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Der Stoff aus dem Kriege sind
Hintergründe zum Tatort "Blutdiamanten" am 15.1.2005

    Frankfurt/Main (ots) - "Vielleicht sagen viele Leute nach dem Film: das interessiert mich, da will ich mich schlauer machen. Da gibt es ja viele Möglichkeiten." So der Schauspieler Dietmar Bär, Kommissar Schenk im Tatort "Blutdiamanten", der am Sonntag, den 15. Januar ausgestrahlt wird. Bei der Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international kann man sich informieren.

    In den 1990er Jahren erlebte das westafrikanische Land Sierra Leone einen der grausamsten Bürgerkriege Afrikas, der sich maßgeblich durch Diamantenhandel finanzierte. Der südafrikanisch-britische Diamantenkonzern kontrollierte in diesen Jahren etwa 70 Prozent des Diamantenhandels und kann deshalb durchaus als Nutznießer dieses schmutzigen Krieges betrachtet werden. medico international fordert seit vielen Jahren im Rahmen der internationalen Kampagne Fatal Transactions ein Ende des Handels mit Konfliktdiamanten und angemessene Entschädigungszahlungen für die Kriegsopfer - auch durch die internationalen Unternehmen, die indirekt von diesem und anderen Kriegen profitierten.

    Auf Druck der Kampagne Fatal Transactions kam zwar 2002 das selbstverpflichtende Kimberley-Abkommen zustande, das den Handel mit Konfliktdiamanten verhindern soll. Allerdings mangelt es dem Abkommen an einem effektiven Kontrollmechanismus: im westafrikanischen Sierra Leone z.B. werden noch immer weit mehr als die Hälfte aller Diamanten geschmuggelt. Es wäre also möglich, mit den geschmuggelten Diamanten erneut einen Krieg zu finanzieren.

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