Unitheater Konstanz präsentiert Becketts Endspiel, PI Nr. 69/2026
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Unitheater Konstanz präsentiert Becketts Endspiel
Klimaextreme, Energiekrisen, menschen(rechts-)verachtende Kriege: Wer würde in der heutigen globalen Situation Becketts Endspiel nicht für hochaktuell halten? Das Unitheater Konstanz führt es ab dem 22. Juli 2026 im Grenzbachareal auf.
Was bleibt, wenn die Welt, wie wir sie kennen, an ihr Ende gelangt ist? Wenn Gewissheiten zerbrechen, Lebensräume zerstört werden und Zukunft nur noch als ferne Erinnerung existiert? Mit Samuel Becketts Endspiel bringt das Unitheater Konstanz unter der Regie von Cecilia Amann einen Klassiker des absurden Theaters auf die Bühne, dessen Fragen heute eine neue Dringlichkeit entfalten. In einer postapokalyptischen Welt sind Hamm, Clov, Nagg und Nell aufeinander zurückgeworfen. Sie leben in Abhängigkeit voneinander, gefangen in Routinen, die ebenso Halt wie Gefängnis sind. Draußen scheint nichts mehr zu existieren. Drinnen kämpfen die Figuren mit der Aussichtslosigkeit ihres Daseins – und dennoch machen sie weiter. Die Aufführungen des Unitheaters finden ab dem 22. Juli 2026 im Grenzbachareal (Schulthaißstr. 15, Konstanz) statt, jeweils beginnend um 20.00 Uhr.
„Angesichts einer Gegenwart, die geprägt ist von Aufrüstung, völkerrechtswidrigen Angriffskriegen, der Missachtung internationalen Rechts und der Zerstörung von Lebensräumen, stellt Becketts Stück mit neuer Schärfe die Frage nach dem Überleben“, erklärt die Regisseurin des Unitheaters Cecilia Amann. „Wie leben Menschen weiter, wenn die Welt um sie herum zusammenbricht? Wie gehen sie mit dem Gefühl des Ausgeliefertseins um? Woher nehmen sie die Kraft, sich gegen Abhängigkeit, Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit aufzubäumen?“
Endspiel gibt keine einfachen Antworten auf diese Fragen. Stattdessen eröffnet es einen Raum, in dem Verzweiflung und Widerstand, Resignation und Beharrlichkeit unauflöslich miteinander verbunden sind. Gerade in der radikalen Reduktion seiner Figuren und Situationen legt Beckett grundlegende menschliche Erfahrungen frei: die Sehnsucht nach Freiheit, die Angst vor dem Ende und die trotzige Weigerung, vollständig aufzugeben.
Die Inszenierung des Unitheaters Konstanz entstand in Zusammenarbeit mit dem medienpraktischen Seminar „Videographie und Theater“. Die Verbindung von Theater und Videokunst eröffnet zusätzliche Perspektiven auf Becketts Endzeitlandschaft und fragt nach den Bildern, mit denen wir gegenwärtige Krisen wahrnehmen und erinnern, so Amann.
Becketts „Endspiel“ wird am 22./ 24./ 25./ 27. und 28. Juli 2026 jeweils um 20.00 Uhr aufgeführt – Einlass je eine halbe Stunde zuvor. Die Bühne ist im Grenzbachareal (Schulthaißstr. 15, 78462 Konstanz). Karten sind im Vorverkauf in den Buchläden Homburger & Hepp und Zur Schwarzen Geiss sowie im Foyer der Universität Konstanz erhältlich.
Weiterführende Informationen auf der Website des Unitheaters.
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Bildunterschrift: Mit Samuel Becketts Endspiel bringt das Unitheater Konstanz unter der Regie von Cecilia Amann einen Klassiker des absurden Theaters auf die Bühne.
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