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Antihaft-Pfannen: So erkennt man PFAS-freie Beschichtungen

Antihaft-Pfannen: So erkennt man PFAS-freie Beschichtungen
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Antihaft-Pfannen: So erkennt man PFAS-freie Beschichtungen

Tipps zum Kauf von Bratpfannen ohne „Ewigkeitschemikalien“

Sie reichern sich in der Umwelt an und bergen Gesundheitsgefahren für den Men-schen: Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS. In dieser Stoffgruppe werden über 10.00 Einzelsubstanzen zusammengefasst, die vor allem aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften breit eingesetzt werden. Viele Verbraucher:innen möchten diese Fluorchemikalien jedoch bewusst meiden. „Die meisten PFAS sind in der EU allerdings derzeit noch erlaubt. Hersteller dürfen sie verwenden und müssen sie meist auch nicht deklarieren”, erklärt Kerstin Effers, Expertin für Umwelt und Gesundheitsschutz der Verbraucherzentrale NRW. Wer beispielsweise eine PFAS-freie Antihaft-Bratpfanne sucht, muss genau hinsehen. So kann sich hinter einem fantasievollen Marketingbegriff eine PFAS-Beschichtung verbergen, wie der aktuelle Online-Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW zeigte. „Manchmal erforderte es eine recht zeitintensive Recherche oder sogar Nachfrage beim Anbieter, um mehr über das Material der Beschichtung zu erfahren. Wir brauchen daher dringend eine gesetzliche Beschränkung der PFAS und bis es soweit ist zumindest eine Kennzeichnungspflicht”, so Effers. Folgende Tipps helfen Verbraucher:innen herauszufinden, ob eine Pfannenbeschichtung PFAS enthält oder nicht.

Auf eindeutige Werbeaussagen achten

Begriffe wie „PFAS-frei“, „PFC-frei“ oder „fluorfrei“ weisen darauf hin, dass keine Vertreter aus der gesamten Stoffgruppe der PFAS enthalten sind. Viele Hersteller haben solche Pfannen im Angebot, häufig mit Keramik-Beschichtungen. Daneben führen sie aber weiterhin Pfannen in ihrem Sortiment, die mit dem Kunststoff PTFE (unter anderem bekannt unter dem Handelsnamen „Teflon“) beschichtet sind. Dieser gehört zur Gruppe der PFAS. Von anderen „frei von“-Angaben wie „PFOA/PFOS-frei“ sollten sich Verbraucherinnen nicht täuschen lassen: PFOA und PFOS sind nur zwei Mitglieder der großen PFAS-Familie, andere PFAS können also trotzdem enthalten sein.

Nicht durch Kreativnamen verwirren lassen

Viele Bezeichnungen von Antihaftbeschichtungen sind recht fantasievoll und suggerieren Langlebigkeit, Natürlichkeit oder sogar Umweltfreundlichkeit. Trotzdem können PFAS enthalten sein. Bei ihren Recherchen im Onlinehandel fanden die NRW-Verbraucherschützerinnen bei 18 von 31 ausgewählten Pfannen keine Information, ob die jeweilige Beschichtung PFAS enthält oder nicht, und schrieben daraufhin Hersteller oder Händler an. Bei den anderen 13 Pfannen konnte durch Informationen auf Internetseiten, vom Chatbot oder in Bedienungsanleitungen herausgefunden werden, ob PFAS enthalten sind. Das Ergebnis: 17 Pfannen waren laut Angaben der Hersteller/Händler mit PFAS beschichtet, bei fünf Pfannen blieb die Zusammensetzung der Beschichtung unklar und neun Pfannen waren laut Herstelleraussage frei von PFAS.

Bedienungsanleitung prüfen

Warnhinweise wie die Kombination von „nicht über ca. 260 Grad Celsius erhitzen“ und „keine Metallutensilien bzw. scharfen oder spitzen Gegenstände verwenden“ sprechen häufig für eine PFAS-haltige Antihaftbeschichtung. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist die Nutzung von PFAS beschichteten Pfannen im Alltag bei sachgemäßem Gebrauch zwar unbedenklich, doch es gibt zwei kritische Punkte: Bei Überhitzung einer leeren Pfanne zersetzt sich die Beschichtung und setzt giftige Gase frei. Zudem ist die PTFE-Beschichtung kratzempfindlich. Bei der Nutzung der Pfannen können größere, aber auch sehr kleine PTFE-Plastikpartikel freigesetzt werden. Zwar gilt das Verschlucken kleiner PTFE-Teilchen nicht als gesundheitsschädlich, doch die gesundheitliche Wirkung von sehr kleinen PTFE-Mikro- und Nano-Plastikteilchen ist noch nicht erforscht.

Auf Langlebigkeit setzen

Der große Nachteil einer Beschichtung – egal ob aus PTFE oder Keramik – ist, dass der Antihafteffekt mit der Zeit nachlässt oder die Beschichtung zerkratzt, sodass solche Pfannen nach einigen Jahren aussortiert werden müssen. Das ist auf die Dauer teuer für Verbraucher:innen und die Herstellung immer neuer PTFE-Antihaftbeschichtungen trägt erheblich zur Belastung von Mensch und Umwelt mit PFAS bei. Mittlerweile wird vereinzelt die Möglichkeit angeboten, Pfannen neu beschichten zu lassen – auch PFAS-frei. Unbeschichtete Edelstahlpfannen dagegen sind langlebig, dürfen in die Spülmaschine und mit etwas Erfahrung lässt sich auch mit ihnen fettarm braten. Guss- oder schmiedeeiserne Pfannen halten bei richtiger Pflege ebenfalls sehr lange und weisen zusätzlich einen guten Antihafteffekt auf, wenn sie einmal eingebrannt sind. Für saure Lebensmittel wie Tomaten sind Eisenpfannen jedoch nicht geeignet.

Weiterführende Informationen und Ergebnistabelle:

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