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Falter brauchen Futterpflanzen: Bergwaldprojekt-Freiwillige arbeiten für den Schutz des Skabiosen-Scheckenfalters in der Rhön

Falter brauchen Futterpflanzen: Bergwaldprojekt-Freiwillige arbeiten für den Schutz des Skabiosen-Scheckenfalters in der Rhön
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Gut 40 Bergwaldprojekt-Freiwillige arbeiten zwei Wochen lang im UNESCO-Biosphärenreservats Rhön für den Schutz des selten gewordenen Skabiosen-Scheckenfalters. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Futterpflanze seiner Raupen: dem Teufelsabbiss.

Sie sind herzlich eingeladen, den Einsatz vor Ort zu besuchen.

Falter brauchen Futterpflanzen: Bergwaldprojekt-Freiwillige arbeiten für den Schutz des Skabiosen-Scheckenfalters in der Rhön

Würzburg / Hilders, 19.08.2021

Rund 40 Freiwillige des Bergwaldprojektes sind wieder vom 22. August bis zum 4. September im hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön im Einsatz. In dieser Zeit werden sich die TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland vor allem um das Vorkommen des seltenen Skabiosen-Scheckenfalters und die Pflege seines Habitats kümmern. Dafür wird unter anderem auch der Teufelsabbiss gepflanzt, die Futterpflanze der Schmetterlingsraupen. Daneben sensibilisiert der Einsatz die Freiwilligen für eine nachhaltige Lebensweise in ihrem Alltag.

Die Freiwilligen werden in den beiden Einsatzwochen unter der Anleitung von Fachleuten vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie von Jan Knittel, Ranger bei der Hessischen Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, Freiflächen – zum Teil mit Handsensen – mähen und das Mähgut abtransportieren, damit die Nährstoffe von der Fläche genommen werden. Dabei wird darauf geachtet, dass der Teufelsabbiss als Futterpflanze für die Raupen des Skabiosen-Scheckenfalters stehen bleibt. Um das Vorkommen der überlebenswichtigen Futterpflanze zu stärken, wird diese zudem gezielt gepflanzt. Das Biosphärenreservat Rhön ist eines von nur noch wenigen Gebieten in Deutschland, in denen der schöne, aber auch als stark gefährdet eingestufte Falter vorkommt.

„Der Erhalt der Artenvielfalt ist nicht nur von politischen Rahmenbedingen abhängig, sondern erfordert auch immer die konkrete Arbeit vor Ort. Die Freiwilligen leisten hier mit ihrem persönlichen Einsatz einen ganz konkreten Beitrag zum Erhalt des Ökosystems und der Artenvielfalt“, sagt Jan Knittel, Ranger bei der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats. „Und nebenbei erleben sie bei ihrer Arbeit die faszinierende Landschaft der Hochrhön.“

„Wer sich freiwillig tatkräftig für die Artenvielfalte engagiert, entwickelt auch eine neue Beziehung zur Natur. Die in der Einsatzwoche gesammelte Erfahrung der Selbstwirksamkeit bestärkt die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie beteiligen sich damit aktiv am notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft“, ergänzt Pauline Zenetti, Projektleiterin beim Bergwaldprojekt e.V.

Neben der praktischen Arbeit ist wie bei allen Projektwochen ein gemeinsamer Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Biosphärenreservates und dessen Bedeutung für das Zusammenspiel von Mensch und Natur zu beleuchten. Untergebracht ist die Gruppe auf dem Spielgelshof in Ehrenberg-Melperts. Eine eigene Köchin kümmert sich mit vegetarischer Vollwertkost – mit möglichst regionalen und saisonalen Zutaten – um die Verpflegung der Gruppen.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich mehr als 3.000 TeilnehmerInnen und über 140 Projektwochen an mehr als 70 Einsatzorten in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeiten sind neben Biotop- und Artenschutz auch Waldumbau und -pflege sowie Moorwiedervernässungen.

Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den TeilnehmerInnen die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden.

HINWEIS AN REDAKTIONEN: Sie sind herzlich eingeladen, sich selbst einen Eindruck von den Arbeiten vor Ort zu machen. Vereinbaren Sie dazu bitte einen Termin.

Pressekontakt

Anna-Lena Bieneck
Hessische Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön
Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0661 6006 7804
E-Mail:  anna-lena.bieneck@br-rhoen.de
Pauline Zenetti, Projektleiterin Bergwaldprojekt erste Woche: 0157 32354522
Jens Eber, Projektleiter Bergwaldprojekt zweite Woche: mobil: 0176 72839041

Peter Naumann
Pressesprecher Bergwaldprojekt e.V.
Tel.: 0831-512 7635 | mobil: 0171 2072265
E-Mail:  pn@bergwaldprojekt.de

Pressefotos in druckfähiger Ausführung von einem früheren Einsatz und vom Skabiosen-Scheckenfalter können Sie hier kostenfrei herunterladen. Das Copyright liegt beim Bergwaldprojekt e.V., sofern nicht anders angegeben.