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Endlich rauchfrei: Tipps für den konsequenten Ausstieg

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Rauchfrei im Mai

Endlich rauchfrei: Tipps für den konsequenten Ausstieg

Der 31. Mai ist der Weltnichtrauchertag. Gesundheitsexpert:innen raten zum konsequenten Stopp statt zum schrittweisen Ausstieg. Leichter gesagt als getan? Dr. Sofia Teichert, Fachärztin für Allgemeinmedizin an der Helios Poliklinik Berlin-Buch, warnt vor vermeintlich harmloseren Alternativen wie E-Zigaretten oder Shishas und gibt Tipps, wie die Nikotinentwöhnung langfristig gelingt.

Der Weltnichtrauchertag Ende Mai bietet einen guten Anlass, um endlich mit dem Rauchen aufzuhören. In Deutschland konsumierten 2025 laut der aktuellen Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA-Studie) noch immer 33,7 % der Erwachsenen regelmäßig Tabakprodukte. Der Griff zur Zigarette gehört für viele Menschen somit zum Alltag: der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei jährlich 795 Fertigzigaretten. Gleichzeitig nimmt auch der Konsum verwandter Nikotinprodukte seit 2018 stetig zu. 2025 nutzten 3,0 % der Bevölkerung im Alter zwischen 14 und 64 Jahren E-Zigaretten, 0,8 % griffen zum Tabakerhitzer. [1] Dabei zählt der Konsum von Tabak hierzulande weiterhin zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. [2] Rauchen begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs sowie Diabetes Typ II und schädigt insbesondere während der Schwangerschaft Mutter und Kind.

Tabakkonsum schädigt Herz, Gefäße, Lunge und das Immunsystem

„Viele Menschen unterschätzen die langfristigen Folgen des Rauchens auf den gesamten Organismus. Schon wenige Zigaretten täglich können Herz, Gefäße, Lunge und das Immunsystem schädigen. Dennoch wird Tabakkonsum in unserer Gesellschaft weiterhin stark normalisiert. Dabei lohnt sich der Ausstieg langfristig vor allem gesundheitlich, aber auch finanziell“, erklärt Dr. Sofia Teichert.

Raucher:innen sind im Vergleich zu Nichtrauchenden einem zwei- bis vierfach erhöhtem Risiko ausgesetzt, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Und diese sind, so Dr. Teichert, die häufigste Todesursache weltweit. Die Folgen des Nikotinkonsums können unter anderem Gefäßverengungen, Ablagerungen, Bluthochdruck sowie eine schlechtere Sauerstoffversorgung des Körpers sein. Zudem enthält Tabakrauch zahlreiche Schadstoffe, die Krebs begünstigen können. Sie fördern unter anderem das Wachstum von Tumorzellen, schalten Schutzmechanismen des Körpers aus und verhindern, dass sich beschädigte Zellen selbst zerstören. Ebenso kann Nikotinkonsum die Entstehung von Diabetes Typ II fördern. Besonders kritisch ist der Griff zur Zigarette oder verwandten Tabakprodukten in der Schwangerschaft. So kann Rauchen bei ungeborenen Kindern Entwicklungsstörungen verursachen und wird mit einem erhöhten Risiko für Hyperaktivität und plötzlichem Kindstod in Verbindung gebracht.

Auch E-Zigaretten und Shishas sind nicht harmlos

In der Annahme, sie seien die gesündere Alternative, greifen viele Menschen zu E-Zigaretten oder nutzen Wasserpfeifen. Aus medizinischer Sicht gilt in beiden Fällen jedoch ebenfalls Vorsicht. So enthält Shisharauch zahlreiche Schadstoffe wie Nikotin, Teer, Kohlenmonoxid oder Schwermetalle. „Durch die oftmals lange Rauchdauer nehmen Konsumierende dann die 50- bis 100-fache Schadstoffmenge einer einzelnen Zigarette auf“, weiß Expertin Dr. Sofia Teichert. Und auch E-Zigaretten sind nicht risikofrei. Zwar findet kein klassischer Verbrennungsprozess statt, dennoch können die enthaltenen Stoffe Entzündungsreaktionen fördern und die Lunge sowie die Blutgefäße schädigen. Die möglichen Folgen der vermeintlich harmloseren Alternativen sind langfristig somit alles andere als harmlos. Zudem bleibt die Gefahr einer Nikotinabhängigkeit bestehen.

Der konsequente Rauchstopp erhöht die Erfolgschancen

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte dabei möglichst konsequent vorgehen, meint Dr. Sofia Teichert. Sie rät von einem schrittweisen Ausstieg ab und empfiehlt einen klaren Rauchstopp. Unterstützung bieten unter anderem Beratungsstellen und Tabakentwöhnungsprogramme. Bei starker Nikotinabhängigkeit können medikamentöse Therapien wirksam sein. Und auch während eines Klinikaufenthalts kann der Einstieg in eine Tabakentwöhnung bereits sinnvoll begleitet werden. Hilfreich sei es laut der Expertin außerdem, gemeinsam mit Freunden, Familienmitgliedern oder Kolleg:innen aufzuhören. Gegenseitige Motivation und feste Ziele würden häufig die Erfolgschancen erhöhen.

Das „Nein“ zur Zigarette lohnt sich doppelt – gesundheitlich und finanziell

Die gesundheitlichen Vorteile der Rauchentwöhnung sind erheblich. Bereits nach acht Stunden sinkt der Kohlenmonoxid-Spiegel im Blut, während der Sauerstoff steigt. Nach 48 Stunden regenerieren sich die Geschmacks- und Geruchsnerven. Nach zwei bis drei Wochen stiegt die Lungenkapazität. Nach wenigen Monaten fällt das Atmen leichter. Und nach etwa fünf Jahren sinkt das Herzinfarktrisiko signifikant. [3] Zugleich entlastet der Rauchstopp auch den Geldbeutel. Denn je nach Konsum entstehen für Raucher:innen jährlich Kosten von mehreren tausend Euro. Auf volkswirtschaftlicher Ebene kommt es durch die Rauchentwöhnung zu einer Entlastung des Gesundheitssystems, da Behandlungskosten für Folgeerkrankungen durch Nikotinkonsum minimiert werden oder entfallen.

Aufklärungsangebote und Initiativen wie der Weltnichtrauchertag sollen Rauchende deshalb nicht nur für die vielen Risiken sensibilisieren, sondern auch Mut machen: Der Ausstieg lohnt sich in jedem Alter – und kann langfristig jedem gelingen.

[1] https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Jahrbuch_Sucht/JBS2026_komplett_web.pdf

[2] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/r/rauchen

[3] https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Unabhaengig_im_Alter_-_Tabak.pdf

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Hauttumorzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert. Zudem ist die Gefäßmedizin in Berlin-Buch dreifach durch die Fachgesellschaften der DGG (Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin), der DGA (deutsche Gesellschaft für Angiologie) und der DEGIR (deutsche Gesellschaft für interventionelle Radiologie) als Gefäßzentrum zertifiziert. Gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zum Barnim, ist das Klinikum mit der S-Bahn (S 2) und Buslinie 893 oder per Auto (ca. 20 km vom Brandenburger Tor entfernt) direkt zu erreichen.

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