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Eskalation bis an die Grenze des Krieges
medico-Partner in Israel und Palästina berichten über dramatische humanitäre Situation

Frankfurt/Main (ots) - "Hier gehen überall Raketen runter. Es ist jetzt keine Frage, ob man okay ist oder nicht, sondern ob man das überlebt. Wir haben hier keine Schutzräume oder Bunker, auch kein Raketenabwehrsystem. Wir können nichts tun im Moment. Die Straßen sind, im Vergleich zu sonst, wie leergefegt. Die Raketen schlagen mit einer unglaublichen Häufigkeit ein. Du weißt nicht, ob der nächste Einschlag in der Nähe sein wird oder weit weg, ob vielleicht irgendwann dein eigenes Haus getroffen wird", sagt Dr. Aed Yaghi, Leiter der Palestinian Medical Relief Society im Gazastreifen, deren medizinische Programme medico international unterstützt.

Auch die israelischen Partner von medico, die Ärzte für Menschenrechte, berichten, dass jeder Alarm in Israel die Menschen in Angst versetzt, auch wenn es in Israel durch die Raketenangriffe bislang keine Todesopfer gab, während im Gazastreifen seit Beginn der militärischen Eskalation über 100 Menschen ums Leben kamen. "Wir können mit der Unterstützung unserer Partner versuchen, das Leid zu lindern, aber was hier dringend nottut, ist eine politische Lösung und Beendigung der Besatzung", so Riad Othman, Leiter des medico-Büros in Ramallah.

Mustafa Barghouti, Präsident der Palestinian Medical Relief Society, sagt dazu: "Die Asymmetrie des Konflikts ist vielleicht die Wurzel des Problems. Fakt bleibt, dass eine militärische Besatzung seit 47 Jahren hingenommen wird. Sie hat das Leben der Palästinenser mit der Zeit in ein repressives Apartheid-System gezwungen. Wenn sich das nicht ändert, wird sich nichts ändern. Weder Palästinenser noch Israelis werden wirklichen Frieden oder Sicherheit genießen."

medico international bittet um Spenden für seine Partner unter dem Stichwort: "Israel/Palästina"

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Pressekontakt:

Für Interviews auf Deutsch und Englisch steht Riad Othman,
Repräsentant von medico in Ramallah zur Verfügung:
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ho-jlem@medico.de

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