HSBC Deutschland

Liberalisierung des Renminbi geht in die nächste Runde

Ein Dokument

Düsseldorf (ots) - Die chinesische Währung Renminbi hat sich in den letzten fünf Jahren als Handelswährung etabliert und ist heute sogar im weltweiten Vergleich eine der wichtigsten Trade Finance Währungen. Ihr Anteil an den globalen Handelsvolumina beträgt bereits 9,43 Prozent (Swift Feb.15).

Jetzt, im Zuge der stetigen Öffnung der chinesischen Kapitalmärkte, gewinnt die Etablierung des Renminbi als Investmentwährung weiter an Fahrt. Vor kurzem wurde erstmals das harte Zentralbankmanagement der Währung aufgeweicht. So wurde der Fixkurs des Renminbi bislang täglich neu festgelegt. Nun jedoch orientiert sich das Fixing am Schlusskurs des jeweiligen Vortags und steht so stärker im Spannungsfeld der aktuellen Marktentwicklungen. "Nach der neuen Fixing-Methode kann die chinesische Währung jetzt theoretisch bis zu 10 Prozent innerhalb einer Woche schwanken. Dies entspricht der bisher größten möglichen Spannbreite an Schwankungen des Renminbis gegenüber dem US-Dollar", erläutert Sven Jürgensen, Head of Corporates FX Sales bei HSBC in Deutschland.

Auch der Internationale Währungsfond (IWF) hat die Entscheidung Chinas zur weiteren Liberalisierung des Renminbi gelobt. Mit der Reform entwickelt sich der Renminbi kontinuierlich zu einer frei schwankenden Währung. Die Liberalisierung ist zudem ein weiterer wichtiger Schritt Chinas, um sich für den Korb der Sonderziehungsrechte (SDR) des IWF zu qualifizieren, dessen zukünftige Zusammensetzung im September 2016 entschieden wird. Das neue Wechselkursregime Chinas zielt auch darauf ab, die Chancen zur Aufnahme des Renminbi in den IWF Korb zu erhöhen, um so den Renminbi langfristig als Reservewährung für internationale Zentralbanken etablieren zu können.

Pressekontakt:

Anja Papp
anja.papp@hsbc.de
+49 211/910-2311

Original-Content von: HSBC Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: HSBC Deutschland

Das könnte Sie auch interessieren: