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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

PM Bundesstiftung Aufarbeitung: Didacta 2026: DDR-Geschichte zwischen Klassenzimmer und Social Media

Didacta 2026: DDR-Geschichte zwischen Klassenzimmer und Social Media

Berlin/Köln, 06. März 2026 – Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt vom 10. bis 14. März 2026 auf der Bildungsmesse didacta in Köln ihre Angebote für die schulische und außerschulische historisch-politische Bildung vor. Am Stand der Stiftung in Halle 7 (A13) präsentiert das Team Materialien und Projekte, die Lehrkräften Wege eröffnen, die Geschichte der kommunistischen Diktatur in der DDR anschaulich und gegenwartsbezogen im Unterricht zu vermitteln. Vorgestellt werden unter anderem der bundesweite Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten“, das Zeitzeugenbüro der Stiftung, die neue Ausstellung „Die Partei hat immer recht“, Unterrichtsmaterialien für inklusive und interkulturelle Bildungsarbeit sowie die Videoreihe „Backstage DDR“.

Der Messeauftritt greift eine Erfahrung auf, die viele Lehrkräfte teilen: Jugendliche begegnen der DDR-Geschichte häufig zunächst in kurzen, stark vereinfachten Darstellungen auf Plattformen wie TikTok oder Instagram. Im Unterricht dagegen steht die systematische Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur, ihren Machtstrukturen und den Erfahrungen von Anpassung, Opposition und Repression im Mittelpunkt. Wie sich diese unterschiedlichen Zugänge verbinden lassen und wie historisches Wissen im digitalen Medienumfeld vermittelt werden kann, gehört daher zu den Fragen, die die Bundesstiftung Aufarbeitung auf der didacta aufgreift.

Teil des offiziellen Programms ist das gemeinsame Podium des didacta Verbands und der Bundesstiftung am 13. März von 14:15 – 15:00 Uhr zur Frage, ob Einheit und Teilung „Schnee von gestern“ sind oder weiterhin die Gegenwart prägen. Dort diskutieren der Historiker Dr. Frank Hoffmann und der Lehrer Thomas Kahl über die Rolle von Zeitzeugenarbeit und Erinnerungskultur im Unterricht sowie über konkurrierende Narrative zur DDR-Geschichte zwischen Schulbuch, Öffentlichkeit und sozialen Medien.

Die Stiftung nutzt die Messetage, um Begegnungen von Schülerinnen und Schülern mit Zeitzeugen zu ermöglichen. So spricht der heute 97-jährige Jochen Stern am 11. März im Kölner Berufskolleg Kartäuserwall über seine Verhaftung durch den sowjetischen Geheimdienst im Jahr 1947 sowie über die Jahre der Haft unter anderem im Zuchthaus Bautzen. Einen Tag später berichtet die Zeitzeugin Kerstin Seifert am Apostelgymnasium Köln von ihrer Verurteilung wegen politischer Vorwürfe im Jahr 1985, ihrer Haft in der DDR und ihrer Freilassung 1986 im Rahmen des Häftlingsfreikaufs in die Bundesrepublik. Solche Begegnungen machen historische Erfahrungen unmittelbar nachvollziehbar und geben Einblick in Lebenswege, die von politischer Verfolgung geprägt waren.

Weitere Informationen zu Bildungsangeboten der Bundesstiftung Aufarbeitung:

https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/bildung

Hinweis für Journalistinnen und Journalisten:

Wenn Sie an einem der Zeitzeugengespräche teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte vorab per E-Mail an schule@bundesstiftung-aufarbeitung.de

Jonathan Harnisch

Pressereferent

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kronenstraße 5 | 10117 Berlin | Tel. 030 / 31 98 95 225

j.harnisch@bundesstiftung-aufarbeitung.de | www.bundesstiftung-aufarbeitung.de | facebook.com/BundesstiftungAufarbeitung

Datenschutz: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/datenschutz

Unsere neue Ausstellung "Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR": bundesstiftung-aufarbeitung.de/dieSEDimAlltag

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