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11.10.2005 – 14:06

Munich Re

Deutsche sind bereit, Risiken zu tragen
Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Münchener Rück AG

    München (ots)

    

    Über 65% aller Deutschen möchten kein risikofreies Leben führen /     Kluft zwischen individueller und kollektiver Risikobereitschaft /     Ein Drittel der Deutschen vermisst eine ausgeprägte Wagniskultur     in Deutschland

    Die Deutschen sehen immer nur das Negative und sind einem starren Sicherheitsdenken verhaftet. So weit das gängige Vorurteil, das jedoch in einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest keine Bestätigung findet. Denn: Rund 66% aller Deutschen möchten kein risikofreies Leben führen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage. In Auftrag gegeben hatte die Befragung die Münchener Rück AG anlässlich der Ausstellung CHANCE : RISIKO (noch bis 1. November 2005 im Haus der Kunst, München).  

    Zentrale Frage: Ist das Glas "halb voll" oder "halb leer"?

    Von der immer wieder strapazierten These, dass in Deutschland eine "Vollkaskomentalität" herrscht, kann keine Rede sein. Hier bietet die Umfrage ein differenziertes Bild: So bewerten 76% der Befragten eine Situation, in der sich Chance und Risiko die Waage halten, als Chance. Die viel zitierte Metapher vom "halb vollen" oder "halb leeren Glas" betrachtet die klare Mehrheit der Deutschen also eindeutig positiv.

    Einen signifikanten Einfluss auf die persönliche Grundeinstellung und Risikobereitschaft haben Bildung, Ausbildung und die individuelle Lebenssituation. Während sich fast die Hälfte (48,6%) der Befragten mit Hauptschulabschluss ohne Lehre auf die Frage nach ihrer Grundhaltung ein Leben ohne jedes Risiko wünscht, sind es bei den Befragten mit Abitur oder Studium lediglich 23,9%. Mit einer qualifizierten Ausbildung wächst auch die persönliche Risikobereitschaft.

    Bewohner der neuen Bundesländer mit vorsichtigerer Grundhaltung

    Interessant auch der Blick auf die alten und neuen Bundesländer: Bürger aus den neuen Bundesländern lassen eine vorsichtigere Grundhaltung erkennen. Immerhin 68% sehen stärker die Chance als das Risiko im Vergleich zu rund 79% in den alten Bundesländern, die das metaphorische Glas als "halb voll" betrachten. Hingegen ist das Sicherheitsdenken im Westen stärker ausgeprägt. Dort befürworten 40% ein Leben ohne jedes Risiko, im Osten dagegen nur 30%.

    So positiv man sich selbst einschätzt, so skeptisch fällt die Antwort auf die Frage nach der Einstellung der Gesellschaft zum Thema Risiko aus. Gefragt war nach der gesellschaftlichen Risikobereitschaft, Flexibilität und Offenheit gegenüber Neuem. Nur 10,6% der Befragten halten die Wagniskultur in Deutschland für stark bis sehr stark ausgeprägt. Hingegen sind 31,2% der Meinung, sie sei gar nicht bis schwach vorhanden. Am kritischsten ist hier die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen.

    TNS Infratest befragte im Monat August 1.000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger ab 14 Jahren.

    Ausstellung CHANCE : RISIKO - bis 1. November 2005 im Haus der     Kunst in München

    Unser Umgang mit dem Risiko ist Thema der Ausstellung CHANCE : RISIKO der Münchener Rück im Haus der Kunst in München. Sie fragt, ob wir heutzutage mit Risiko sinnvoll umgehen oder ob wir uns in den letzten Jahrzehnten einfach darauf versteift haben, Sicherheit um jeden Preis zu erlangen. Der Besucher erfährt: Wer lebt, riskiert. Risiko begleitet uns von der Geburt an auf Schritt und Tritt. Die Schau zeigt aber auch: Wer Risiken meidet, nimmt Chancen nicht mehr wahr. Der Besucher kann sein eigenes Risikoverhalten in der Ausstellung prüfen. Die kostenlose Ausstellung ist noch bis zum 1. November zu sehen.


Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Hund / Dirk Loesch
Agentur LoeschHundLiepold Kommunikation
Tel.:      089/ 72 01 87 10
E-Mail:  t.hund@lhlk.de
              d.loesch@lhlk.de.

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