Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung e.V. (DPtV)
Weltkindertag: Starke Kinder brauchen eine gesunde Psyche
DPtV fordert verlässliche psychotherapeutische Versorgung und mehr Prävention für Kinder und Jugendliche
„Zu viele Kinder berichten von psychischen Belastungen, die zudem seit Jahren ansteigen. Das muss uns gerade am Weltkindertag aufhorchen lassen“, stellen Dr. Christina Jochim und Dr. Enno Maaß, Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) fest. Der Weltkindertag macht Politik und Gesellschaft auf die Rechte von Kindern aufmerksam und steht dieses Jahr unter dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft“. Die UN-Kinderrechtskonvention verankert das Recht von Kindern auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit und entsprechende Versorgung. „Dazu gehört selbstverständlich auch die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“, konstatieren die DPtV-Bundesvorsitzenden.
Ambulante Psychotherapie und Prävention stärken
Angesichts der wachsenden Zahlen an psychisch belasteten Kindern und Jugendlichen, die uns spätestens seit der Corona-Pandemie in vielfältigen Studien begegnen, ist politisches Handeln erforderlich. „Wir fordern die Politik auf, den Koalitionsvertrag umzusetzen und die dort angekündigte eigene Bedarfsplanung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zeitnah umzusetzen“, sagt Dr. Enno Maaß. „Aber auch die Förderung präventiver Angebote, um Kinder und Jugendliche gar nicht erst ernsthaft erkranken zu lassen, darf nicht aus dem Blick geraten. Immerhin hat die Bundesregierung angekündigt, die Versorgungssituation und Resilienz von Kindern und Jugendlichen zu stärken.”
Starke Kinder brauchen auch gesunde Eltern
„Wenn wir über die psychische Gesundheit von Kindern sprechen, müssen wir auch ihre Eltern mitdenken“, ergänzt Dr. Christina Jochim. Zahlreiche Studien belegen ein erhöhtes Risiko für eigene psychische Erkrankungen bei Kindern von psychisch erkrankten Eltern. „Wenn wir also nicht ausreichend für die psychische Gesundheit von Eltern sorgen, wirkt sich das auf unsere Kinder aus.“ Vor diesem Hintergrund sei es der falsche Weg, ab 2027 bei der ambulanten Psychotherapie von Erwachsenen zu kürzen und damit Therapieplätze zu verringern. „Hier muss die Politik dringend den Kurs ändern – zum Wohle der Eltern, aber eben auch zum Wohle der Kinder und Jugendlichen“, so die DPtV-Bundesvorsitzende.
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