Noch Fragen zu Mobilfunk, Krebs und WHO-Studien? US-Experten geben Antwort
Pressemitteilung von diagnose:funk vom 30.9. 2026
Noch Fragen zu Mobilfunk, Krebs und WHO-Studien? US-Experten geben Antwort
Webinar: Warum geltende Grenzwerte nicht vor Krebs und Fortpflanzungsschäden schützen / 30.9. 19 Uhr MESZ
Stuttgart, 30.9.2026: Die internationale Wissenschaftler-Kommission ICBE-EMF (International Commission on the Biological Effects of Electromagnetic Fields) stellt heute Abend um 19 Uhr MESZ (13 Uhr US-Ostkürste) in einem Zoom-Webinar vor, warum die geltenden Mobilfunk-Grenzwerte nicht vor Krebs und Fortpflanzungsschäden schützen.
Anmeldung zum Webinar:
Referent ist Dr. Ron Melnick: Er war 28 Jahre lang als Toxikologe beim National Toxicology Program (NTP) am National Institute of Environmental Health Sciences tätig. Dort leitete er die Konzeption der bahnbrechenden NTP-Studien zur Hochfrequenzstrahlung von Mobiltelefonen. Diese Studien ergaben – ebenso wie die Forschungsergebnisse des Ramazzini-Instituts – eine erhöhte Krebsrate bei Versuchstieren, die langfristig Mobilfunkstrahlung ausgesetzt waren.
Dr. Melnick wird im Webinar die wissenschaftlichen Belege für einen Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und Krebs sowie Fortpflanzungsschäden erörtern und die Bewertung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) aus dem Jahr 2011 beleuchten, in der HF-Strahlung als „möglicherweise krebserzeugend“ für den Menschen eingestuft wurde.
Das Bundesamt für Strahlenschutz und viele darauf basierende Medienberichte behaupten regelmäßig, die von der WHO in Auftrag gegebenen systematischen Übersichtsarbeiten (Reviews) würden die Ungefährlichkeit von Mobilfunkstrahlung belegen. Dr. Melnick wird jedoch zeigen, warum diese Reviews nicht als Sicherheitsnachweis interpretiert werden sollten. Dabei geht er auf deren methodische Mängel ein, die im wissenschaftlichen Artikel „WHO Commissioned Systematic Reviews on Health Effects of Radiofrequency Radiation Provide No Assurance of Safety“ von den ICBE-EMF-Wissenschaftler:innen aufgezeigt wurden.
Abschließend wird Dr. Melnick die neueste quantitative Krebsrisikobewertung seines Teams vorstellen: „Cancer Risk Assessment of Radiofrequency Radiation Using U.S. EPA Methodology“, in der die Krebsrisikomethoden der EPA auf die Ergebnisse der NTP-Studien angewendet wurden. Die Analyse kam zu dem Schluss, dass die aktuellen Expositionsgrenzwerte der FCC, des IEEE und der ICNIRP (und damit auch die deutschen Mobilfunk-Grenzwerte) mindestens 200-mal zu hoch sind, um vor Krebsrisiken zu schützen, und 24-mal zu hoch, um vor Schäden an der Fortpflanzungsfähigkeit zu schützen.
Kontakt für Rückfragen:
- Matthias von Herrmann, Pressereferent, Tel. 0711-250869-4 oder 0174-7497868
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