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Hauptpreis bei "Jugend forscht junior" für das Flugzeugkonzept zur Wasserstofferzeugung

Hauptpreis bei "Jugend forscht junior" für das Flugzeugkonzept zur Wasserstofferzeugung
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Hauptpreis bei "Jugend forscht junior" für das Flugzeugkonzept zur Wasserstofferzeugung

Heute, am 21. März, wurden an der Universität Kassel die Siegerinnen und Sieger des hessischen Landeswettbewerbs „Jugend forscht junior“ gekürt. Der Hauptpreis für die schöpferisch beste Arbeit ging an das Projekt „Flugzeugkonzept zur Erzeugung von Wasserstoff aus Sonnenenergie in der Stratosphäre“ und wurde vom Hessischen Bildungsminister Armin Schwarz persönlich übergeben. Insgesamt erhielten sechs Teams in sechs verschiedenen Disziplinen den ersten Preis.

Liang Künzler (13) erhielt für seine Arbeit zum Flugzeugkonzept zur Erzeugung von Wasserstoff den Hauptpreis für die „Schöpferisch beste Arbeit“ sowie den ersten Preis in der Disziplin Technik. In seinem Projekt hat der Schüler ein Flugzeug entworfen, das autonom in die Stratosphäre aufsteigt und in 15.000 m Höhe mit Sonnenenergie Wasserstoff erzeugt und in Drucktanks speichert. Im Modell werden viele Flugzeuge von einem Tankschiff begleitet und liefern dort, ähnlich wie Bienen am Nektar, den Wasserstoff ab. Mit seinem Projekt hat Liang die Jury klar überzeugt. Die Auszeichnung „Schöpferisch beste Arbeit“ ist mit 300 Euro dotiert und wird vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen gestiftet.

Die Erstplatzierten in den weiteren Disziplinen erhalten ein Preisgeld von jeweils 150 Euro. Diese sind:

Arbeitswelt: „‘NeuroPon‘: Gehirnwellengesteuertes Gaming zur Überwindung von Barrieren“ (Liam Alexander Lang (14), Klara von Hauff (12), Grimmelshausen Gymnasium, Gelnhausen)

Chemie: „Nachhaltige Grillanzünder aus Bioabfällen“ (Henri Gernhardt (14), Elia Valentin Centonze (14), Alexander Hoffmann (14), Justus-Liebig-Schule, Darmstadt)

Geo- und Raumwissenschaften: „Entwicklung eines Mehrkanal-Strahlungsmesssystems für Stratosphärenmessungen“ (Julian Mayer (14), Goethe-Gymnasium Bensheim, Bensheim)

Mathematik / Informatik: „Allgemeiner Algorithmus zur Ellipsenerkennung und -klassifizierung“ (Robin Söder (14), SchülerForschungsZentrum Nordhessen der Universität Kassel, Kassel)

Physik: „Smarte Flüssigkeiten - Smarte Autos? MR-Fluide als Metamorphe Stoßdämpfer“ (Akaash Bhagwat (14), Emil Zuckermann (12), Steinmühle – Schule & Internat, Marburg)

Technik: „Flugzeugkonzept zur Erzeugung von Wasserstoff aus Sonnenenergie in der Stratosphäre“ (Liang Künzler (13), Jugend forscht MakerLab, Schuldorf Bergstraße,

Seeheim - Jugenheim)

Der Landessieg für das beste interdisziplinäre Projekt ging an Jenna Ronald (14) aus dem Jugend forscht MakerLab am Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim für ihre Arbeit „Interplanetär - Leben unter Gravitation“. Außerdem wurden zahlreiche Sonderpreise verliehen.

Bei der Preisverleihung begrüßte zunächst der Hessische Minister für Kultus, Bildung und Chancen Armin Schwarz das Publikum. Er hatte sich zuvor selbst bei einem Rundgang durch die Ausstellung ein Bild von den vielfältigen Projekten gemacht. „Jugend forscht JUNIOR zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in hessischen jungen Köpfen steckt. In einer Zeit großer Herausforderungen – von der Klimawende bis zur Digitalisierung – brauchen wir genau diesen Entdeckungsdrang und Mut, neue Fragen zu stellen. Der bemerkenswerte Anstieg der Teilnehmerzahlen in diesem Jahr zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind, diesen Mut zu fördern. Deutschland lebt von Forscherdrang, Kreativität und Wissen. Deshalb ist die MINT-Bildung ein zentraler Bestandteil unserer Zukunftsfähigkeit.

Danach begrüßte Oberbürgermeister Dr. Sven Schoeller die Anwesenden im Namen der Stadt Kassel: „Kassel bietet mit einer vielfältige Schullandschaft und einer äußerst aktiven Schülerforschung-Szene beste Bedingungen für mutige und innovative Jungforscherinnen und -forscher. Wir freuen uns daher sehr, erneut Gastgeber dieses bedeutenden Wettbewerbs zu sein."

Im Anschluss wandte sich Prof. Dr.-Ing. Axel Bangert in Vertretung des Vizepräsidenten der Universität Kassel Prof. Dr. René Matzdorf an die anwesenden Jungforscherinnen und -forscher: „Es ist mir eine besondere Freude, dass wir in diesem Jahr mit 66 Teilnehmenden in insgesamt 37 Teams einen neuen Rekord bei der Beteiligung verzeichnen können. Gleichzeitig hat jede und jeder von euch einen persönlichen Rekord aufgestellt, indem ihr eure Projekte mit Mut, Ausdauer und wissenschaftlicher Neugier präsentiert habt.“

Moderiert wurde die Festveranstaltung von dem Physiker und Wissenschaftsjournalisten Dr. Sascha Ott.

„Jugend forscht junior“ (vormals „Schüler experimentieren“) ist die Juniorsparte von „Jugend forscht“. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler zwischen der 4. Klasse und 14 Jahren. Der Landeswettbewerb Hessen wird jedes Jahr vom Fachbereich Elektrotechnik/Informatik an der Uni Kassel veranstaltet. In dieser Runde nahmen insgesamt 66 Jungforscherinnen und -forscher in 37 Teams teil. Sie präsentierten ihre Projekte, Experimente und Ergebnisse zunächst der Jury (am 20.03.) und dann der Öffentlichkeit (am 21.03.).

Der Hessische Landeswettbewerb „Jugend forscht junior“ wird großzügig unterstützt von den Pateninstitutionen cdw Stiftung gGmbH und Stiftung Hübner und Kennedy gemeinnützige GmbH sowie u.a. dem Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen und VDI Bezirksverein Nordhessen.

Weitere Zitate:

Prof. Dr.-Ing. Axel Bangert, Fachbereichsbeauftragter für den Landeswettbewerb: „Hier haben wir die "hessischen Bodenschätze der Zukunft" auf kleinstem Raum versammelt. Die Jungforscherinnen und Jungforscher haben beeindruckende Ergebnisse erzielt und ihre Projekte anschaulich präsentiert. Gleichzeitig sind sie wichtige MINT-Botschafterinnen und -Botschafter, die andere für naturwissenschaftlich-technische Themen begeistern."

Eva Kretzer, Leiterin des Landeswettbewerbs: „Das diesjährige Motto ‚Maximale Perspektive‘ steht sinnbildlich für das enorme Potenzial junger Menschen im MINT-Bereich. Dass wir in diesem Jahr so viele Teilnehmende und Projekte wie noch nie verzeichnen, ist ein starkes Signal für die Innovationskraft unseres wissenschaftlichen Nachwuchses.“

Moritz Micalef von der cdw Stiftung: „‚Jugend forscht junior‘ steht für Neugier, Forschergeist und den Austausch junger Talente. Wenn Schülerinnen und Schüler im Alter bis 14 Jahre an Themen wie gehirnwellengesteuertem Gaming, neuen Materialien aus Milchprotein oder der Frage nach dem Leben unter Gravitation arbeiten, zeigt sich eindrucksvoll, wie viel Kreativität und wissenschaftliche Neugier in ihnen steckt. Das engagierte Rahmenprogramm der Universität Kassel schafft dabei genau den Raum für Begegnung und Vernetzung, in dem junge Forschende voneinander lernen und ihre Ideen weiterentwickeln können.“

Reinhard Hübner, Geschäftsführer der Stiftung Hübner und Kennedy gemeinnützige GmbH: „Das Maximum an Perspektive entsteht dort, wo junge Menschen früh Vertrauen erfahren und ihre Ideen in offenen Denk‑ und Forschungsräumen frei entfalten können. Jugend forscht junior schafft genau solche Räume und zeigt eindrucksvoll, wie Neugier, Kreativität und Potenzial in jungen Köpfen geweckt werden. Deshalb verdient der Wettbewerb unsere volle Unterstützung.“

Prof. Dr. Dirk Dahlhaus, Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik/Informatik: „In unserer hochtechnisierten Welt könnte man den Eindruck gewinnen, dass bereits alles erforscht und entwickelt sei. Dem ist jedoch nicht so. Gerade bei ‚Jugend forscht junior‘ zeigt sich, dass die Beantwortung einer Frage in der Wissenschaft immer neue, spannende Fragestellungen hervorbringt. Diese tragen dazu bei, gesellschaftliche und technologische Herausforderungen zu lösen.“

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Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle der Universität Kassel:
Sebastian Mense
Universität Kassel
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 561 804-1961
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 www.uni-kassel.de

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Die Universität Kassel hat rund 21.000 Studierende (Wintersemester). Sie versteht sich als eine Universität, an der Offenheit, Initiative, fächerübergreifendes und unkonventionelles Denken gewünscht und gefördert werden. Mehr als 300 Professuren sind in elf Fachbereichen (inkl. Kunsthochschule) organisiert. Zahlreiche neue Studiengänge entstehen derzeit, u.a. im Bereich der Nachhaltigen Transformationen.
 
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