichen Wandel und einem stärkeren Bewusstsein für einen gesünderen Lebenswandel einher“, erklärt Markus Lindblad, Experte von Haypp. „Das nun unrühmliche Comeback der Zigaretten bei jungen Erwachsenen hier in Deutschland ist dagegen besorgniserregend.“

Nostalgie liegt voll im Trend – gerade bei den Jüngeren

Expert:innen beobachten bei der Generation Z eine starke Reminiszenz der 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Damals war das Rauchen noch fester Bestandteil der Popkultur und wird heute oft als glamouröses Accessoire oder schlicht als cooler Habitus missverstanden. Aktuelle Daten aus der genannten Studie bestätigen diesen Trend: Mehr als 45 Prozent der Befragten aus der Gen Z (geboren zwischen 1997 und 2012) geben an, in jüngster Zeit häufig Fotos von rauchenden Prominenten und Influencern gesehen zu haben. Im Bevölkerungsdurchschnitt nehmen nur etwa 26 Prozent das so wahr.

Gleichzeitig steigt das Bewusstsein für die tatsächlichen Gefahren: Laut aktuellen Daten glauben nur noch etwa 18 Prozent der Deutschen, dass die Gefahren des Rauchens übertrieben dargestellt werden. Das Problem ist also bekannt, wird aber für den „Look“ ignoriert.

Rauchen ist und bleibt das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Darüber sind sich im Grunde alle einig“, kommentiert Lindblad. „Wenn dennoch immer mehr junge Erwachsene zur Kippe greifen, ist das ein Warnsignal für uns alle. Wir brauchen ein besseres Verständnis für die Beweggründe, ansprechende Aufklärung und kluge Regulierungen für mehr Jugendschutz.

Die größten Gefahren für die Gesundheit liegen in der Verbrennung von Tabak

Ein weiterer Grund für die Rückkehr zum Tabak ist paradoxerweise die Sorge um die eigene Gesundheit: Viele junge Erwachsene sind durch widersprüchliche Berichte über Nikotinbeutel und E-Zigaretten verunsichert und glauben fälschlicherweise, dass diese genauso schädlich oder sogar schädlicher sind als normale Zigaretten.

Tatsächlich nimmt laut der Umfrage jede:r zweite (53%) irrigerweise an, dass eine E-Zigarette mehr Schadstoffe ausstößt als eine Zigarette. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen liegt dieser Wert sogar bei über 61 Prozent.

Gesundheitsexpert:innen des britischen Gesundheitsdienstes NHS bestätigen jedoch, dass E-Zigaretten im Vergleich zum Rauchen nur einen Bruchteil der Risiken bergen. Denn trotz der ästhetischen Inszenierung in der Popkultur bleiben die Fakten unverändert:

  • Der Rauch einer Zigarette enthält mehr als  7.000 chemische Verbindungen, die beim Verbrennen von Tabak und Zusatzstoffen entstehen. 250 davon gelten als schädlich oder gefährlich, 69 gar als krebserregend.
  • Verbrennender Tabakrauch enthält Teer und Kohlenmonoxid, welche die Herzfrequenz und den Blutdruck erhöhen.

Großteil glaubt fälschlich, dass Nikotin Krebs verursacht

Ein großes Hindernis bei der Aufklärung ist ein weiterer Irrtum: Über 50 Prozent der Deutschen glauben, dass das Nikotin der schädlichste Bestandteil von Zigaretten ist. Zudem halten drei Viertel der Befragten (74%) das Nervengift für die Hauptursache von Krebs. Diese Fehlwahrnehmung führt außerdem dazu, dass das eigentliche Risiko – die Tabakverbrennung – unterschätzt wird. (Wie Nikotin auf das Nervensystem wirkt, lesen Sie in dem Nicopedia-Beitrag „ Nikotinwirkung auf Synapsen“.)

Die Menschen wissen um die Gefahren des Rauchens, nehmen aber die tatsächlichen Risiken nicht richtig wahr“, ordnet Markus Lindblad die Ergebnisse der Befragung ein. „Genau deshalb ist es entscheidend, nicht nur Fakten zu vermitteln, sondern auch die Gründe zu verstehen, warum die Tatsachen im Alltag an Bedeutung verlieren.“

Hier finden Sie den vollständigen „ Nicotine Product Harm Perception Report 2026“.

Über die Umfrage

Die genannten Daten – wenn nicht anders gekennzeichnet – basieren auf einer repräsentativen Online-Umfrage, die vom Marktforschungsinstitut Censuswide im Auftrag der Snusbolaget Norden AB durchgeführt wurde. Im Zeitraum zwischen dem 13. und 17.02.2026 wurden insgesamt rund 2.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland befragt. Die Stichprobe umfasst eine breite demografische Basis, aufgeschlüsselt nach Geschlecht (männlich 1.137, weiblich 859, divers 4), Altersgruppen und Regionen (Befragte aus allen 16 Bundesländern). Die Umfrage berücksichtigt sowohl Rauchende (904) und Nutzende von E-Zigaretten (461) oder Nikotinbeuteln (39) als auch Nicht-Nikotinnutzende (547).

Pressekontakt für Rückfragen:

Lisa Hottes
Head of PR & External Affairs DACH
lisa.hottes@hayppgroup.com

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