Universitätsklinikum Essen AöR
DFG-Forschungsförderung: Wie das Immunsystem den Herzinfarkt beeinflusst
DFG-Forschungsförderung
Wie das Immunsystem den Herzinfarkt beeinflusst
PD Dr. Lars Michel von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen erhält ab April 2026 eine dreijährige Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für ein Forschungsprojekt zu Immuncheckpoints beim akuten Herzinfarkt. Ziel ist es, immunbedingte Prozesse im geschädigten Herzmuskel genauer zu entschlüsseln und neue diagnostische sowie therapeutische Ansatzpunkte aufzuzeigen. Die Förderung stärkt zugleich die Nachwuchsförderung und die interdisziplinäre Zusammenarbeit am Standort Essen.
Ein akuter Myokardinfarkt, umgangssprachlich Herzinfarkt genannt, entsteht durch einen plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes. Zwar hat sich die Akutbehandlung in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, etwa durch das rasche Wiederöffnen der Gefäße (Reperfusion) und moderne Medikamente. Dennoch leiden viele Betroffene langfristig unter Folgeschäden am Herzen oder sterben vorzeitig.
Das Forschungsteam um PD Dr. Lars Michel will besser verstehen, welche Rolle Immuncheckpoints bei einem Herzinfarkt spielen. Untersucht wird, wie diese Kontrollmechanismen des Immunsystems reguliert werden, wo genau sie in einem geschädigten Herzmuskel vorkommen und welchen Einfluss sie auf die Heilung oder weitere Schädigung eines Herzens haben. Dabei geht es sowohl um das Infarktgebiet als auch um das wieder durchblutete Herzgewebe. Langfristig soll geprüft werden, ob sich Immuncheckpoints als Biomarker eignen, also als messbare Hinweise auf einen bestimmten Krankheitsverlauf oder eine Prognose, und ob sie neue therapeutische Ansatzpunkte bieten könnten.
Die DFG-Förderung ermöglicht zudem die gezielte Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses: So wird eine PhD-Stelle sowie eine medizinische Doktorarbeit damit finanziert, um junge Forschende frühzeitig in das Projekt einzubinden.
Für das Projekt arbeitet der Essener Wissenschaftler auch mit externen Partner:innen zusammen, unter anderem mit Prof. Dr. Albert Sickmann vom Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V. in Dortmund. Professor Sickmann ist Vorstandsvorsitzender und leitet die Abteilung Bioanalytik sowie die Arbeitsgruppe Proteomicsist.
Mehr zu dem DFG-geförderten Projekt:
Weitere Informationen PD Dr. Lars Michel Klinik für Kardiologie und Angiologie Universitätsklinikum Essen E-Mail: lars.michel@uk-essen.de Telefon: 0201/723-84841
Pressekontakt Martin Rolshoven, M.A. Dekanat, Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen E-Mail: martin.rolshoven@uk-essen.de Telefon: 0201/723-6274 News-Seite: www.uni-due.de/med Social Media: www.facebook.com/medessen | www.twitter.com/medessen | Protected link
Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärzt:innen: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Fakultät mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationaler Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.
Über die Essener Universitätsmedizin Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und seit 2015 auf dem Weg zum Smart Hospital. 2020 behandelten unsere rund 10.000 Beschäftigten etwa 64.000 stationäre und 300.000 ambulante Patient:innen. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialist:innen mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patient:innen. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer Schwerpunktsetzung in Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation.