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VNW-Direktor zu Mietsteigerungen in Rostock: Wer sich politisch von unrealistischen Zahlen aus Immobilienportalen leiten lässt, dem ist nicht zu helfen

Hamburg/Rostock. Laut offiziellem Mietspiegel Rostock liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Monat und Quadratmeter bei 7,72 Euro. Nun veröffentlichte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Zahlen des Marktforschungsinstituts Empirica, das Angebotsmieten von Immobilienportalen ausgewertet hat und auf 11 Euro pro Quadratmeter kam. Im Rahmen der Aktionstage fordert der DGB strengere Regelungen.

47/2026

Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

„Inserate auf Immobilienportalen sind die Resterampe der Branche. Dort werden Wohnungen meist für völlig überzogene Mieten eingestellt. Ob diese bei Vermietung tatsächlich vertraglich festgehalten werden, weiß niemand.

Und: Sie bilden nicht den eigentlichen Mietmarkt ab, denn sie vernachlässigen diejenigen, die schon wohnen. Kommunale und genossenschaftliche Neuvermietungen fehlen dort, da diese meist gar nicht über Inserate auf Immobilienportalen angeboten werden. Damit fehlen aber die bezahlbaren, am Gemeinwohl orientierten, stabilen Mietangebote, die für breite Bevölkerungsschichten besonders relevant sind – und die den Schnitt natürlich stark verändern.

Fest steht: Die Realität sieht anders aus. In Rostock befindet sich weit mehr als die Hälfte aller Mietwohnungen (knapp 64.000 von 103.000) im Bestand unserer Mitgliedsunternehmen. Mieterinnen und Mieter von VNW-Unternehmen in Rostock zahlen im Schnitt 6,68 Euro monatliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter. Vor zehn Jahren lag der Preis bei 5,60 Euro, d.h. es gab innerhalb der letzten zehn Jahre eine Steigerung um rund 19 Prozent.

Laut Mietspiegel Rostock liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete in der Hansestadt bei 7,72 Euro pro Quadratmeter. Unsere Mitgliedsunternehmen liegen also 4,68 Euro unter dem offiziellen Mietspiegel.

Diese Diskrepanz zeigt: Auf Basis von Immobilieninseraten Schlagzeilen zu machen, trägt zur Verunsicherung der Bevölkerung bei. Der DGB sollte sich seiner Rolle und Verantwortung bewusst sein. Wer sich politisch von unrealistischen Zahlen aus Immobilienportalen leiten lässt, dem ist nicht zu helfen.“

08/07/2026

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 496 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 760.000 Wohnungen leben rund zwei Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 7,69 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern bei 5,82 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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