Der Erdsystemforscher Johan Rockström ist Albertus-Magnus-Professor 2026
Der Erdsystemforscher Johan Rockström ist Albertus-Magnus-Professor 2026
In zwei öffentlichen Vorlesungen spricht der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung über die planetaren Grenzen und wie sich die Folgen der Veränderungen des Erdsystems noch eindämmen lassen.
Vom 15. bis zum 17. Juli 2026 hält Johan Rockström als Albertus-Magnus-Professor zwei öffentliche Vorlesungen und ein Seminar an der Universität zu Köln. Johan Rockström ist Gründer des Stockholm Resilience Centre, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung sowie Professor für Erdsystemwissenschaft an der Universität Potsdam und Professor für Wassersysteme und globale Nachhaltigkeit an der Universität Stockholm. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich insbesondere mit der Zukunft des Anthropozäns, sowie globalen Wasserressourcen. Besondere Aufmerksamkeit erhielt seine Forschung im Bereich von Kippelementen im Erdsystem, unter anderem durch das Konzept der planetarischen Grenzen.
Termine:
Mittwoch, 15. Juli, 19.30 Uhr
Vorlesung „Scientific Update on the State of the Planet”
Hörsaal B (Hörsaalgebäude), Universitätsstraße 35, 50931 Köln
anschl. Umtrunk im Foyer des Hörsaalgebäudes
Donnerstag, 16. Juli, 19.30 Uhr
Vorlesung „Transformation Pathways for a Prosperous and Equitable Landing Within Earth’s Safe Operating Space ”
Hörsaal B (Hörsaalgebäude), Universitätsstraße 35, 50931 Köln
Freitag, 17. Juli, 12.00 Uhr
Public Seminar: Johan Rockström im Gespräch mit Kate Rigby
Tagungsraum (Seminargebäude 106), Universitätsstraße 37, 50931 Köln
Die Vorlesungen sind öffentlich, die Teilnahme am Seminar ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich: https://amp.phil-fak.uni-koeln.de/anmeldung
Die Veranstaltungen finden auf Englisch statt.
In seinem ersten Vortrag spricht Johan Rockström über die planetaren Grenzen, die die Stabilität des Erdsystems regeln. Die Erde verliert an Widerstandsfähigkeit, was zu einer beschleunigten globalen Erwärmung führt. Das Überschreiten großer Kipppunkte rückt schnell näher. Rockström zeigt Möglichkeiten auf, wie die Menschheit das Überschreiten entscheidender Schwellenwerte so gering wie möglich halten und alles in ihrer Macht Stehende tun kann, um zu verhindern, dass Kipppunkte überschritten werden. In seinem zweiten Vortrag wird sich Rockström auf die beiden Transformationen konzentrieren, die das größte Potenzial haben, die Welt wieder in sichere planetare Grenzen zu führen: die Transformation des globalen Ernährungssystems und die globale Energiewende. Im Seminar trifft Johan Rockström im Gespräch mit Kate Rigby auf die Environmental Humanities.
Nach vielen namhaften Wissenschaftler*innen, darunter Bruno Latour, Judith Butler, Achille Mbembe, Eva Illouz, David Wengrow und Katherine Hayles, wird bereits zum 19. Mal eine Persönlichkeit von internationaler Geltung auf die 2005 eingerichtete Albertus-Magnus-Professur berufen. Die Professur ist nach dem mittelalterlichen Universalgelehrten Albertus Magnus benannt, der Mitte des 13. Jahrhunderts die Generalstudien des Dominikanerordens in Köln leitete und als einer der geistigen Väter der 1388 gegründeten Universität gilt.
Fotos:
https://www.pik-potsdam.de/portal/members/johanro/portrait-gallery
Inhaltlicher Kontakt:
Professor Dr. Andreas Speer
Thomas-Institut der Universität zu Köln
+49 221 470 2309
Presse und Kommunikation: Eva Schissler +49 221 470 4030 e.schissler@verw.uni-koeln.de
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V.i.S.d.P.: Dr. Elisabeth Hoffmann