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Neue Analyse zeigt: Niedrigwasser an deutschen Flüssen verschärft sich massiv

Neue Analyse zeigt: Niedrigwasser an deutschen Flüssen verschärft sich massiv

Das aktuelle Niedrigwasser an vielen deutschen Flüssen ist nach einer Auswertung von CORRECTIV kein Einzelfall, sondern Teil eines langjährigen Trends. Grundlage der Analyse sind Daten von 356 Messstellen aus dem Niedrigwasser-Portal der Bundesregierung.

Demnach sanken an 60 Prozent der untersuchten Messstellen zwischen 1992 und 2025 die Wasserstände und Wassermengen bei Niedrigwasser signifikant. An knapp 70 Prozent der Messstellen führten die Flüsse in den Dürrejahren zwischen 2018 und 2025 so wenig Wasser wie seit 34 Jahren nicht mehr. Betroffen sind der Auswertung zufolge unter anderem Rhein, Elbe und Donau, die in diesem Sommer historische Tiefstände verzeichnen.

Der Ökotoxikologe Werner Brack vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung sagte CORRECTIV: „Im Grunde sind unsere Flüsse derzeit nur schwach verdünntes Abwasser.“ Sinkende Pegel erhöhten die Konzentration von Schadstoffen wie Arzneimittelrückständen oder Industriechemikalien. Das könne Folgen für Ökosysteme, Trinkwasserversorgung und die menschliche Gesundheit haben.

Auch wirtschaftlich hat das Niedrigwasser Folgen. So verwies die ING Bank auf mögliche Belastungen für die deutsche Wirtschaft, sollte der Schiffsverkehr auf dem Rhein eingeschränkt werden. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte den möglichen Schaden durch Hitze und Niedrigwasser zuletzt auf fast 500 Millionen Euro beziffert.

Eine schnelle Entwarnung ist nicht in Sicht. Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde ist erst ab Oktober mit einer „substanziellen Entspannung der landesweiten Niedrigwassersituation“ zu rechnen.

Die Recherche und die interaktive Datenauswertung finden Sie unter diesem Link:

https://correctiv.org/aktuelles/klimawandel/2026/08/20/correctiv-fluss-atlas-deutschlands-fluessen-trocknen-aus/

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