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31.05.2021 – 10:12

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Der Mensch sollte Desinfektionswahn vermeiden - Aber wie wäre es mit dem Ehrlichkeitsbakterium?

Der Mensch sollte Desinfektionswahn vermeiden - Aber wie wäre es mit dem Ehrlichkeitsbakterium?
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Wir brauchen Bakterien, Pilze, Mikroorganismen und deren Ausscheidungsprodukte, um unser Überleben zu sichern. Allzu extreme Abschottung davon sowie deren Bekämpfung durch übertriebene Desinfektion, schaden dem Menschen mehr, als es ihnen nützt. Die Dosis ist entscheidend, sowohl bei der Bekämpfung als auch der Art des Bakteriums, dem Virus, dem Pilz oder dem Mikroorganismus. Um nicht missverstanden zu werden: Dieser Beitrag sollte nicht als eine Aufforderung verstanden werden, sich im Dreck zu suhlen und sich überall dort zu tummeln, wo es höchstinfektiös und gefährlich ist.

Frank Ulrich Montgomery, Ehrenpräsident der Bundesärztekammer, wies jüngst in einem Fernsehinterview darauf hin, dass die Menschen in Anbetracht der Corona-Pandemie weiterhin die Hygiene Maßnahmen beachten sollten und gleichzeitig eine Schutzmaske ein Utensil sein sollte, dass uns auch in Zukunft – also in der Zeit, die es glücklicherweise NACH Corona geben wird – als ständiger Begleiter sich uns beigesellen sollte.

Natürlich hat er zu 100 % Recht, doch trotzdem ist an dieser Stelle anzumerken, dass dieser Aussage und Empfehlung folgendes entgegen zu setzen ist: Unser Immunsystem muss man sich, wie einen Muskel vorstellen, der fortlaufend trainiert werden muss, damit er nicht atrophiert, also sich zurückbildet.

Der menschliche Körper wird permanent, tagaus tagein, mit Erregern und Pilzsporen kontaktiert. Mit jedem Atemzug, jeder Mahlzeit und jedem Schluck Getränk sowie dem Körperkontakt mit irgendwelchen Elementen kommt es zur Konfrontation mit einer Vielzahl von Keimen. Allein das Gewicht unseres Körpers, inklusive dessen Oberfläche mit den sich darauf befindenden Mikroorganismen, macht mehrere Kilogramm dieser Kleinstlebewesen aus. Und diese Bakterien, Pilze und Mikroorganismen garantieren unser Überleben und steuern sämtliche Vorgänge innerhalb und außerhalb unseres Körpers. Einfach ausgedrückt: Sie halten uns schlichtweg gesund und ohne sie hätte der Mensch keine Überlebenschance, auch, wenn sie unter dem Mikroskop noch so abscheulich aussehen mögen!

Ähnlich, wie bei den Menschen, gibt es auch bei Bakterien, Viren, Pilzen und den unermesslich vielfältigen Mikroorganismen Gute und Böse. Pest, Cholera, Pocken, Tollwut, Kinderlähmung sind nur einige Wenige der Bösen, die man jetzt aufzählen könnte und die teilweise ganze Landstriche durch Pandemien entvölkert haben. Das neue Corona-Virus ist dieser Gruppe hinzuzurechnen, und es entspricht der Logik, dass der Mensch die „bösen Keime“ möglichst meiden soll, so gut er kann. Zudem sind zur Verfügung stehende Schutzimpfungen unbedingt wahrzunehmen!

Aber es wird auch eine Zeit NACH Corona, Covid-19 oder Sars-cov-2 geben. Doch sich deshalb von allem abschotten und möglichst alle Kontakte meiden, soll die Lösung aller Lösungen sein …?

Ich entsinne mich an meine Kindheit. Während der Schulzeit gab es in meiner Klasse Mitschüler unterschiedlicher Herkunft. Da waren Kinder von Ärzten, einem Rechtsanwalt und auch ein Junge eines Sparkassendirektors war dabei. Und dann gab es auch welche, aus den sozialen Brennpunkten, was meine Mutter damals als „Mau-Mau-Siedlung“ bezeichnete (Sorry!). Auffallend war damals schon, dass Letztere aus der „Schmuddel-Ecke“ NIE WIRKLICH KRANK waren, während sich die sozial Höhergestellten (oder besser gesagt: Die Überbetüddelten) als anfällig, empfindlich und teilweise von Allergien geprägt, zeigten. Ferner hatte ich zwei Mitschüler in der Klasse, deren Eltern zu Hause Landwirtschaft betrieben. Auch die waren NIE KRANK, sowie ich mich erinnern kann.

Inspiriert von dieser "Thematik" stellt in meinem neusten Thriller, ein Meningitis-Erreger, der Hirnhautentzündungen verursacht, den Frieden und die Kungeleien der politischen Parteien auf den Kopf. Als eine Epidemie die Mitglieder des Landtages befällt, wird ein großer Teil der Landespolitiker wegen der hochansteckenden Erkrankung in Quarantänestreng isoliert. Zwei der Politiker fangen nach ihrer Genesung an, über die Kungeleien und Bestechungen in der Regierung in Absprache mit Wirtschaft und Kommerz zu reden. Die Presse überschlägt sich. Schlaumeier und Wichtigtuer streuen das Gerücht, dass das Meningitis-Bakterium gewisse Bereiche im Gehirn derart verändert, dass die Betroffenen nur noch die Wahrheit reden können. Hinter vorgehaltener Hand wird es als „Ehrlichkeitsbakterium“ bezeichnet. Unter den Mitgliedern des Landtages herrscht daraufhin Panik bis hin zur Hysterie. Diese Paranoia steigert sich derart, dass sich die ersten Morde ereignen. Obwohl die Wissenschaftler inständig predigen, dass das mit dem Ehrlichkeitsbakterium blanker Unsinn sei, nimmt die Politik-Paranoia ihren Lauf, auch auf kommunale Ebene bis hin ins Örtchen Wollmerstedt…

Wir BRAUCHEN Bakterien, Pilze, Mikroorganismen und deren Ausscheidungsprodukte, um unser Überleben zu sichern. Allzu extreme Abschottung davon sowie deren Bekämpfung durch übertriebene Desinfektion, schadet den Menschen mehr, als es ihnen nützt, aber wie sieht es denn nun eigentlich mit dem Ehrlichkeitsbakterium aus?

Herzlichst

Kurt (Curd) Nickel, Heilpädagoge, Auditor im QMS, Thrillerautor

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