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Medizinische Forschung zu Wearables: Mit digitalen Diagnosehelfern die Herzgesundheit im Blick

Medizinische Forschung zu Wearables: Mit digitalen Diagnosehelfern die Herzgesundheit im Blick
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Medizinische Forschung zu Wearables

Mit digitalen Diagnosehelfern die Herzgesundheit im Blick

„Wearables“, tragbare Mini-Computer wie Smartwaches sind nicht mehr nur digitale Spielzeuge für Fitnessliebhaber, sondern eröffnen neue Möglichkeiten bei der Diagnostik und Therapie von Krankheiten. Die kleinen tragbaren Systeme am Handgelenk sind in Kombination mit zugehörigen Apps sehr wertvolle Werkzeuge zur Überwachung. Sie messen Blutdruck und schreiben EKGs. Die Medizin der Zukunft passiert bereits jetzt bei 15 Millionen Deutschen am Handgelenk, doch die erhobenen Daten werden häufig noch nicht genutzt.

Das möchten die Wissenschaftler vom Herzzentrum Leipzig und Helios Health Institute ändern und erforschen nun mit dem „Telewear-Projekt“ den Nutzen dieser digitalen Helfer mithilfe einer App und direkter Anbindung an eine Spezialklinik. Wearables-Nutzer können so schnell und einfach eine qualifizierte medizinische Beurteilung ihrer Gesundheitsdaten erhalten.

Durch ärztliche Auswertung von Smartwach-Daten Herz-Kreislauferkrankungen besser behandeln

„Unser langfristiges Ziel ist ein telemedizinisches Zentrum für die Routine-Behandlung bei Herz-Kreislauferkrankungen. Das bedeutet, dass die Smartwach am Handgelenk, die Gesundheitsdaten nicht nur an die Smartphone-spezifischen Apps übermittelt, sondern direkt von Kardiologen in der Klinik angeschaut und bewertet werden,“ sagt Prof. Dr. Dr. med. Andreas Bollmann, Geschäftsführer am Helios Health Institute und Leitender Oberarzt am Helios Herzzentrum Leipzig. „Die Smartwach ersetzt nicht den Arztbesuch, aber zum EKG-Schreiben muss man heute nicht mehr ausschließlich zum Arzt,“ ergänzt Prof. Bollmann.

Bei dem Forschungsprojekt hört die Überwachung des Herzens nicht bei der Sammlung von Daten auf, sondern wird durch regelmäßige Patientenberichte ergänzt und strukturiert von Ärztinnen und Ärzten ausgewertet. Dafür wurde im Rahmen der Forschung eine eigene App entwickelt.

Wie funktioniert das Screening per App?

Über die vom Leipziger-Team entwickelte „TeleWear-App“ können Nutzerinnen und Nutzer an Studien des Helios-Forschungsbereiches Helios Health Institute teilnehmen und verschiedenste Gesundheitsdaten sicher übermitteln. „Auf Wunsch kann man dann über die App eine ärztliche Beurteilung der bereitgestellten Daten erhalten“, erklärt Dr. Johannes Leiner, Assistenzarzt am Herzzentrum Leipzig, den besonderen Nutzen des Projekts. Menschen mit Risiko für oder bei bekannten Herzrhythmusstörungen ist ein Screening mithilfe von Wearables zu empfehlen, so Prof. Bollmann.

Via App können selbst aufgenommene EKGs übertragen werden und Beschreibungen des eigenen Gesundheitszustandes standardisiert erfasst werden. „Sogenannte Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) in Verbindung mit der sicheren Datenerfassung und direkten Anbindung an eine klinische Infrastruktur machen das Projekt einzigartig“, ergänzt Dr. Leiner.

Herzrhythmusüberwachung mithilfe der TeleWear-App

Eine Voraussetzung zur aktiven Nutzung der App ist die Studienteilnahme und der Besitz einer Smartwatch, die das Aufzeichnen von Gesundheitsdaten wie zum Beispiel eines EKGs ermöglicht. „Die Qualität eines Smartwatch-EKGs ist mittlerweile so gut, dass die europäischen Leitlinien bereits jetzt erlauben, dass mithilfe von Wearables-EKGs eine Diagnose erstellt werden darf“, sagt Prof. Bollmann über die selbstgeschriebenen EKGs.

Herz-Kreislauferkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Im Fokus der aktuellen Studie des Leipziger Teams steht die Überwachung von Menschen mit Vorhofflimmern, eine der am meisten auftretenden Formen von Herzrhythmusstörungen und verantwortlich für ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.

Die entwickelte App ist jedoch nicht als Notfallassistent zu verstehen. Bei akuten Beschwerden sollte der Notruf 112 gewählt werden.

Das Telewear-Projekt wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Link zur Studie

Helios Herzzentrum Leipzig

Helios Health Institute

Helios ist Europas führender privater Gesundheitsdienstleister mit insgesamt rund 126.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Gruppe in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Mehr als 24 Millionen Menschen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2022 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von rund 11,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 87 Kliniken, rund 240 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit etwa 600 kassenärztlichen Sitzen, sechs Präventionszentren und 21 arbeitsmedizinische Zentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,5 Millionen Menschen behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 76.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von rund 7,0 Milliarden Euro. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 58 Kliniken, davon acht in Lateinamerika, über 100 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 18,9 Millionen Patient:innen behandelt, davon 17,8 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 47.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.

Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 44 Kliniken und 37 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.800 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an und erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von 250 Millionen Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt:

Birgit Gugath
Pressesprecherin
Telefon: 0173 2812169
E-Mail:  presse@helios-gesundheit.de