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Universität Kassel

Wie Strahlen auf Lebewesen wirken: Neues LOEWE-Forschungsprojekt an Uni Kassel

Wie Strahlen auf Lebewesen wirken: Neues LOEWE-Forschungsprojekt an Uni Kassel
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Pressemitteilung

Wie Strahlen auf Lebewesen wirken

Ein neues LOEWE-Forschungsprojekt am Institut für Physik der Universität Kassel untersucht, wie Strahlen auf biologisches Gewebe wirken.

Das neue Forschungsprojekt im Rahmen der Förderlinie 5 LOEWE-Exploration (s.u.) trägt den Titel „Einfluss zwischenmolekularer Energietransferprozesse auf Strahlenschäden in biologischem Gewebe“. Untersucht werden soll, welche Abläufe auf kleinster Ebene dafür verantwortlich sind, dass energiereiche Strahlung wie z.B. Röntgenstrahlung biologische Organismen schädigt.

Schließlich ist seit langem bekannt, dass Lebewesen Schaden nehmen, wenn sie Strahlung ausgesetzt sind. Ursache dafür ist die Wechselwirkung der Strahlung mit den kleinsten Teilchen, also Molekülen, aus denen jeder Organismus aufgebaut ist. Wie die Strahlung genau den Schaden verursacht, ist allerdings noch wenig erforscht. Das Forschungsprojekt um Dr. Andreas Hans vom Fachgebiet Experimentalphysik IV wird genau diese Rolle genauer untersuchen, indem DNA-haltige Lösungen gezielt Röntgenstrahlung ausgesetzt werden. „Mittels etablierter Verfahren der Grundlagenforschung werden wir das Auftreten bekannter Prozesse kontrollieren und im Anschluss prüfen, welchen Schaden die DNA-Stränge tatsächlich genommen haben“, erklärt Andreas Hans. Der Ansatz sei vollkommen neuartig, denn eine direkte biologische Auswertung der durch ionisierende Prozesse ausgelösten Strahlungsschäden an Biomolekülen (DNA) hat bisher nicht stattgefunden. Die Forschung beschränkte sich bisher auf atom- und molekülphysikalische Grundlagenforschung.

Im Erfolgsfall werden die Forschungen bahnbrechende neue Erkenntnisse im Bereich der Strahlungsbiologie liefern, die Anwendungen in der Prävention von Strahlenschäden und der medizinischen Strahlentherapie haben kann.

Hintergrund:

Die Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (kurz: LOEWE) ist ein 2008 aufgelegtes Exzellenzprogramm des Landes Hessen zur Förderung herausragender und zukunftsweisender Forschungsvorhaben, das Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen national und international konkurrenzfähiger machen soll. Die Förderlinie 5 LOEWE-Exploration gibt Forschenden die Freiheit, neuartigen, hoch innovativen Forschungsideen nachzugehen. Mit zwischen 200.000 bis 300.000 Euro für zwei Jahre können sie eine unkonventionelle Hypothese oder einen radikal neuen Ansatz testen.

Kontakt:

Dr. Andreas Hans

Universität Kassel

Leading scientist „Physics with synchrotron radiation“

Experimentalphysik IV - Prof. Arno Ehresmann

Tel.: 0561 804 4062

hans@physik.uni-kassel.de

www.ag-ehresmann.de

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Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle der Universität Kassel:
Dr. Andreas Gebhardt
Universität Kassel
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 561 804-1961
E-Mail:  presse@uni-kassel.de
 www.uni-kassel.de

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Die Universität Kassel hat rund 21.000 Studierende (Wintersemester). Sie versteht sich als eine Universität, an der Offenheit, Initiative, fächerübergreifendes und unkonventionelles Denken gewünscht und gefördert werden. Mehr als 300 Professuren sind in elf Fachbereichen (inkl. Kunsthochschule) organisiert. Zahlreiche neue Studiengänge entstehen derzeit, u.a. im Bereich der Nachhaltigen Transformationen.
 
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