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Indonesische Insel Sumba: Global Micro Initiative e.V. prüft möglichen neuen Projektstandort

Indonesische Insel Sumba: Global Micro Initiative e.V. prüft möglichen neuen Projektstandort
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Wie kann Hilfe zur Selbsthilfe dort gelingen, wo Wasser gekauft werden muss, Strom unsicher ist und Einkommen kaum planbar sind? Auf Sumba in Indonesien geht Global Micro Initiative e.V. dieser Frage jetzt konkret nach.

Hösbach/Sumba. Global Micro Initiative e.V. untersucht, ob auf der indonesischen Insel Sumba ein neuer Projektstandort entstehen kann. Im Mittelpunkt stehen der Bedarf vor Ort, mögliche lokale Partnerstrukturen, wirtschaftliche Perspektiven für Familien und die Frage, ob eine Finanzierung für mindestens zwei Jahre gesichert werden kann.

Armut auf Sumba: lange Wege, fehlende Grundversorgung, geringe Einkommen

Sumba ist eine Insel der Gegensätze. Traditionelle Dörfer, weite Landschaften und markante Häuser mit Strohdächern prägen das Bild. Gleichzeitig ist der Alltag vieler Menschen von Armut, langen Wegen und fehlender Grundversorgung bestimmt. Viele Familien haben keinen verlässlichen Zugang zu fließendem Wasser oder Strom. Medizinische Versorgung ist oft weit entfernt.

„Ich war geschockt von der Armut auf Sumba“, erklärt Tobias Schüßler, Gründer von Global Micro Initiative e.V. Was er vor Ort beobachtete, ließ ihn nicht los: Menschen laufen kilometerweit, um Wasser zu holen oder medizinische Hilfe zu suchen. Manche sind barfuß unterwegs.

Wie diese Armut konkret aussieht, zeigt sich beispielsweise im Dorf Kadi Pada. Dort arbeiten Menschen in manueller Schotterproduktion und zerschlagen in mühsamer Handarbeit größere Steine, bis daraus verkaufsfähiges Baumaterial entsteht. Andere bewirtschaften kleine Felder, ernten saisonal Cashews oder fischen mit einfachen Netzen. Zudem fehlt eine verlässliche Wasserquelle: Wasser muss teuer gekauft werden und reicht oft nur für wenige Tage.

Schüßler reiste 2025 erstmals nach Sumba, um sich ein persönliches Bild über die Lebenssituation der Menschen vor Ort zu machen. Für Global Micro Initiative e.V. ist eine solche Einschätzung vor Ort ein wichtiger Schritt, bevor ein neuer Projektstandort aufgebaut wird.

Lokale Partner und wirtschaftliche Möglichkeiten werden sorgfältig geprüft

Um die erste Einschätzung zu vertiefen, reiste in einem weiteren Schritt auch Pradnya nach Sumba. Sie leitet GMI Indonesia, die indonesische Partnerorganisation von Global Miro Initiative e.V. Gemeinsam mit Rita Dimu von Sumba Integrated Development (SID) und Anton von Yasuka Sumba sprach sie mit lokalen Verantwortlichen, Gemeindemitgliedern und Lehrkräften.

Die beiden lokalen Organisationen SID und Yasuka Sumba setzen sich in unterschiedlichen Bereichen ein, unter anderem für Bildung, die Stärkung von Familien, sauberes Wasser und kostenlose medizinische Versorgung für Kinder.

Besonders Lehrkräfte aus der frühkindlichen Bildung berichteten von großen Belastungen. Sie unterrichten weiter, trotz sehr geringer und oft verspäteter Zahlungen. Einige dieser Lehrkräfte möchten deshalb kleine Geschäfte aufbauen, etwa mit Hühnern, Schweinen oder selbst gebackenen Snacks.

„Wir starten keinen neuen Standort, wenn wir nicht mindestens zwei Jahre dort arbeiten können“, betont Schüßler. „Denn unser Hilfe-zur-Selbsthilfe-Ansatz braucht Zeit, um seine größte Wirkung zu entfalten. Deshalb benötigen wir zuverlässige Partner, ein tragfähiges Konzept und ausreichende Mittel. Nur dann können wir verantwortungsvoll handeln.“

Global Micro Initiative e.V. prüft deshalb, ob und wie Hilfe zur Selbsthilfe auf Sumba langfristig aufgebaut werden kann. Entscheidend ist, ob lokale Partnerstrukturen tragfähig sind, ob sich Non-Profit-Mikrokredite ermöglichen lassen und ob Schulungen sowie individuelle Beratungen sinnvoll an die Lebensrealität der Menschen vor Ort angepasst werden können. Erst auf dieser Grundlage entscheidet die Hilfsorganisation, ob Sumba zu einem neuen Projektstandort in Indonesien werden kann.

Hintergrund: Fakten zur Projektprüfung auf Sumba

  • Organisation: Global Micro Initiative e.V., gemeinnützige Hilfsorganisation für Hilfe zur Selbsthilfe
  • Prüfstandort: Insel Sumba, Indonesien
  • Erste Einschätzung vor Ort: Gründer Tobias Schüßler reiste 2025 erstmals nach Sumba
  • Geprüfter Ansatz: Hilfe zur Selbsthilfe durch Non-Profit-Mikrokredite, Schulungen und individuelle Beratungen für Kleinstunternehmer
  • Lokale Gesprächspartner: Sumba Integrated Development (SID),YasukaSumba, lokale Verantwortliche, Gemeindemitglieder und Lehrkräfte
  • Herausforderungen auf Sumba: ausgeprägte Armut, kein verlässlicher Zugang zu Wasser und Strom, weite Wege zu medizinischer Versorgung, unregelmäßige Einkommen
  • Beobachtete Erwerbstätigkeiten: unter anderem manuelle Schotterproduktion, kleine Landwirtschaft, saisonale Cashew-Ernte und Fischfang mit einfachen Netzen
  • Voraussetzung für den Start: tragfähige Strukturen, verlässliche Partner und eine gesicherte Finanzierung für mindestens ein bis zwei Jahre

Über Global Micro Initiative e.V.

Global Micro Initiative e.V. ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation, deren Ziel die Bekämpfung von Armut in Indonesien und auf den Philippinen ist. Mit Non-Profit-Mikrokrediten in Verbindung mit kostenlosen Schulungen und Beratungen unterstützt die Organisation Menschen dabei, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Tobias Schüßler, Gründer der Hilfsorganisation, steht gerne für Interviews und weiterführende Fragen zur Verfügung. Für Medienanfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Silvia Schüßler, unsere Ansprechpartnerin für Öffentlichkeitsarbeit.

Wir freuen uns, wenn Sie über unsere Arbeit berichten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite – dort können Sie uns auch durch eine Spende unterstützen.

Spendenkonto:

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Zweigniederlassung der Frankfurter Volksbank Rhein/Main eG
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BIC: FFVBDEFF

Kontakt für Medien:

Silvia Schüßler, Öffentlichkeitsarbeit
Global Micro Initiative e.V.
Weißenbergerstraße 6
63768 Hösbach
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