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15.04.2019 – 14:15

Global Micro Initiative e.V.

Gemischtwarenladen im Slum - Mitbegründer von Hösbacher Hilfsorganisation besucht die Philippinen

Gemischtwarenladen im Slum - Mitbegründer von Hösbacher Hilfsorganisation besucht die Philippinen
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Hösbach/Olongapo. Andreas Schüßler, Gründungsmitglied der Hösbacher Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V., besuchte Anfang April auf eigene Kosten zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Tobias Schüßler Hilfsprojekte auf den Philippinen. Er berichtet:

Hösbach/Olongapo. Andreas Schüßler, Gründungsmitglied der Hösbacher Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V., besuchte Anfang April auf eigene Kosten zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Tobias Schüßler Hilfsprojekte auf den Philippinen. Er berichtet:

"Erdrückende Hitze, müde Hunde, Häuser ohne Fußboden - und dazwischen: Lachende Kinder - Das sind die Dinge, die ich wahrnehme, als ich mich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Slum befinde. Außer mir sind noch Tobias Schüßler und zwei Mitarbeiter von Project Life Subic, die sich um alle Angelegenheiten von GMI vor Ort kümmern, dabei. Schon direkt am Anfang kommen uns drei Jugendliche mit Müllsäcken entgegen. Tobias wird mir später erklären, dass sie den Müll nutzen, um ihren Teil zum Familienunterhalt beizutragen.

Zu viert laufen wir durch die engen Gassen des Slums, hintereinander, da zwei Menschen nebeneinander keinen Platz haben. Wir sind auf dem Weg, Carina zu besuchen. Sie hat einen Mikrokredit von GMI genutzt, um einen Sari Sari Store, einen Gemischtwarenladen, zu eröffnen und hat mittlerweile einen zweiten Kredit erhalten, dessen Raten sie stets pünktlich zurückbezahlt hat.

Carina wohnt mit ihrem Mann und drei Kindern in einer kleinen Wellblechhütte hier im Slum. Es ist wirklich sehr, für meine Verhältnisse fast unvorstellbar klein: Die Familie kocht, isst und schläft hier auf engstem Raum. Der Empfang ist überaus freundlich und sofort wird Platz geschaffen, damit zumindest einige sich neben das Bett setzen können. Auch der Laden ist hier integriert. Mich im Verkaufsbereich zu bewegen, ist fast nicht möglich.

Carina spricht kurz über ihr Leben. Der Slum liegt direkt am Strand; in der Regenzeit wird er oft überflutet. Der Eingang ist deshalb leicht erhöht gebaut. Auch gehört das Grundstück nicht der Familie. Seit einigen Jahren kursiert immer wieder das Gerücht, der Eigentümer würde zurückkehren. Carina müsste dann ihr Zuhause verlassen. Das ist auch der Grund, warum hier keine auf Dauer angelegten Gebäude gebaut werden.

Es gibt keine Fußböden; meine Füße stehen direkt auf Sand, während ich am Bett sitze. Carina erzählt uns, dass sich Reis und Holzkohle am besten verkaufen. Die Menschen nutzen Holzkohle zum Kochen, da es billiger ist als Strom oder Gas. Abkühlung gibt es kaum. Niemand besitzt eine Klimaanlage, um die über 35°C sommerliche Hitze erträglich zu machen. Carina plant, mit einem weiteren Mikrokredit einen gebrauchten Kühlschrank zu kaufen, um gekühlte Waren verkaufen zu können.

Auf unserem Rückweg passiert etwas, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte: Uns laufen Kinder hinterher. Lachend. Glücklich. Das wird es sein, was ich von dieser Reise vor allem anderen mitnehmen werde. Dass Menschen, die nichts haben, so dankbar für das Leben sein können. Dass sogar Kinder, die im Slum aufwachsen, glücklich sein können."

Silvia Schüßler, Öffentlichkeitsarbeit
Global Micro Initiative e. V.
Vorstandsvorsitzender Tobias Schüßler
Weißenbergerstraße 6
63768 Hösbach
www.global-micro-initiative.de
info@global-micro-initiative.de 

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