Vom Deutschen Eck ins Skills Lab
Pressemitteilung der Hochschule Bremerhaven vom 25. Juni 2026
Vom Deutschen Eck ins Skills Lab
Angehende Pflegekräfte aus Koblenz besuchen Hochschule Bremerhaven
Wie werden an der Hochschule Bremerhaven Physician Assistants ausgebildet? Das hat sich eine Gruppe angehender Pflegefachkräfte von der Bildungscampus am Katholischen Klinikum Koblenz gGmbH kurz vor den Abschlussprüfungen einen Vormittag lang genauer angesehen. Sie nutzte ihre Studienfahrt für einen Besuch im Skills Lab der Hochschule Bremerhaven. Die wissenschaftlich-technische Mitarbeiterin Nicole Schwieger hatte verschiedene Stationen für sie aufgebaut, an denen sie die medizinischen Modelle testen konnten.
Eine Abschlussfahrt an die Nordsee haben sich die Auszubildenden des Bildungscampus in Koblenz gewünscht. Dazu gehörte auch ein Ausflug nach Bremerhaven. Auf die Idee, dass sie dort nicht nur die touristischen Sehenswürdigkeiten, sondern auch das Skills Lab der Hochschule Bremerhaven besuchen könnten, hat sie eine Lehrerin gebracht. „Eine Freundin, mit der ich am Bildungscampus in Koblenz meine Ausbildung gemacht habe, unterrichtet heute dort. Vor kurzem hat sie mich im Skills Lab besucht und war begeistert davon, wie gut wir hier ausgestattet sind“, sagt Nicole Schwieger, die als wissenschaftlich-technische Mitarbeiterin im Studiengang Physician Assistant an der Hochschule Bremerhaven arbeitet. Schnell war der Kontakt zu Annika Opper und Christian Burg hergestellt, die als Lehrkräfte die Abschlussklasse begleitet haben. „Wir sind fasziniert von den Übungsmöglichkeiten! Definitiv das fachliche Highlight der Kursfahrt und eine gute Vorbereitung für die anstehenden praktischen Examens-Prüfungen! Vielen Dank für die spannende Zeit und die herzliche Gastfreundschaft“, sagt Christian Burg.
Wunden nähen, Blut abnehmen und Zugänge legen: Das und vieles mehr haben die Koblenzer Pflegeschüler:innen während ihrer Ausbildung bereits gelernt. Im Skills Lab konnten sie ihr Können an Modellen unter Beweis stellen. Nicole Schwieger hatte mehrere Stationen aufgebaut, an denen sie selbstständig arbeiten konnten. „Wir haben einen sehr großen Praxisanteil im Studiengang. Das ist auch deshalb gut, weil es Tätigkeiten gibt, die etwas Überwindung kosten. Werden sie vor dem Berufseinstieg an den Modellen geübt, fällt es später an den Patient:innen etwas leichter“, erklärt Nicole Schwieger. Während ihrer Ausbildung habe man sich noch gegenseitig Blut abgenommen und Nähen an einem Stück Schweinebauch geübt. Das sei heute anders. In den Schränken des Skills Labs sind zahlreiche Modelle von Körperteilen zu finden, an denen vom Spritzensetzen bis zum Blasenkatheder legen alles geübt werden kann. Ein Modell dürfte für viele der Besucher:innen ein besonderes Highlight gewesen sein. „Wir haben eine Puppe, mit der wir eine Geburt simulieren können. Einmal im Jahr kommt der Chefarzt der Gynäkologie des Klinikums Reinkenheide zu uns und zeigt den Studierenden, was sie bei einer Geburt beachten müssen“, sagt Nicole Schwieger. Anders als in der Realität lässt sich dabei einstellen, wie lang der Geburtsvorgang dauern soll. In diesem Fall erblickte das Baby nach einer Minute das Licht der Welt.
Physician Assistants unterstützen Ärzt:innen bei der Behandlung von Patient:innen und übernehmen delegierbare ärztliche Tätigkeiten, die Pflegekräfte und Medizinisch-Technische Mitarbeitende nicht ausführen dürfen. Das macht sie zu einer großen Unterstützung in Zeiten des Ärzt:innenmangels. „Im Grunde dürfen PAs fast alles machen, was auch Assistenzärzt:innen tun, aber nicht alles allein und eigenständig“, erklärt Nicole Schwieger. Daher sei der Studiengang inhaltlich auch sehr nah am Medizinstudium. Gleichzeitig werden aber auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt, damit die Absolvent:innen wirklich in allen Bereichen unterstützen können. Eine abgeschlossene Ausbildung ist keine Zugangsvoraussetzung. Wer allerdings auf diese Weise bereits Praxiserfahrungen sammeln konnte, hat es manchmal während der Übungen an den Modellen ein wenig leichter. „Unsere Studierenden mit Ausbildung unterstützen diejenigen, die bisher keine Erfahrungen gesammelt haben und beispielsweise mehrere Anläufe beim Blutabnehmen brauchen.
Derzeit läuft die Bewerbungsphase für ein Studium an der Hochschule Bremerhaven. Auch der Bachelorstudiengang Physician Assistant nimmt neue Studierende auf. Die Bewerbungsfrist für diesen sowie die beiden anderen zulassungsbeschränkten Studiengänge Soziale Arbeit und Digitale Medienproduktion endet am 15. Juli. Bei den zulassungsfreien Studiengängen ist die Bewerbung bis zum 15. August möglich. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren für Bachelorstudiengänge unter www.hs-bremerhaven.de/bachelorbewerbung. Wer Interesse an einem Masterstudium hat, findet weitere Informationen unter https://www.hs-bremerhaven.de/masterbewerbung.
Mit Begeisterung studieren, lehren und forschen – dafür steht die Hochschule Bremerhaven. In mehr als 20 praxisnahen und innovativen Studiengängen profitieren die rund 3.000 Studierenden von der engen Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft und modernen Lehr- und Lernansätzen. Die zahlreichen Forschungsaktivitäten der „Hochschule am Meer“ wurden bereits vielfach ausgezeichnet und unterstützen nachhaltige Entwicklungen in der Region und darüber hinaus.
Pressekontakt: Hochschule Bremerhaven Nadine Metzler An der Karlstadt 8 27568 Bremerhaven nmetzler@hs-bremerhaven.de presse@hs-bremerhaven.de