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06.11.2018 – 10:20

VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH

Ressourceneffizienz durch optimierte Ur- und Umformverfahren steigern

VDI ZRE bietet neuen Ressourcencheck für Fertigungsverfahren an Eine Umstellung auf das endabmessungsnahe Ur- und Umformen kann dazu beitragen das Bearbeitungsvolumen im Fertigungsprozess deutlich zu senken und dadurch Ressourcen einzusparen. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) bietet einen neuen Ressourcencheck an, der kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dazu anregen soll, die Effizienz ihrer Fertigungsprozesse zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Ur- und Umformende Verfahren finden in verschiedensten Industriebereichen Anwendung, da mit ihnen ein breites Spektrum an Materialien wie Metalle, Legierungen und Kunstoffen verarbeitet werden kann. Das endabmessungsnahe Ur- und Umformen bietet im Vergleich zum herkömmlichen Fertigungsprozess einen entscheidenden Vorteil. Ein Bauteil muss im weiteren Produktionsverlauf nur noch unwesentlich bearbeitet werden. Das bedeutet: Das Bauteil ist dem Endprodukt bereits wesentlich näher, als das bei klassischen Verfahren der Fall ist. Zum endabmessungsnahen Urformen zählen beispielsweise Gieß- und additive Verfahren, wie etwa der 3D-Druck. Das den KMU zur Verfügung stehende Material kann also durch eine Umstellung hin zum endabmessungsnahen Fertigen optimal ausgenutzt werden.

Der neue Ressourcencheck des VDI ZRE, orientiert sich an den individuellen Anforderungen des Unternehmens. Der Anwender beantwortet zuerst fünf Fragen. Es gilt herauszufinden, in welchen Bereichen des Fertigungsprozesses das Einsparpotenzial besonders groß ist. Dabei geht es etwa um die bisherige Produktgestaltung oder die Auswahl des Fertigungsverfahrens mit dem Fokus auf die zukünftig möglichst ressourcenschonendste Umsetzung. Die Antworten werden anschließend nach dem Ampelprinzip ausgewertet.

Nach der Beantwortung der Fragen, bekommt der Anwender umfangreiche Checklisten und dazu passende Praxis-Beispiele präsentiert. Der Ressourcencheck zeigt Möglichkeiten wie mit endabmessungsnaher Fertigung Abfälle vermieden werden können. Vor allem das Reduzieren der Ausschuss- und Nacharbeitsquote bietet großes Einsparpotenzial. In dem Forschungsprojekt "HiPerLS" wurde beispielsweise versucht, das additive Verfahren Laser-Sintern prozesstechnisch weiterzuentwickeln. Durch das Projekt konnte das Verfahren für Kleinserien so verbessert werden, dass es sich jetzt prozesssicher und wirtschaftlich für die Kleinserienfertigung eignet.

Der Ressourcencheck zum Thema Endabmessungsnahes Ur- und Umformen ist auf der Website des VDI ZRE unter www.ressource-deutschland.de kostenlos abrufbar.

Über das VDI Zentrum Ressourceneffizienz

Die VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) hat die Aufgabe, Informationen zu Umwelttechnologien und material- und energieeffizienten Prozessen allgemein verständlich aufzubereiten. Ziel ist es, vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Steigerung ihrer Ressourceneffizienz zu unterstützen. Die Instrumente des VDI ZRE zur Bewertung und Darstellung von Ressourceneffizienzpotenzialen werden im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit erstellt und aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative finanziert. Sie sind auf der Webseite www.ressource-deutschland.de kostenlos zugänglich.

Lucas Vogel
VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) 
Bertolt-Brecht-Platz 3 
10117 Berlin 

Tel: +49 30 27 59 506-22 
Fax: +49 30 27 59 506-30 
E-Mail: voge_l@vdi.de 
www.ressource-deutschland.de 

Beauftragt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare
Sicherheit
VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH - Bertolt-Brecht-Platz 3 - 10117 Berlin 
Geschäftsführer: Dr. Martin Vogt - Amtsgericht Charlottenburg - HRB 120 865 B -
St-ID 30/569/32995 

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