medico international

Verheerende Gesundheitssituation im Gazastreifen
Israelische Ärzte liefern Medikamente und setzen Signal gegen Gewaltspirale
Spendenaufruf Nothilfe Gaza

Nothilfe für Gaza: Laster der Ärzte für Menschenrechte Israel beim Beladen in Nablus mit Medikamenten und Verbandsmaterial kurz vor der Abfahrt Richtung Gazastreifen. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/14079 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei.... mehr

Frankfurt/Main (ots) - Die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international unterstützt die medizinische Nothilfe seiner lokalen Partner in Israel und dem Gazastreifen und ruft zu Spenden auf. Aktuell befinden sich zwei Laster mit Medikamenten des israelischen medico-Partners Ärzte für Menschenrechte auf dem Weg in den Gazastreifen.

Aufgrund der hohen Anzahl von Verletzten, laut UN-Angaben zu 75% Zivilisten, durch die Luftangriffe ist das Gesundheitswesen in Gaza zunehmend überfordert. Der Mangel an Medikamenten und Treibstoff für Generatoren verschärft die Lage zusätzlich. 23 Gesundheitseinrichtungen wurden direkt beschädigt. Darunter auch eine Gesundheitsstation des medico-Partners Palestinian Medical Relief Society (PMRS) in Izbat Beit Hanoun, berichtet Dr. Aed Yaghi, PMRS-Leiter in Gaza. Die Einrichtung, welche erst kürzlich mit Mitteln des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgebaut und renoviert wurde, kam bei einem heftigen Bombardement der Nachbarschaft zu Schaden.

PMRS versorgt zzt. auch Verletzte, die nach Operationen wegen der Überbelegung der Intensivstationen in den Krankenhäusern des Gazastreifens vorzeitig entlassen werden müssen.

Für Ran Cohen vom medico-Partner Ärzte für Menschenrechte - Israel (PHR-IL) in Tel Aviv ist die medizinische Nothilfe für Gaza ein wichtiges politisches Signal, dass sich weiterhin Teile der israelischen Gesellschaft der Logik der Eskalation und Vergeltung widersetzen und für einen gerechten Frieden einstehen: "Die zunehmende Kontrolle und Abriegelung des Gazastreifens einerseits, sowie die fehlende Bereitschaft sich für eine gerechte Lösung für den Nahostkonflikt und ein Ende der Besatzung zu engagieren andererseits, führen uns in einen Abgrund und entfachen Hass und Rache, die eine gesunde Gesellschaft unmöglich machen."

Die Fortsetzung der israelischen-palästinensischen Kooperation der medico-Partner in der Region auch in der momentanen Lage lässt medico-Büroleiter Riad Othman hoffen: "Angesichts eines Konflikts, der zunehmend in sinnloser Gewalt versinkt, kommt es darauf an, Inseln der Vernunft zu schaffen. Die gemeinsame Nothilfe unserer Partner auf beiden Seiten ist dabei ein wichtiges Symbol. Die Freiheit und Sicherheit der Israelis ist unmittelbar mit der Freiheit und der Sicherheit der Palästinenser verbunden."

Für die Gaza-Nothilfe seiner israelischen und palästinensischen Partner bittet medico international um Spenden unter dem Stichwort: "Israel/Palästina"

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Mehr Informationen: www.medico.de

Für Nachfragen und Interviewwünsche:


- Riad Othman, medico-Büroleiter in Israel und Palästina, zzt.
Ramallah: Tel. +972 (0)54 653 9790 oder ho-jlem@medico.de
- Bernd Eichner, medico-Pressereferent: Tel. 069/94438-45 oder
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